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Profi-Radsport

6 Vorhersagen für die Radsport-Saison 2016

Wir wagen einen Blick in die Kristallkugel und sagen euch, was dieses Jahr so alles passieren könnte.

Die Feiertage liegen hinter uns und das neue Jahr hat begonnen. Mit der Tour Down Under startete nun auch die World Tour in eine neue Runde. Viele Fahrer haben im Winter zu neuen Teams gewechselt. Über die wichtigsten Transfers haben wir euch ja bereits informiert. Wir dürfen uns also auf eine spannende Radsport-Saison 2016 freuen. Was dieses Jahr so alles passieren könnte, hat uns ein vorsichtiger Blick in die frisch polierte Kristallkugel verraten.

Letztes Jahr konnte Chris Froome die Tour de France zum zweiten Mal gewinnen. Wird er dieses Jahr in Paris erneut triumphieren können? (Foto: Sirotti)

Für viele wird die Radsport-Saison 2016 das Ende einer Ära einleuten. Einige große Namen werden sich nach dieser Saison aus dem Profisport zurückziehen und den wohlverdienten Ruhestand antreten. Andere werden dieses Jahr hingegen alles geben und versuchen, ihren großen Durchbruch zu schaffen.

Im Juli wartet bei der 2016er-Ausgabe der Tour de France eine gut ausbalancierte Route auf die Fahrer. Chris Froome wird mit einem einzigen Ziel in das World-Tour-Event starten – dem dritten Sieg in vier Jahren. Kurze Zeit später werden die Augen der Welt dann auf Rio de Jaineiro gerichtet sein, wo die Olympischen Spiele 2016 ausgetragen werden.

Anderswo wird Lizzie Armitstead in den Regenbogenfarben der Weltmeisterin in die neue UCI Womens World Tour starten.

Welche Fahrer werden also am Ende der Radsport-Saison 2016 zu den Gewinnern und welche zu den Verlierern gehören? Hier sind unsere Vorhersagen für das laufende Jahr!

Die Frühlings-Klassiker – Boonen vs. Cancellara: das letzte Kapitel

Liegen die Tour Down Under, Paris-Nizza und Tirreno-Adriatico erst einmal hinter uns, wird das Tempo angezogen und die Radsport-Saison 2016 startet in die Frühlingsklassiker. Für Fabian Cancellara wird es die letzte Saison sein, bevor er sein Profi-Trikot in den Schrank hängt. Wir dürfen uns also auf ein letztes Kräftemessen mit seinem Rivalen, Tom Boonen, freuen.

Peter Sagan könnte die Abschiedsparty von Fabian Cancellara bei den Frühlings-Klassikern noch interessanter und spannender machen. (Foto: Sirotti)

Tom Boonen wird mit einem Sieg bei Kuurne-Brüssel-Kuurne alle Zweifel über seine Fitness aus dem Weg räumen. Aber auch Fabian Cancellara wird zeigen, was noch in ihm steckt. Nachdem E3 Harelbeke 2015 nach einem Sturz für ihn vorbei war, wird er bei der 2016er Ausgabe mit einem Sieg glänzen.

Geraint Thomas von Team Sky wird sich auf die bevorstehenden Etappenrennen konzentrieren und bis zum Sommer in Topform sein. Luke Rowe und Ian Stannard werden die britische Flotte anführen.

Fabian Cancellaras Hoffnungen auf den großen Jubel am Ende der Flandern-Rundfahrt werden von Peter Sagan zerstört. Der Weltmeister wird sich mit einem Sieg im Regenbogentrikot ein Denkmal setzen.

John Degenkolb wird zunächst Gent-Wevelgem für sich entscheiden. Im Anschluss wird er sich als Favorit der Titelverteidigung im Eintagesklassiker, Paris-Roubaix, widmen. Es wird aber Alexander Kristoff sein, der Fabian Cancellara hier knapp hinter sich lässt und am Ende den obersten Platz auf dem Podium einnimmt.

Der Giro d’Italia – Team Sky wird dominieren

Die vielen Rekrutierungen von Team Sky in der Winterpause werden, dank Michal Kwiatkowskis Sieg bei Lüttich-Bastogne-Lüttich, bereits erste Früchte getragen haben, noch bevor das erste Grand-Tour-Rennen der Saison ausgetragen wird – der Giro d’Italia.

2015 fuhr Mikel Landa beim Giro d’Italia für Astana auf das Podium. Nach seinem Wechsel zu Team Sky hat er dieses Jahr die Möglichkeit, für sich selber einen Podiumsplatz einzufahren. (Foto: Sirotti)

Mikel Landa ist der nächste Neuzugang im Sky-Team, der im Mai, mit einem Sieg beim Giro d’Italia, auf sich aufmerksam machen wird. Was in Italien auf die Fahrer zukommt, zeigt unser Artikel „Giro d’Italia 2016: alle Etappen vorgestellt“.

Nachdem für den Heimfavoriten, Vincenzo Nibali (Astana), nach einem Sieg bei Tirreno-Adriatico auch bei der Italien-Rundfahrt alle Zeichen auf Sieg stehen, wird Mikel Landa uns eines Besseren belehren. Mit einer starken Vorstellung am finalen Wochenende wird er sowohl in Risoul als auch in Sant Anna di Vinadio als erster durchs Ziel rollen und Team Sky so den ersten Giro-Sieg bescheren.

Sir Dave Brailsfords Gelübte, Team Sky bis an die Weltspitze zu führen, nimmt Gestalt an und alle Augen werden auf Chris Froome gerichtet sein, wenn er sich daran macht, zum dritten Mal in vier Jahren die Tour de France für sich zu entscheiden.

Die Tour de France und der letzte Auftritt von Alberto Contador

Froome wird zur Tour de France hin immer stärker und fährt beim Criterium du Dauphine zum dritten Mal in seiner Karriere bis ganz nach oben auf das Podium. Team Sky scheint nahezu unschlagbar, wenn die Frankreich-Rundfahrt am 2. Juli in Mont-Saint-Michel in die nächste Runde geht.

Alberto Contador wird 2016 zum letzten Mal an der Tour de France teilnehmen. (Foto: Sirotti)

Bei seiner letzten Tour de France wird Alberto Contador noch einmal unter Beweis stellen, warum er als größter Grand-Tour-Fahrer seiner Generation gehandelt wird.

Chris Froome und Geraint Thomas werden zunächst die Nase vorn haben. Mit einer beeindruckenden Vorstellung wird Alberto Contador dann allerdings den Spieß umdrehen und auf dem Mont Ventoux als erster durchs Ziel fahren.

Nairo Quintana, Fabio Aru und die beiden BMC Racing Fahrer, Tejay van Garderen und Richie Porte werden bis zuletzt ebenfalls eine wichtige Rolle bei der Tour de France 2016 spielen. Es wird eine der engsten Frankreich-Rundfahrten der letzten Jahre werden.

Wenn es ans Eingemachte geht, wird sich die Erfahrung allerdings durchsetzen. Am vorletzten Renntag wird Alberto Contador sich das gelbe Trikot holen und es nicht mehr hergeben.

Die Olympischen Spiele in Rio und die Jagd auf die Medaillen

Obwohl Chris Froome bei der Tour de France hart arbeiten muss, um sich einen Platz auf dem Podium zu sichern, müssen die britischen Fans im Anschluss nicht lange auf einen Grund zum Feiern warten.

Geraint Thomas hat das Potential in Rio für Goldmedaillen zu sorgen. Er wird dort auf der Straße versuchen, seine beste Leistung abzurufen. (Foto: Sirotti)

Liegt die Tour de France erst einmal in der Vergangenheit, werden alle Augen auf die Olympischen Spiele in Rio de Jaineiro gerichtet sein. Lizzie Armitstead wird dort aber ein weiteres Mal das nachsehen haben. Stattdessen wird es die wieder topfitte Marianne Vos sein, die das Straßenrennen der Frauen für sich entscheidet. Beim Straßenrennen der Männer wird es dann aber auch für Großbritannien eine Goldmedaille geben.

Geraint Thomas wird seine Enttäuschung von der Tour de France in Rio in Jubel verwandeln. Auf dem finalen Aufstieg in Vista Chinesa wird er sich von einer starke Führungsgruppe absetzen. Der Spanier, Alejandro Valverde, wird die Verfolgung aufnehmen, kommt aber nicht mehr an Thomas heran, nachdem dieser ein weiteres Mal beschleunigt. Geraint Thomas bekommt Gold und versetzt Britannien in Partystimmung.

Rio 2016 – die Briten und Bradley Wiggins dominieren

Nachdem in den Straßenrennen bereits die ersten Medaillen verteilt wurden, starten dann auch die Bahnradfahrer in den Wettbewerb. Einer von ihnen ist Bradley Wiggins, der schon im Vorfeld die Schlagzeilen zu den Olympischen Spielen bestimmt hat.

Bradley Wiggins hofft, Großbritannien in Rio de Janeiro zur Goldmedaille in der Mannschaftsverfolgung führen zu können. (Foto: Michael Poole)

Bradley Wiggins reist mit der Absicht nach Rio, Britanniens erfolgreichster Olympionike aller Zeiten zu werden. Auf dem Weg dorthin wird er, nach der Wiedervereinigung mit Mark Cavendish, bereits im Februar den Madison-Titel in London einfahren.

Cavendishs Traum, seiner beeindruckenden Erfolgsbilanz eine Olympische Medaille hinzuzufügen, wird jedoch zerschlagen, da Ed Clancy ihm seinen Podestplatz wegschnappt. Bradley Wiggins wird sich allerdings nicht von der Spitze verdrängen lassen.

Wiggins und Clancy werden das britische Quartet in der Mannschaftsverfolgung zum Sieg führen und auch die britischen Radsportlerinnen werden in dieser Disziplin mit Gold belohnt, nachdem sie die Australierinnen im Finale knapp geschlagen haben.

Die UCI Womens World Tour – Lizzie Armitstead wird jubeln

Nachdem Laura Trott bei den Olympischen Spielen in Rio de Jaineiro zwei Mal Gold holen konnte, ist jetzt Lizzie Armitsteads Zeit gekommen.

Was dazu gehört, in Katar zu gewinnen, weiß Lizzie Armitstead nur zu gut. Hier feiert sie gerade ihren Sieg. Die UCI Straßenweltmeisterschaften 2016 werden ebenfalls in dem Emirat ausgetragen. (Foto: Bruno Bade/ASO)

Nachdem Marianne Vos Lizzie Armitstead den ersehnten Erfolg bei den Olympischen Spielen in Rio zunichte gemacht hat, wird die Yorkshirerin umso stärker wiederkommen.

Mit dem zweiten Sieg beim Grand Prix de Plouay-Bretagne in Folge, beendet die Britin den Monat in Topform und fährt auch bei der ersten UCI Womens World Tour bis an die Spitze der Weltrangliste.

Und es wird sogar noch besser kommen. Mit dem Sieg bei der Ladies Tour 2015 in Katar im Gepäck, reist Armitstead als Titelverteidigerin zur Weltmeisterschaft nach Doha, wo sie ebenfalls triumphieren wird. Sie wird somit die erste Britin sein, die zwei Weltmeistertitel in Folge gewinnen konnte.

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