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Das Fuji Jari 1.3 ist der Gavel-Bike-Alleskönner 2017.

Rennrad-Test

Fuji Jari 1.3: Gravel-Bike mit Allrounder-Attitüde

Das Fuji Jari ist das neueste und ziemlich vielversprechende Rad von Fuji im Gravel-Bereich. Gravel-Bikes liegen voll im Trend und so ist es nicht verwunderlich, dass auch ein so prestigeträchtiger Radbauer wie Fuji mit dem Jari das Gelände erobern will.

UPDATE: Das Fuji Jari kommt 2021 in überarbeiteter Version. Mehr dazu weiter unten im Artikel!

Eines vorweg: Fuji hat mit dem Jari nahezu alles richtig gemacht. Dieses Gravel-Bike kommt als komplette Lösung für Pendler, Crosser und vor allem Radreisende daher. Wir hatten das Fuji Jari 1.3 in satingrün für mehr als zwei Monate im Intensivtest und sind wirklich überzeugt.

Das Fuji Jari verträgt nicht nur viel Ladung, es bleibt zudem stets wendig und kontrolliert zu fahren. Es macht Spaß, ganz bewusst den Asphalt zu meiden und über Stock und Stein zu düsen. Fuji hat bei der Entwicklung an vieles gedacht. Die Bremsleistung ist mehr als gut und das Gravel-Rad lässt sich auch auf langen Strecken komfortabel fahren.

Dieses Bike ist wieder mal ein Beweis dafür, dass es nicht immer eine große und bekannte Marke sein muss. Fuji zeigt mit dem Jari erneut, wie man tolle Räder baut.

Das Fuji Jari 1.3 überzeugt in vielen Bereichen.
Das Fuji Jari 1.3 überzeugt in vielen Bereichen.

Fuji Jari 1.3 – die Technik des Gravel-Bikes

Was ist alles in unserem Testrad verbaut? Der Rahmen des Jari ist aus hochwertigem Aluminium und die Gabel aus Carbon. Das macht aus dem Fuji Jari ein stabiles und vor allem nicht zu schweres Rad. Dank der Komponenten von Oval bewegen wir uns bei diesem Gravel-Bike in jeder Hinsicht auf einem hohen Niveau.

Eines der zahlreichen Highlights des Fuji Jari 1.3 sind die Sattelstreben. Dank ihrer Form und der ausgefuchsten Idee dahinter fährt sich das Jari auch über lange Distanzen sehr bequem. Vorne und hinten kommen Steckachsen zum Einsatz. Das Routing ist geschmeidig gelöst und hochwertig intern umgesetzt. Es klappert nichts und vor allem in Sachen Beladung des Gravel-Bikes, ist es sinnvoll die Kabelführung intern zu haben.

Gehen wir doch in Sachen Rahmen und Gabel einmal etwas ins Detail. Wir haben hier einen A6-SL Rahmen aus (wie sollte es anders sein) Aluminium. Die Geometrie des Gravel-Rahmens ist relativ entspannt gehalten. Das macht durchaus Sinn in Hinblick auf längere Touren mit dem Fuji Jari. Bei der Gabel handelt es sich hingegen um eine FC-440-Cross-Gabel die nicht nur für Stabilität, sondern vor allem für ein tolles Fahrgefühl sorgt.

Die Geometrie des Fuji Jari bietet Komfort satt.
Die Geometrie des Fuji Jari bietet Komfort satt.
Das Gravel-Bike wird von einer Shimano 105er-Gruppe angetrieben.
Das Gravel-Bike wird von einer Shimano 105er-Gruppe angetrieben.

Das Fuji Jari 1.3 wird von einer 11-fachen Shimano 105er-Gruppe angetrieben, die sich perfekt auf dem Bike macht.

Mit etwa 9,8 Kilogramm ist das Fuji Jari 1.3 sicher nicht das leichteste Rad unter dem Radsporthimmel, aber das muss und darf es auch nicht sein. Hier geht es um Stabilität, Komfort und vor allem das tolle Fahrgefühl – auch im beladenen Zustand. Diese Kriterien kann Fuji mit seinem Gravel-Bike super erfüllen.

Natürlich kommt ein gutes Gravel-Bike mit starken Discs daher.
Natürlich kommt ein gutes Gravel-Bike mit starken Discs daher.
Die 105er Gruppe macht sich auf dem Fuji Jari 1.3 sehr gut.
Die 105er Gruppe macht sich auf dem Fuji Jari 1.3 sehr gut.
Für gute Kraftübertragung ist gesorgt.
Für gute Kraftübertragung ist gesorgt.

Praxistest des Fuji Jari

Das Fuji Jari 1.3 hat sich als zuverlässiger Partner auf nahezu jedem Untergrund präsentiert. Wir fuhren das Rad sowohl im beladenen, als auch im nichtbeladenen Zustand. Vor allem bei längeren Touren fühlten wir uns stets sicher und gut auf dem Rad. Auf Kies entfaltet das Gravel-Rad seine volle Power. Wir kamen schnell vorwärts. Antriebskräfte werden gut übertragen und wir saßen immer bequem.

Sehr gut gefallen haben uns die drei Halterungen für Flaschen und die Vielseitigkeit des Rads. Egal ob Gravel-Rennen oder Bikepacking-Touren – das Fuji Jari 1.3 hat immer abgeliefert. Daran merkt man auch, wie viel Erfahrung ein Hersteller wie Fuji hat. Die Jungs und Mädels wissen genau, was sie tun und wir sind froh, dass wir das Jari so lange testen durften.

Auf einer unserer Gravel-Touren entpuppte sich das Rad als echter Alleskönner. Wir mussten kurzfristig umpacken und eine deutlich anspruchsvollere Route wählen. Hier war dann vor allem die Bremsleistung gefragt und zum Glück zogen die Discs entsprechend an.

Wir verwendeten das Rad auch zum alltäglichen Pendeln. Egal bei welchem Wetter und vor allem im Stadtverkehr: Das Jari war immer stabil, antrittsstark und überraschend wendig.

Oval liefert die passenden Komponenten.
Oval liefert die passenden Komponenten.
Die speziell geformten Sattelstreben, sind mitunter für den Komfort und die guten Fahreigenschaften verantwortlich.
Die speziell geformten Sattelstreben, sind mitunter für den Komfort und die guten Fahreigenschaften verantwortlich.
Das interne Routing ist beim Fuji Jari 1.3 sehr gut gelungen.
Das interne Routing ist beim Fuji Jari 1.3 sehr gut gelungen.

Gravel-Bike-Power – Preise und Modelle des Fuji Jari

Zur Verfügung stehen in Deutschland das Fuji Jari 1.1, 1.3 und 1.7. Preislich beginnen wir bei 1299 Euro mit dem 1.7er Jari (Tiagra 2×10) und gehen über 1999 Euro für das 1.3 (105er 2×11). Das Topmodell Fuji Jari 1.1 kostet dann 2999 Euro (Force 2×11). Dadurch ist das Fuji Jari verhältnismäßig bezahlbar im Vergleich zu dem einen oder anderen Konkurrenten im Gravel-Bike-Bereich.

Von Größe XXS bis XXL ist bei Fuji alles zu haben und jedes Modell kommt mit Alu-Rahmen und Carbon-Gabel zu seinem neuen Besitzer. Natürlich variieren die Ausstattungen preistypisch.

Tipp: Alles zum Thema Rennrad kaufen liest du hier!

Die drei Slots für Flaschenhalter sind ein tolles Feature.
Die drei Slots für Flaschenhalter sind ein tolles Feature.
Es wurde an vieles gedacht. Hier zum Beispiel an Schutzelemente für den Rahmen.
Es wurde an vieles gedacht. Hier zum Beispiel an ein gummiertes Polster zum komfortablen und sicheren Schultern des Bikes.
Natürlich dürfen Aufnahmen für ......
Natürlich dürfen Aufnahmen für …
.... weiteres Equipment bei einem guten Gravel-Bike nicht fehlen.
… weiteres Equipment bei einem guten Gravel-Bike nicht fehlen.

Fazit zum Fuji Jari 1.3

Das Fuji Jari 1.3 ist ein tolles Gravel-Bike, das wirklich Spaß macht. Es passen schöne, breite Reifen drauf; drei Getränkehalter und ein sehr effizientes Bremssystem haben uns überzeugt. Im Fahrverhalten zeigte das Jari keine Schwäche und wir haben uns immer wieder auf eine Ausfahrt mit Fujis Gravel-Waffe gefreut.

Einzig und allein das Design der Sattelstützen war für einige Leute etwas gewöhnungsbedürftig. Wir haben mit vielen Menschen gesprochen, während wir auf unseren Touren waren und in diesem Punkt stießen wir auf geteilte Meinungen. Wir sind vom Design allerdings überzeugt und fühlten uns jeden Kilometer ausgesprochen wohl. Der letzte und in unseren Augen sehr wichtige Punkt ist die Farbe. Wo andere Hersteller manchmal etwas geizen, bewies Fuji mit dem Satingrün Mut und das gefällt uns. Wir lieben die Farbe und hoffen, Töne wie diesen in Zukunft noch häufiger zu sehen.

Mehr Infos zum Gravel-Bike Fuji Jari 1.3 gibt es direkt beim Hersteller.

UPDATE: Neues Jari für 2021

Für das Modelljahr 2021 hat Fuji die 1er-Serie des Gravel-Renners neu aufgelegt. Der Rahmen des Jari 1.1 sowie des 1.3 wurde dafür in einigen Details überarbeitet. So ist in der neuesten Version der Ansatz der Kettenstrebe in das Sitzrohr abgesenkt worden und erlaubt dadurch mehr Flex im Hinterbau. Außerdem wurde der Steuerrohrwinkel im Vergleich zum Vorgänger etwas abgeflacht und sorgt so für erhöhte Geradeauslaufstabilität, besonders auf unebenen Streckenabschnitten. Darüber hinaus können nun dank größerer Reifenfreiheit bei Bedarf noch breitere Reifen aufgezogen werden. Erstmals lassen sich am neuen Jari auch Dropper-Posts verwenden, also hydraulisch höhenverstellbare Sattelrohre.

Das Fuji Jari 1.1 wurde für das Modelljahr überarbeitet. Deutlich zu sehen: die nach unten versetzte Sattelstrebe. Bild: Fuji
Das Fuji Jari 1.1 wurde für das Modelljahr überarbeitet. Deutlich zu sehen: die nach unten versetzte Sattelstrebe. Bild: Fuji

Nicht verändert hat sich, dass der Rahmen zahlreiche Befestigungspunkte für Flaschenhalter, Gepäckträger und Schutzbleche aufweist. Am Oberrohr befinden sich Ösen, an denen man eine von Fuji vertriebene Oberrohrtasche montieren kann, die ganz nach japanischer Tradition „Bento Box“ heißt.

Bild: Fuji
Bild: Fuji

Das Fuji Jari 1.1 kommt im Modelljahr 2021 mit einer GRX-RX810-Gravelgruppe von Shimano (2×11), wiegt nach Herstellerangaben 10,32 Kilogramm und kommt zu einem UVP von 2.259 Euro in die Läden.
Für 1.639 Euro gibt es 2021 das Jari 1.3, das mit einer SRAM Apex 1×11 ausgestattet ist.

Bild: Fuji
Bild: Fuji

Noch etwas preisgünstiger gelingt der Gravel-Einstieg mit der 2er-Serie des Fuji Jari. Im Vergleich zum Rahmen der 1er-Serie, dessen abgesenkte Kettenstrebe für einen insgesamt kürzeren Hinterbau sorgt, ist die günstigere Variante etwas weniger spritzig mit Blick auf das Fahrgefühl. Zudem konnte durch die Wahl entsprechender Komponenten bei der Einsteigerversion etwas an der Preisschraube gedreht werden. So ruft Fuji für das Jari 2.1 LTD, bei dem die zusätzliche Ausstattung mit Licht, Gepäckträger und Schutzblechen zum Lieferumfang zählt, 1.589 Euro auf, während das Jari 2.5 preislich bei 1.029 Euro liegt.

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Beim Fuji Jari 2.1 LTD zählen Licht, Gepäckträger und Schutzbleche zur Ausstattung | Foto: Fuji

Bei allen Modellen stehen die Rahmengrößen 48, 52, 54, 55,5, 57,5 und 60 cm zur Verfügung.

Bilder: Arian Schlichenmayer
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