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Ratgeber

Rennrad kaufen – Tipps, Infos und alles was du wissen musst

Rennradtyp, Rahmenmaterial und mehr: Wenn du dir ein neues Rennrad kaufen möchtest, solltest du diese Tipps und Ideen berücksichtigen.

Der Kauf eines neuen Rennrads ist für viele eine der schönsten Nebensachen der Welt. Vor allem Einsteger stoßen aber schnell an ihre Grenzen, wenn es um das Thema Rennrad kaufen geht. Wir wollen dir in diesem Beitrag näher bringen, worauf du achten musst, wenn du dir ein neues Rennrad zulegen möchtest.

Egal ob Einsteiger oder Semi-Profi, wenn es um den Kauf eines neuen Rennrads geht, sollte man keinen Schnellschuss hinlegen. Der Rennrad-Kauf will wohl überlegt sein und Themen wie Rahmengröße, Komponentenwahl, Material, Disc- oder Felgenbremse und natürlich der richtige Sattel sollten beachtet werden. Wenn du dir also ein neues Rennrad kaufen willst, macht es Sinn einige Grundsätze zu beherzigen.

Alles worauf du beim Rennrad-Kauf achten musst, erfährst du im Artikel. Foto: Arian Schlichenmayer

Rennrad kaufen – welches Bike passt zu mir?

Um die erste Entscheidung treffen zu können, welches Rennrad zu dir passt, musst du wissen, was du damit anfangen willst. Es gibt Bikes für die verschiedensten Einsatzvarianten. So fährst du mit einem Gravel-Bike besser über Stock und Stein, als mit einem Kletterrad.

Aero-Rennrad – kaufe ein Rennrad und sei schneller als dein Schatten

Mit einem Aero-Rennrad geht es um Geschwindigkeit in der Ebene. Du willst jede Sekunde aus deiner Fahrt herausholen und das noch ohne Windschatten? Dann bist du mit dem Aero-Renner am besten aufgehoben. Das gesamte Rad ist auf Aerodynamik ausgelegt. Dadurch sehen Aero-Bikes oft auch recht futuristisch aus. Wer schon mal ein höherklassiges Zeitfahren beobachtet hat, konnte sich von diesem Phänomen selbst überzeugen. Markant an Aero-Rädern sind vor allem vollintegrierte Komponenten wie integrierte Vorbauten und Lenker, sowie auf Aerodynamik optimierte Scheibenbremsen und Laufräder. Wenn du dir also ein aerodynamisches Rennrad kaufen willst, solltest du auf möglichst gute Windkanal-Tests und Aerodynamikwerte achten.

Vorsicht: Aero-Rennräder sind preislich oft deutlich höher angesiedelt, als andere Arten von Bikes. Das liegt zum einen sicherlich an dem Hype um Aero-Räder und zum anderen sicher auch an den höheren Entwicklungskosten für die Hersteller. Außerdem sind Aero-Rennräder durch ihre großzügigen Rohrquerschnitte oft schwerer als herkömmliche Rennräder. Die hohe Integration von Schalt- und Bremszügen und anderer Komponenten macht eine Wartung außerdem oft kompliziert.

Aero-Bikes sehen nicht nur futuristisch aus, sie sind auch noch pfeilschnell.
Kletter-Rennrad kaufen – ein Bike für jede Rampe

Kletter-Bikes zeichnen sich in erster Linie durch ihr extrem geringes Gewicht aus. Heutzutage ist es für die Hersteller nicht mehr allzu schwer, die UCI-Gewichtsgrenze von 6,8 kg zu unterbieten und so finden wir bereits einige Bergräder mit weniger als 6 kg auf dem Markt, die leichtesten unter ihnen unterbieten sogar die 5-Kilogramm-Marke! Die Idee dahinter ist eigentlich ganz einfach. Jedes Gramm am Rad oder Körper muss auch den Berg hinaufgefahren werden. Deshalb heißt es abspecken. Sowohl für den Fahrer, als auch für das Rennrad.

Kämpfe in den Bergen fordern meistens ihren Tribut. (Bild: Sirotti)

Wer sich nun ein Rennrad kaufen will, mit dem er jede Rampe erklimmt, sollte auf jeden Fall auf hochwertige und leichte Komponenten achten. Außerdem ist es wichtig, das eigene Körpergewicht beim Kauf zu beachten. Einige Bikes haben nach oben hin Gewichtsgrenzen, die auf jeden Fall zu beachten sind. Wenn du aber mit dünnen Sattelstreben angeben willst, ist ein Berg-Rennrad genau das richtige für dich.

Vorsicht: Vor allem Carbon-Laufräder lieben gute Straßenverhältnisse. Achtet also auf eure Route. Für besonders leichte Rennräder muss man, ähnlich wie bei Aero-Rennern, tiefer in die Tasche greifen als für normale Bikes und der Preisanstieg verhält sich dabei stark reziprok überproportional zum sinkenden Gewicht.

Rennrad kaufen für Rennen – wenn es hart auf hart kommt

Je nachdem welche Route das Rennen dir abverlangt, wählst du normalerweise zwischen Kletter- und Race-Bike. Moderne Race-Bikes haben relativ viele Aero-Elemente verbaut, sodass man umso schneller unterwegs ist. Es werden aber normalerweise andere Laufräder gefahren. Leicht, wendig und schnell müssen sie sein.

Außerdem bist du mit einer relativ aggressiven Haltung unterwegs und natürlich ausgestattet mit Powermeter, Trinkflaschen und guter Kleidung. Auch Race-Rennräder sind inzwischen meistens aus Carbon, obgleich es heutzutage auch möglich wäre, ähnlich leichte Bikes aus Alu zu bauen.

Vorsicht: Die Grenzen sind hier fließend. Je nach Wahl der Komponenten und je nach Anforderung des Fahrers sind viele Rennrad-Modelle individuell einsetzbar. Die einen möchten für den Speed in der Ebene ein aerodynamisch günstigeres Bike, die anderen benötigen für harte Bergetappen ein möglichst leichtes. Allen Rennrädern, die in Straßenrennen, also nicht beim Zeitfahren, eingesetzt werden, sollte gemein sein, dass sie wendig und leichtfüßig sind, um sicher im Peloton navigieren zu können und eine Anzahl verschiedener Griffpositionen bieten, um während der vielen Kilometer in einem Rennen die Körperhaltung wechseln zu können.

Gravel-Bike – ein Rennrad für alle Fälle kaufen

Gravel-Rennräder sind momentan neben E-Bikes der Trend im Radsportmarkt. Sie sind universell einsetzbar, vielseitig und vor allem unheimlich robust. Mit einem Gravel-Bike fährst du sowohl im Gelände, als auch auf der Straße. Obwohl diese Räder so robust gebaut sind, kannst du mit ihnen sogar ohne weiteres Berge erklimmen. Natürlich musst du stärker in die Pedale treten, aber das Gravel-Erlebnis ist es auf jeden Fall wert. Wer mit einem Gravel-Bike unterwegs ist, profitiert oft von zusätzlichen Flaschenhaltern, vielen Möglichkeiten sein Gepäck zu befestigen und meistens von modernen Alu-Rahmen in Kombination mit einer Carbon-Gabel.

Das Fuji Jari 1.3 ist so ein klassisches Gravel-Bike mit viel Komfort und extremer Packlast. (Foto: Arian Schlichenmayer)

Vorsicht: Reifen von Gravel-Rennrädern sind meistens breiter (27 mm und mehr) und bringen Profil mit. Damit fährt es sich nicht so geschmeidig, wie mit einem normalen Race-Reifen wie dem Schwalbe One, dafür hast du auch auf losem Untergrund noch Grip. Die Sitzposition von Gravel-Bikes ist meistens Richtung Komfort und Endurance getrimmt. Lange, abenteuerliche Strecken auf unbefestigten Wegen – das ist die Domäne der Gravel-Bikes. Wenn du hauptsächlich Straßenrennen fahren möchtest, solltest du ein anderes Bike in Betracht ziehen.

Cyclocross-Rennrad –  ab in den Matsch

Ein Crosser unterscheidet sich nicht so sehr von einem Gravel-Bike. Ein reiner Crosser ist eine Rennmaschine, die allerdings auf die Herausforderung von Gelände optimiert wurde. Reifen mit Profil, stabile Rahmen und vor allem kaum Schnick Schnack zeichnen Crosser aus.

Aus dem Crosser hat sich sicherlich auch das Gravel-Bike entwickelt. Wo der Crosser aber auf Wettkampf ausgelegt ist, zielt das Gravel-Bike mehr auf Radreisende ab. Wer noch nicht auf einem Cyclocross-Rennen war, sollte das im kommenden Herbst und Winter auf jeden Fall nachholen. Es ist immer ein Riesenspaß für alle Beteiligten.

Vorsicht: Crosser sind normalerweise keine Gravel-Bikes. Im Vergleich zu diesen weisen Cross-Bikes eine sportlichere Geometrie auf, sind also für kurze, schnelle Renneinsätze hervorragend geeignet. Wer Schlamm und richtig hartes Gelände bevorzugt und in diesen Territorium auch noch Rennen bestreiten will, ist mit einem Crosser gut bedient.

Ian Fields Cyclo-Cross-Training ist darauf ausgelegt, das zu replizieren, was er in einem Rennen machen würde. So muss sein Bike auch einiges aushalten.

Zwischenfazit zur Radklasse

Wer nicht genau weiß, welches Rad zu ihm passt, sollte den lokalen Radhändler aufsuchen. In einigen Fällen macht es Sinn, etwas über den Tellerrand hinaus zu schauen. Wer beispielsweise schnell Rückenbeschwerden bekommt, sollte vielleicht vom bocksteifen Aero-Renner absehen und auf ein Gravel-Rad umsteigen, welches mehr Komfort bietet. Beim Händler lassen sich Räder der verschiedenen Klassen auch Probefahren. Wer mehr erfahren will, sollte den Artikel weiter lesen.

Carbon, Aluminium oder Titan – das richtige Rennrad-Material

Carbon ist und bleibt das beliebteste Material bei Rennrädern. Wenn du dir aber ein neues Rennrad kaufen willst, solltest du auch Aluminium und Titan nicht außer Acht lassen. Carbon ist leicht, hat etwas Exklusives und ist vor allem seit Jahren auf dem Vormarsch. Carbon-Rahmen werden immer günstiger und fast jedes Bike hat mittlerweile eine Carbon-Gabel.

Vor allem für Kletterfans sind Carbon-Rahmen interessant. Toll an Carbon ist, dass du das Material in nahezu jede Form bringen kannst, ohne Schweißnähte dafür zu benötigen. Das sorgt für futuristische und außergewöhnliche Formen. Die Zugfestigkeit von Carbonfasern und den daraus aufgebauten Mattenlaminaten ist im Rennradbereich bislang unerreicht.

Carbon flext außerdem. Das heißt, dass Carbon, ähnlich wie Metall, dazu in der Lage ist, durch elastische Verformung Stöße abzufangen und somit für mehr Komfort zu sorgen. Betrachtet man die sogenannte Schwingfestigkeit, so hat Carbon den Vorteil, einer nahezu unbegrenzten Anzahl von Belastungszyklen ohne Ermüdung zu widerstehen. Metallrahmen altern hingegen durch dauernde Be- und Entlastung, wie sie im Fahrbetrieb vorkommen, entwickeln Haarrisse und quittieren schließlich den Dienst. Allerdings sind moderne Metallrahmen so mit Sicherheitsaufschlägen konzipiert, dass ein Rahmenbruch bei normaler Nutzung durch einen Durchschnittsfahrer in weiter Ferne liegt.

Negativ an Carbon ist definitiv der Umweltaspekt, denn was passiert mit Carbon-Rahmen nach der Entsorgung? Eine wirtschaftlich sinnvolle Wiederverwertung scheint nahezu unmöglich zu sein und kein Hersteller hat bisher ein schlüssiges Konzept für das Recycling alter Carbonrahmen auf den Tisch legen können. Zudem sind Carbon-Rahmen besonders empfindlich, wenn es um Belastungen außerhalb der Betriebsspezifikationen geht. Einmal beherzt aufs Oberrohr gesetzt und es kann durch sein. Ein Steinschlag kann genügen, damit die Carbonlagen in diesem Bereich delaminieren und ihre Tragkraft einbüßen. Das Ganze ist dazu auch noch oft nicht mit bloßem Auge feststellbar. Passt auf eurer Carbon-Rad also ganz besonders gut auf.

Chris Boardman ist ein Fan der Integration am LOOK 795 Aerolight. Nur Carbon kann in solche Formen gebracht werden. Das sollte man beachten, wenn man sich ein neues Rennrad kaufen will.
Aluminium oder Titan

Aluminium-Räder gehören oft zu den günstigeren Modellen. Es ist es aber inzwischen möglich, Alu-Räder zu bauen, die fast genauso leicht und gleichzeitig steif sind, wie Carbon-Bikes. Meistens findet man Alu-Rahmen aber in Zusammenhang mit Einsteiger-Bikes. Diese Rahmen sind alles andere als schlecht. Im Gegenteil. Einige Einsteiger-Bikes bieten bereits fantastische Features und Fahreigenschaften.

Auch die Rahmen von Gravel-Bikes bestehen meistens aus Aluminium. Toll ist außerdem, dass sich Alu-Räder gut recyclen lassen und sehr langlebig sind. Die zwei häufigsten Nachteile sind leider schlecht verarbeitete Schweißnähte und das meist höhere Gewicht im Vergleich zu Carbonrahmen.

Titan ist edel, nahezu unzerstörbar und vor allem leicht. Es gibt aber nicht viele Hersteller, die sich an das Material heran wagen. Das mag auch an der extrem aufwändigen Verarbeitung von Titan liegen.

Sicherlich aber auch an den daraus resultierenden extremen Kosten für ein Titan-Bike. Man darf dabei aber nicht vergessen, dass ein Titan-Bike etwas für die Ewigkeit ist. So ist der größte Nachteil von Titan-Rennrädern sicherlich der Kostenfaktor. Je nach körperlicher Verfassung könnte der extreme Steifigkeitsgrad eines Titan-Renners aber auch für Probleme sorgen.

Stahl und andere Materialien

Wo die Rennräder früher noch aus Stahl waren, sind inzwischen Carbon und Alu vorherrschend. Stahlboliden sind aber nach wie vor beliebt. Vor allem bei Retro-Fans geht oft nichts über einen Stahlrahmen. Hergestellt werden Stahlrahmen aber nicht mehr häufig.

Ein weiterer aufstrebender Baustoff ist Holz. Holz-Räder sind im City- und Alternativen-Rad-Bereich sicher ein Thema, aber ein Rennrad aus Holz findet wohl nicht so viele Fans. Oder?

Stahlrenner sind in Sachen Lifestyle voll im Trend.

Zwischenfazit zur Materialwahl

Alles in Allem geht es in Sachen Material am meisten um den Einsatzbereich und den Geldbeutel. Bei den meisten Einsteigern wird es wohl auf ein Alu-Rennrad heraus laufen und bei etwas ambitionierteren Rennradkäufern wird es ein Carbon-Renner.

Wer sich ein neues Rennrad kaufen will, sollte den Faktor Rahmen- und Gabel-Material auf jeden Fall mit einberechnen.

Shimano, Campagnolo, Sram oder Rotor? Welche Rennrad-Gruppe soll es sein?

Die Wahl der richtigen Gruppe ist ab einem gewissen Level der Leidenschaft eine sehr emotionale Frage. Vor allem Shimano und Campagnolo und deren Fans liefern sich seit Jahren einen Wettstreit über die beste Top-Gruppe. Ob nun Shimanos Dura Ace Di2 oder Campagnolos Super Record EPS besser ist, wagen wir nicht zu beurteilen. Allerdings macht es einen Unterschied, ob man eine elektronische oder mechanische Schaltung fährt. Wo die elektronische Schaltung nur noch einen Knopfdruck braucht, will die mechanische etwas mehr Druck und Aufmerksamkeit. Dafür bietet das einigen Fahrern mehr Gefühl fürs Bike, wie sie behaupten. Eine elektronische Gruppe ist auf jeden Fall vom Akku abhängig. Der sollte also regelmäßig geladen werden.

Sram und Rotor bieten mit der Sram Red eTap und der Rotor Uno sehr interessante Alternativen. Vor allem der spanische Hersteller Rotor wird uns in Zukunft noch mit vielen interessanten Produkten versorgen. So gehen auch ovale Kettenblätter auf das Konto von Rotor. Viele Profis und Jedermänner schwören auf ovale Kettenblätter.

Die 105er Gruppe macht sich auf dem Fuji Jari 1.3 sehr gut.

Wenn man sich als Einsteiger ein neues Rennrad kaufen will, so wird es vermutlich auf eine Shimano 105er oder Sram Red herauslaufen. Das ist sowohl eine Kosten- als auch eine Einsteigerfreundlichkeitsfrage.

Auch wenn die Sram Red der 105er von Shimano überlegen ist, gibt es viele Fahrer, die auf Shimano schwören. Shimano ist und bleibt ein Begriff der mit Qualität und Langlebigkeit in Verbindung gebracht wird. Hier kann man mit beiden Gruppen nichts falsch machen.

Wir empfehlen für Einsteiger mindestens eine Shimano 105er. Shimanos Einsteigergruppe ist ausgereift und besser als ihr Ruf in der Rennradszene. Andere Gruppen sind deshalb für den Anfang nicht schlechter, aber mit einer 105er kann man zu einem günstigen Preis lange Freude am Rennradfahren haben.

Rennrad kaufen und die richtigen Laufräder

Für Einsteiger müssen es definitiv keine Carbon-Laufräder sein. Hier reichen gute Alu-Modelle von Fulcrum oder anderen Herstellern auf jeden Fall aus. Mavic gehört mit DT-Swiss zu den führenden und beliebtesten Anbietern. Aber auch Edelmarken wie die deutsche Firma Lightweight sind einen Blick wert. Wiederum andere Fahrer schwören auf Easton-Laufräder beim Rennrad-Kauf.

Wir wollen uns auch hier auf keine Marke festlegen. Wichtig ist nur, dass Anfänger am besten mit Alu-Laufrädern beginnen. Deren Qualität ist mittlerweile auf hohem Niveau und sie sind wesentlich unempfindlicher als ihre Carbonpendants. Fortgeschrittene Fahrer sollten möglichst viele Laufräder in Kombination mit verschiedenen Reifen ausprobieren, um feststellen zu können, welche Paarung ihren Ansprüchen an Leichtigkeit, Stabilität, Aerodynamik und Seitenwindempfindlichkeit am besten passt.

Die richtigen Laufräder für den richtigen Einsatzzweck. Die Profis auf der Tour de France 2017 haben es natürlich wieder mal vorgemacht. Das Thema solltest du beim Rennradkauf aber auf jeden Fall beachten. (Foto: Arian Schlichenmayer)

Scheibenbremse oder Felgenbremse?

Wir von Roadcycling.de schlagen uns definitiv auf die Seite der Scheibenbremse. Die Bremswirkung und -dosierung ist einfach deutlich besser, als bei einer Felgenbremse und die Sicherheit damit höher. Einige Räder (vor allem auch Aero-Bikes) bieten die Disc-Version aber noch nicht, obwohl Hersteller wie BH Bikes mit ihrem exklusiv auf Scheibe bremsenden Aerorenner G7 letztes Jahr für Furore sorgten.

Gerüchte, die Scheibenbremse könne heiß werden, schmelzen und sogar ihre Bremskraft verlieren sind vollkommener Blödsinn. Es ist zwar richtig, dass vor vielen Jahren konservative Fachmedien entsprechend präparierte Pseudo-Tests durchgeführt haben, aber inzwischen ist bekannt, dass das eine beabsichtigte Schädigung der Disc sein sollte. Wer die populären 140er-Scheiben fährt, sinnvollerweise vorne sogar eine 160er, der wird auch auf längeren Abfahrten keine Bremsprobleme kriegen, sofern er – und das sollte man selbstverständlich auch bei Felgenbremsen nicht machen – die Bremsen nicht permanent schleifen lässt. Kurven sollten angebremst werden, nach der Kurve lässt man laufen, so kriegen die Bremsen eine Kühlpause.

Über den Look von Scheibenbremsen am Rennrad lässt sich streiten. Aber Sicherheit geht unserer Meinung nach definitiv vor Style. Übrigens: Scheibenbremsen schneiden auch keine Schuhe auf. Auch das gehört ins Reich der Falschmeldungen.

Fakt ist aber, dass die Scheibenbremse sowohl mehr, als auch besser dosierbare Bremswirkung liefert, und sie ist bei Regen und Carbon-Felgen die bessere Wahl. Zum Glück sind Scheibenbremsen am Rennrad nicht mehr so teuer und immer mehr Hersteller offerieren Bikes mit entsprechenden Bremssattelaufnahmen am Rahmen.

Die Disc hat bei nahezu jedem Hersteller Einzug gehalten und dominiert inzwischen den Bremsenmarkt. Wer sich ein neues Rennrad kaufen will, fährt mit einer Scheibenbremse besser. (Foto: George Scott)

Individuelle Faktoren beim Rennrad kaufen

Wenn es darum geht ein neues Rennrad zu kaufen, geht es auch immer um individuelle Faktoren wie Größe, Gewicht, Fahrverhalten, Erfahrung und vieles mehr. Der lokale Radhändler kann bei diesen Punkten natürlich beraten, doch wichtig ist es, dass man sich auf dem Rad gut fühlt.

Wir können nur sagen: Testet so viele Rennräder wie möglich und macht euch mit den verschiedenen Sätteln, Lenkern und der jeweiligen Rahmengeometrie bekannt. Wir testen auf roadcycling.de jede Woche neue Rennräder und berichten euch von den Vor- und Nachteilen der Bikes.

Ganz besonders wichtig sind aber die Rahmengröße und Sitzposition. Wenn ihr genau wissen wollt, worauf es dabei ankommt, solltet ihr euch über das Thema Bike-Fitting schlau machen. Ein sportlicher Fahrer braucht nämlich eine andere Sitzposition und eventuell auch Rahmengröße als ein Fahrer, der eher komfortabel unterwegs sein will.

Fazit zum Thema Rennrad kaufen

Wenn du dir ein neues Rennrad kaufen möchtest, gibt es natürlich noch mehr Punkte zu beachten, wie oben erwähnt. Schreibe uns deine besten Tipps in die Kommentare unter den Artikel. Wir freuen uns auf deine Ergänzungen und bauen diese dann ein.

Alles in allem macht es in erster Linie unheimlich viel Spaß, sich ein neues Rennrad zu kaufen. Wenn du weißt, wozu du das Rad brauchst und wohin es für dich als Fahrer gehen soll, kannst du schon vieles vorweg planen. Allerdings haben die meisten Rennradfahrer nicht umsonst mehr als ein oder zwei Rennräder im Haus. Normalerweise bekommt die Rennradfamilie schnell Zuwachs und das Thema Rennrad kaufen fängt schnell wieder von vorne an.

Bei uns findest du täglich alles rund ums Rennrad. Folge uns auf Facebook und schau regelmäßig bei uns auf der Seite vorbei. Wir freuen uns auf dich!

Nicht nur Marcel Kittel würde sich nun freuen! Ihr habt den Artikel durch und wir freuen uns nun auf eure Kommentare und Erweiterungen zum Thema Rennrad kaufen. (Foto: Sirotti)
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