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Ratgeber

Pendeln mit dem Fahrrad – mit diesen Tipps kommst du sicher zur Arbeit

Du gehörst zu den Glücklichen, die mit dem Rennrad in die Arbeit fahren können? Diese Tipps solltest du dir beim Pendeln zu Herzen nehmen!

Leider haben nicht alle die Möglichkeit, mit dem Fahrrad in die Arbeit zu fahren. Entweder ist die Entfernung zu groß oder der Arbeitsplatz bietet schlichtweg keine Option, sich frisch zu machen, bevor es im Anzug zum ersten Geschäftsmeeting des Tages geht. Diejenigen, bei denen keiner der eben genannten Gründe greift und das Pendeln mit dem Rad im Bereich des Möglichen liegt, tun nicht nur sich selbst einen großen Gefallen, auch die Umwelt wird es ihnen danken. Um sich und andere auf dem Arbeitsweg nicht zu gefährden, gibt es allerdings allerhand zu beachten.

„Mist! Schon wieder so spät dran. Jetzt aber schnell!“, das spielt sich nur zu oft in unseren Köpfen ab, wenn wir mal wieder nicht aus den Federn oder rechtzeitig aus dem Bad gekommen sind. “Jetzt aber schnell” ist aber genau der falsche Ansatz, wenn es darum geht, auf dem Drahtesel sicher zum Arbeitsplatz zu kommen.

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Pendeln – Sicherheit vor Tempo

Stress kann im Straßenverkehr verheerende Folgen haben. Fahre also immer vorausschauend und nimm dir lieber einmal zu oft als zu wenig die Zeit für einen Schulterblick. (Foto: Strava)

Anstatt gestresst die Trittfrequenz in ungeahnte Höhen zu treiben, ist ein kurzer Anruf im Büro sicherlich die bessere Alternative. Informiere deinen Chef oder einen Kollegen darüber, dass du ein bisschen später kommst, schwing dich auf dein Rad und konzentriere dich auf das Wesentliche – den Straßenverkehr.

Egal ob beim Pendeln oder für die Fahrt zum nahegelegenen Supermarkt. Ein Helm ist bei jedem noch so kurzen Einsatz auf dem Fahrrad Pflicht. (Foto: Sirotti)

1) Fahre nie ohne Helm

Die erste Vorkehrung in Sachen Sicherheit musst du allerdings schon vor dem ersten Tritt in die Pedale treffen. Auch wenn es inzwischen eine echte Seltenheit geworden ist, jemanden ohne … auf dem Rennrad anzutreffen, kann man nicht oft genug darauf hinweisen.

Richtig! Die Rede ist vom Helm. Es reicht ein unglücklicher Sturz auf den Kopf, und das Leben ist im schlimmsten Fall vorbei oder nie wieder so wie es vorher war. Egal ob Pendeln oder eine entspannte Tour am Wochenende, tu dir und deiner Familie also unbedingt den Gefallen und steige nie aufs Rad, bevor deine Denkmurmel nicht in einen schützenden Deckel gebettet ist.

Der Fahrradhelm – darauf musst du achten

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Wenn du sicherstellen möchtest, gut zu sehen und gesehen zu werden, ist eine gute Beleuchtung das A und O. (Foto: George Scott / Factory Media)

2) Eine gute Beleuchtung ist Pflicht

So wichtig wie der Helm auf deinem Kopf, ist eine gute Beleuchtung – sowohl vorne als auch hinten – an deinen Untersatz. Ein ordentliches Licht sorgt nicht nur dafür, dass du die Straße vor dir überblicken kannst, wenn du in Richtung Frühschicht aufbrichst oder dich nach Sonnenuntergang auf dem Heimweg befindest, es ermöglicht anderen Verkehrsteilnehmern zudem, dich rechtzeitig zu erkennen.

Gerade beim Pendeln ist eine gute Beleuchtung unabdingbar. Auch wenn es eigentlich der Plan war, schon nachmittags aus dem Büro abzuhauen, kann immer etwas dazwischenkommen und du kommst erst im Dunkeln nach Hause.

Um auf Nummer Sicher zu gehen, solltest du Front- und Rückleuchte aber auch bei Tageslicht eingeschaltet haben. Steht die Sonne ein wenig tiefer am Himmel, reicht das oft schon aus, um Autofahrer oder andere Verkehrsteilnehmer zu blenden. Jedes noch so kleine Detail, das auf dich aufmerksam macht, erhöht deine Sichtbarkeit und somit auch die Sicherheit. Natürlich können deine Leuchten nur dann ihren Dienst verrichten, wenn ihnen genügend Energie zur Verfügung steht. Um auf der sicheren Seite zu sein, solltest du deine Lichter also vor jeder Fahrt laden.

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Pedalierst du in reflektierender Kleidung, minimierst du das Riskio von anderen Verkehrsteilnehmern übersehen zu werden. (Foto: George Scott / Factory Media)

3) Greife auf reflektierende Kleidung zurück

Um dich für andere Verkehrsteilnehmer noch sichtbarer zu machen, bieten die verschiedensten Hersteller Fahrradbekleidung mit reflektierenden Details an. Einige Hersteller bieten sogar Kleidungsstücke speziell für das Pendeln an. Selbst die modebewusstesten Pedalisten sollten ihre Eitelkeit der Sicherheit hinten anstellen und sich Gedanken über die Anschaffung einer Pendler-Garderobe machen.

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Hast du ein Multi-Tool, Reifenheber, einen Ersatzschlauch und eine Pumpe dabei, bist du bestens auf eine Panne vorbereitet. (Foto: Mike Cotty)

4) Pack Werkzeug, Ersatzschlauch und Pumpe ein

Kommen wir jetzt von den Maßnahmen, körperlichem Schaden vorzubeugen zu den potentiellen Schäden am Bike. Auch hier solltest du keinen Unterschied zwischen dem Pendeln oder jedem anderen Einsatz auf dem Bike, bei dem du deine Komfortzone verlässt, machen.

Jeder der auf weiter Flur schon einmal eine Panne hatte, weiß wie demoralisierend und nervig eine solche sein kann. Richtig ärgerlich wird es, wenn man nicht das nötige Equipment dabei hat, um das Problem zu beheben. Aus diesem Grund solltest du, bevor du aufbrichst, unbedingt darauf achten, Werkzeug, einen Ersatzschlauch, eine Pumpe oder eine CO2-Kartusche im Gepäck zu haben.

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Mit diesen Hilfsmitteln bekommst du deinen Renner im Ernstfall wieder flott und musst nicht darauf hoffen, dass sich der nächste Bikeshop in unmittelbarer Nähe befindet. Aber sind wir doch mal realistisch. Meist passiert ohnehin genau dann etwas, wenn der nächste Shop Kilometer weit weg ist oder wir uns außerhalb der Geschäftszeiten befinden.

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Am Fahrbahnrand sammeln sich Fremdkörper, Blätter und Splitt. Orientiere dich also lieber ein wenig in Richtung Mitte.

Schaffen wir es dann doch einmal, uns während der Öffnungszeiten und optimalerweise direkt vor einer Fahrradwerkstatt einen Platten zu fahren, befinden sich die Betreiber gerade auf Messe oder haben ihren Laden aus einem anderen Grund geschlossen. Haben Bikeshops eigentlich überhaupt jemals geöffnet?

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5) Halte dich vom Fahrbahnrand fern

Helm sitzt? Licht ist montiert und geladen? Werkzeug ist eingepackt? Wunderbar! Dann kann es ja losgehen.

Bewegst du zu weit rechts, besteht immer die Gefahr, den Boardstein zu küssen oder den Fahrbahnrand zu überfahren. Beides kann dich ins Schlingern bringen oder sogar zum Sturz führen. Am Straßenrand sammelt sich zudem ein Großteil an Schmutz, Splitt, Blättern und sonstigen Fremdkörpern, die du eigentlich gar nicht unter dir haben möchtest. Musst du plötzlich bremsen, bist du somit überall besser aufgehoben als am dreckigen und potentiell rutschigen Fahrbahnrand. Des Weiteren erhöht die Ansammlung von Splitt und Fremdkörpern am Straßenrand das Risiko einer Reifenpanne.

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Schlaglöcher können überall lauern. Fahre vorausschauend, um potentiellen Gefahren wie dieser aus dem Weg zu gehen.

Viel gefährlicher aber noch ist die Tatsache, dass du, fährst du zu weit rechts, den Autos hinter dir eine Lücke zwischen dir und dem Gegenverkehr eröffnest. Möchtest du wirklich das Risiko eingehen, von einem Auto gestreift oder abgedrängt zu werden, nur weil ein Fahrer, der es eilig hat und dabei eventuell noch nicht einmal richtig ausgeschlafen ist, die Chance sieht schnell an dir vorbei zu kommen? Sicher nicht!

Natürlich sollst du dich aber auch nicht in der Mitte der Fahrbahn bewegen. Halte einen komfortablen Abstand zum Rand, der dich nicht in Bedrängnis bringt und die Autofahrer hinter dir zu unsicheren Überholmanövern verleitet.

6) Fahre immer vorausschauend

Dass dein Blick während des Pedalierens, mal abgesehen vom Schulterblick vor dem Abbiegen, stets nach vorne gerichtet ist, sollte selbstverständlich sein. Allerdings ist es damit nicht getan. Scanne wann immer es möglich ist, auch das restliche Geschehen um dich herum. So kannst du potentielle Gefahren im Vorfeld erkennen und entsprechend agieren.

Fährst du vorausschauend, können dir Schlaglöcher, Gullis, plötzlich aufgehende Autotüren, Kinder die zwischen zwei parkenden Fahrzeugen auftauchen oder ein PKW-Fahrer, der seinen Blinker nicht zu finden scheint und unangekündigt abbiegt, nichts anhaben.

Möchtest du wirklich das Risiko eingehen, ein herannahendes Auto nicht zu bemerken?

Im Straßenverkehr kann von einer Sekunde auf die andere so viel Unvorhergesehenes passieren, dass es unabdingbar ist, für andere mitzudenken. So ist beispielsweise auch der tote Winkel ein Thema, dass du immer bedenken solltest. Es reicht ein kleiner Moment, in dem ein LKW-Fahrer dich über- oder gar nicht sieht und du brauchst dir in Zukunft nie wieder Gedanken über Sicherheit zu machen.

7) Kopfhörer im Straßenverkehr sind ein No-Go

Wo wir gerade beim Thema Sicherheit im Straßenverkehr sind: Kopfhörer während des Pedalierens gehen gar nicht!

Kopfschütteln. Das ist es, was sich jedes einzelne Mal einstellt, sobald wir einen Radfahrer mit Stöpseln in den Ohren sehen. Wie kann man nur ein im Straßenverkehr so wichtiges Sinnesorgan wie die Ohren mit den Klängen lauter Musik lahmlegen? Es ist uns schlichtweg ein Rätsel.

Beim Joggen entlang der Felder in deiner Region oder auf der Rolle kannst du wegen uns sogar Helene Fischer in deine Gehörgänge lassen und dein Trommelfell mit ihren Klängen streicheln oder quälen (das soll jeder für sich selbst entscheiden). Aber im Straßenverkehr haben Kopfhörer nichts zu suchen. Punkt.

Um deinen Arbeitsweg so sicher wie möglich zu machen, solltest du ihn im Vorfeld planen. Bewege dich soweit es möglich ist, auf ruhigen Straßen.

8) Plane deinen Arbeitsweg

Wenn du, um in die Arbeit zu kommen von einem Ende der Stadt ans andere musst, ist es oft nicht möglich, das Verkehrstreiben zu umfahren. Wann immer es aber machbar ist, sich auf wenig befahrenen Straßen zu bewegen, solltest du das auch tun. Je weniger Verkehr du auf dem Weg ins Büro ausgesetzt bist, desto geringer ist das Risiko.

Sofern du zu den Glücklichen gehörst, denen es möglich ist, eine verkehrsentspannte Route zu wählen, lässt sich der Arbeitsweg auch optimal für das Training nutzen. Das steht allerdings auf einem anderen Blatt bzw. in einem anderen Artikel geschrieben. Hier ist er:

Nutze deinen Arbeitsweg für ein effektives Training

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