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Reise & Trainingslager

Die Pyrenäen – der große Reiseratgeber

Von Übernachtungsmöglichkeiten bis zu den Strecken, die du nicht verpassen darfst: In unserem Pyrenäen-Ratgeber findest du viele Tipps für deine Reise mit dem Rennrad!

Neben den Alpen bieten die Pyrenäen eine der größten Herausforderungen für Radfahrer in Europa. Mit Anstiegen, die oft härter sind, als ihre Artgenossen in den Alpen, und mit einem Klima, das dank der Lage auf der französisch-spanischen Grenze trockener und wärmer als in den Alpen ist, bieten die Pyrenäen eine einzigartige und herausfordernde Erfahrung.

Bekannt aus der Tour de France – und in manchen Jahren Teil der Vuelta Espana – sind die Pyrenäen einer der zwei Gebirgszüge, die auf der Reise nach Paris entscheidenden Einfluss auf das Gesamtklassement haben.

Übrigens – hier gibt es einen ähnlichen Ratgeberartikel zum Thema “Französische Alpen”:
Mit dem Rennrad in die Französischen Alpen – ein Leitfaden

Willkommen in den Pyrenäen! Foto: Sirotti

In den Pyrenäen warten spektakuläre Strecken auf dich und so manche von ihnen gehört auf die Liste der Dinge, die man als Rennradfahrer zumindest einmal im Leben gemacht haben sollte. Mit unserem Ratgeber bist du bestens auf die Reise vorbereitet!

Themen in diesem Artikel

– Wann ist die beste Zeit für eine Rennradreise in die Pyrenäen?
– Übernachtungsmöglichkeiten in den Pyrenäen
– Die Pyrenäen – so reist du an
– Die radsportlichen Highlights der Pyrenäen
– Pauschalreise oder selbst organisieren?
– Die Vorbereitung auf deine Pyrenäenreise – dein Rad, die Übersetzung und was du mitnehmen solltest
– Die Pyrenäen – schon gewusst?
– Events und Rennen in den Pyrenäen, die du mitmachen solltest

Die Pyrenäen sind jedes Jahr Teil der Tour de France. Foto: Sirotti

Wann ist die beste Zeit für eine Rennradreise in die Pyrenäen?

Die Pyrenäen liegen südlicher als die Alpen. Das sorgt dafür, dass das Klima etwas wärmer und trockener ist. Dennoch, das gilt für alle Gebrige, kann auch hier der Winter hart zuschlagen, besonders ab einer gewissen Höhe. Während die niedrigen Strecken meist das ganze Jahr über befahrbar sind, sieht es auf den Routen in der Nähe der Gipfel etwas anders aus.

Das bedeutet, dass du manche der höhergelegenen Straßen erst ab Juni befahren kannst, denn vor diesem Zeitpunkt sind Pässe wie der Col du Tourmalet, bei einer Höhe von über 2000 Metern, oftmals noch mit Schnee bedeckt. Die Tour de France findet im Juli statt und es ist selten, dass man dann noch Schnee vom Himmel rieseln sieht.

Wie in den Alpen erwartet dich das beste Wetter in den Sommermonaten Juni, Juli und August. Auch im September sind die Bedingungen für Rennradfahrer noch ausgezeichnet und darüber hinaus gibt es in diesem Monat auch noch weniger touristischen Straßenverkehr.

 

Die Pyrenäen erstrecken sich über Frankreich, Spanien, und wie hier zu sehen, Andorra. Foto: Tom Owen

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Die Temperatur im Sommer kann bis zu 40 Grad erreichen, aber, wie das beim Fahren in den Bergen so ist, du musst auf sich änderndes Wetter vorbereitet sein – wie zum Beispiel signifikant kälteres Wetter im Beriech der Gipfel. Der Temperaturunterschied auf diesen 2000 Metern kann ernsthafte Probleme verursachen, besonders wenn du durchgeschwitzt oben ankommst, eine Pause machst, feststellst, dass du auskühlst und die Abfahrt ohne zusätzliche, isolierende Kleidung angehen musst.

Übernachtungsmöglichkeiten in den Pyrenäen

Da die Pyrenäen zwischen Frankreich und Spanien liegen, gibt es mehr als genügend Übernachtungsmöglichkeiten. Von größeren Städten bis hin zu abgelegenen Dörfern ist alles dabei. Wir haben dir die besten Möglichkeiten aufgelistet.

So könnte dein Ausblick sein. Foto: Haute Route Pyrenees

Lourdes

Lourdes liegt am Fuße der Pyrenäen in der Midi-Pyrenäen-Region und erlaubt ebenfalls einen Zugang zum Hautacam. Die Cols du Aubisque, Soulor, Tourmalet und Luz-Saint-Saveur sind ebenfalls leicht erreichbar. Neben der Tatsache, dass man von hier aus die beliebtesten Strecken erreichen kann, ist Lourdes auch ein großes kulturelles Zentrum, wie auch eine Pilgerstätte für Katholiken – daher kann es oftmals wie eine klassische Touristenstadt wirken.

Pau

Pau ist eins der Haupteinfahrtstore in die Pyrenäen bei der Tour de France und wurde vom Rennen öfter als jede andere Stadt, bis auf Paris und Bordeaux, besucht. 2016 war es das 68. Mal.

Pau befindet sich westlich des Zentrums der Pyrenäen, in der Pyrenäen-Atlantiques-Region in Frankreich. Neben der guten Anbindung zu Aubisque und Soulor, hat Pau noch den zusätzlichen Vorteil von flachen Routen im direkten Umland und die Möglichkeit von Tagesreisen an die Küste.

Der unschuldig wirkende Anstieg des Hautacam erweist sich als Herausforderung für Fahrer jeglichen Trainingslevels. Foto: Media-24

Andorra

Andorra ist das Zuhause vieler Profifahrer, wie zum Beispiel Joaquim Rodriguez, da es mitten im Herzen der Pyrenäen liegt. Doch abgesehen vom Plateu de Beille, ist es nicht sonderlich nah an den anderen bekannten Routen der Tour de France, die meist westlich in der Hautes-Pyrenees-Region anzutreffen sind.

Dennoch gibt gerade auch das der Region ihren Charme. Die ruhigen Bergrouten sind deswegen aber nicht einfacher. Der Collada de Beixalis erreicht Steigungen bis zu 20 Grad, die Collada de la Gallina fordert auf 11 km bei 9 % Steigung ihren Tribut und das Els Cortals d’Encamp, das auch den finalen Abschnitt der brutalen La Purito beinhaltet, sind alle in unmittelbarer Nähe.

Vielha e Maijaran

Vielha e Maijaran liegt auf der spanischen Seite der Pyrenäen. Dennoch bietet die Gegend einen exzellenten Anschluss an die Bagnères-de-Luchon, wie auch die Route Le Pla d’Adet.

Als vom Tourismus relativ wenig berührte Region, ist Vielha e Maijaran ideal für Leute, die dem Tempo des Alltags entkommen und nebenbei spanische Kultur erleben wollen.

Lust auf Radklettereien? In den Pyrenäen gibt es dafür zahlreiche Möglichkeiten. Foto: Media-24

Girona

Wer sagt, dass du immer direkt in den Bergen stationiert sein solltest? Girona, ebenfalls sehr naturbelassen, ist das Zuhause vieler weiterer Profifahrer, dank der angenehmen Straßen, des traumhaften Wetters und der Vielfalt der Radsportmöglichkeiten der Gegend.

Die Vorgebirge der Pyrenäen sind zwar eine kurze Autofahrt entfernt, aber Girona bietet im direkten Umland mehr als genügend Möglichkeiten für Rennradfahrer. Von der Küstenausfahrt bis zu kleineren Anstiegen, die einen Vorgeschmack auf die großen Herausforderungen im Inland geben.

Die Pyrenäen – so reist du an

Die Pyrenäen sind leider nicht ganz so gut angebunden wie beispielsweise die Alpen. Die meisten größeren Städte, wie zum Beispiel Perignan und Bayonne, liegen an der Küste, relativ weit entfernt von den unter Rennradfahrern beliebten Anstiegen.

Die nächste Stadt mit Flughafen ist Toulouse und bietet sich durch ihre zentrale Lage am besten für die Anreise mit dem Flugzeug an. Auf der spanischen Seite der Pyrenäen befinden sich Girona und Barcelona, die aus Deutschland mit dem Flugzeug erreicht werden können und Zugang zu den zentralen und südlichen Pyrenäen bieten.

An umwerfenden Aussichten mangelt es in den Pyrenäen beileibe nicht! Foto: Haute Route Pyrenees

Die radsportlichen Highlights der Pyrenäen

Wie in den Alpen, gibt es auch in den Pyrenäen unzählige verschiedene Routen – von großen Etappen der Tour de France bis hin zu völlig unbekannten Schleichwegen. Wenn du unvorbereitet in den Pyrenäen aufschlägst, wirst du ob des Angebots mit größter Wahrscheinlichkeit nicht wissen, was du zuerst machen sollst. Wir haben ein paar Highlights heraus gesucht – und natürlich geht es bei denen stets bergauf.

Hautacam

Der Hautacam ist ein unglaublich harter Aufstieg. Die Strecke wechselt bis zum Gipfel pausenlos den Gradienten das macht es schwierig, sich in einen Rhytmus enzufinden. Während die Route insgesamt ein wenig kürzer ist, als viele andere Anstiege, sinkt die Steigung selten unter 8 % und erreicht drei Kilometer vor dem Gipfel 13 %.

Länge: 13,6 km
Durchschnittssteigung: 7,8 %
Höhendifferenz: 1.064 m

Col d’Aubisque

Der Col d’Aubisque hat eine lange Geschichte in der Tour de France und war 1910 zum ersten Mal Teil der Frankreichrundfahrt. Seit 1947 hatte das Rennen den Pass nicht weniger als 45 Mal im Inventar. Es ist in der Regel zwar keine Gipfelankuft, doch in 1971, 1985 und 2007 war auch das der Fall.

Echte Bergziegen können den Col d’Aubisque gleich mit dem Col du Soulor kombinieren. Foto: Mikel Ortega/Creative Commons

Es gibt zwei Aufstiege: vom Westen aus Laruns und vom Osten aus Argeles-Gazost. Bei letzterer Option musst du den Col du Soulor mitnehmen, was eine 30-km-Anstrengung bedeutet. Du kannst sogar die ruhigere Strecke Col des Bordères anbinden, wenn du es dir so richtig geben willst.

Westroute aus Laruns
Länge:
16,6 km
Durchschnittssteigung: 7,2 %
Höhendifferenz: 1.190 m

Ostroute aus Argelès-Gazost (mit Col du Soulor)
Länge:
30,1 km
Durchschnittssteigung: 4,1 %
Höhendifferenz: 1.247 m

Col du Tourmalet

Hier ist der Fakt, der dich am meisten interessieren dürfte: Der Col du Tourmalet ist mit 2.115 Metern der höchste Bergpass in der Region Hautes-Pyrenees und trägt den Spitznamen „The Terrible Mountain“. Viele Rennradfahrer träumen davon, den Tourmalet einmal im Leben zu bezwingen – und das nicht ohne Grund!

Der Col du Tourmalet steht bei einer Gipfelhöhe von 2115 Metern auf der Must-Do-Liste vieler Rennradfahrer.

Wenn schon der Aubisque häufiger Gast bei der Tour de France war, hebt der Tourmalet das Ganze auf ein neues Level, denn er war seit 1947 ganze 55 mal Teil der Tour de France und vor dem zweiten Weltkrieg gab es kaum ein Jahr, in dem er ausgelassen wurde.

Und so wie beim Aubisque gibt es auch hier zwei Aufstiegsmöglichkeiten. Einmal von Osten, aus Sainte Marie de Campan, und einmal von Westen aus Luz Saint Sauveur. Beide haben recht ähnliche Steigungswerte, die selten mehr als 10 % betragen, wie auch eine ähnliche Länge und wenn du eine knackige Herausforderung suchst, kannst du versuchen, beide Pässe an einem Tag zu bezwingen.

Wenn du am Gipfel des Col du Tourmalet angekommen bist, vergiss nicht, einige Erinnerungsfotos mit dem Jacques-Goddet-Denkmal und der Géant-du-Tourmalet-Skulptur zu machen!

Westroute aus Luz Saint Sauveur
Länge:
19 km
Durchschnittssteigung: 7,4 %
Höhendifferenz: 1.404 m

Ostroute aus Sainte Marie de Campan
Länge:
17,2 km
Durchschnittssteigung: 7,4 %
Höhendifferenz: 1.268 m

Der Peyresourde lohnt sich nicht nur wegen der fantastischen Aussichten. Foto: Media-24

Col de Peyresourde

Der Col de Peyresourde befindet sich in der Region Haute-Garonne und liegt fast exakt mittig zwischen dem Atlantischen Ozean und dem Mittelmeer. Seit 1947 war der Col de Peyresourde 45 mal Teil der Tour de France.

 

Der Anstieg aus dem Osten, aus Bagnères de Luchon, ist mit seinem sanfthügeligen Profil etwas für Genießer und Liebhaber schöner Aussichten. Die Durchschnittssteigung von 6,6 % lässt einem die Muße, hier und da die tolle Aussicht zu genießen.

Der Aufstieg vom Westen her ist bedeutend anspruchsvoller – und das, obwohl er nur etwa halb so lang ist. Wenn du von Avajan beginnst, bietet die Vegetation wenig Schutz, was bedeutet, dass die Elemente den Aufstieg zu einer echten Herausforderungen machen können.

Egal welchen Weg du nimmst, auf dem Gipfel wartet eine Crêperie auf geschundene Radfahrer. 1 Crêpe kostet 50 Cent, wer gleich 12 nimmt, zahlt 5 Euro. Wenn das den Aufwand nicht lohnt, wissen wir auch nicht mehr!

Westroute aus Armenteule
Länge: 8,3 km
Durchschnittssteigung: 7,6 %
Höhendifferenz: 629 m

Ostroute aus Bagnères de Luchon
Länge: 15,3 km
Durchschnittssteigung: 6,1 %
Höhenzuwachs: 939 m

Rafal Majka triumphierte bei der 2014er-Ausgabe der Tour de France auf dem Pla d’Adet. Foto: Sirotti

Pla d’Adet

Der Pla d’Adet war 1974 das erste Mal bei der Tour de France zu sehen. In seiner Hochphase in den 70er-Jahren wurde die Rampe von Ikonen wie Raymond Poulidor, Joop Zeotemelk und Lucien Van Impe bezwungen. Seitdem ist der Pla d’Adet seltener bei der Tour de France zu sehen. Das letzte Mal 2014, als sich Rafal Majka gegen seine Konkurrenten behaupten konnte.

Den Pla d’Adet erreicht man aus dem beschaulichen Dörfchen Vignec. Mit 10,7 km Länge bei 8 % Durchschnittssteigung ist die Strecke außerordentlich fordernd. Und es gibt keine Möglichkeit, sich langsam an die Belastung zu gewöhnen, denn schon am Einstieg begrüßt einen der Pass mit brutalen 12 %, bevor erwieder etwas flacher wird. Bei Kilometer 7 sorgt ein 800 Meter langes Plateau für eine kurze Verschnaufpause, anschließend zieht das Profil wieder an, um auf den letzten 700 Metern wieder zum Plateau abzuflachen.

Länge: 10,7 km
Durchschnittssteigung: 8 %
Höhendifferenz: 861 m

Pauschalreise oder selbst organisieren?

Es gibt zwei Arten, deinen Trip in die Pyrenäen anzugehen: Du kannst die Dienste eines Reiseveranstalters nutzen oder deine Reise selbst organisieren. Beide Optionen haben verschiedene Vor- und Nachteile.

Moderne Radcomputer machen die Navigation auf Reisen leichter denn je. Foto: Ingo Kruck

Ein Reiseveranstalter nimmt dir den Planungs- und Organisationsstress ab und bei deiner Ankunft ist schon alles geregelt. Vom Flug über das Hotel bis hin zum Mietfahrrad. Es gibt zahlreiche Angebote für viele Geschmäcker, aber der Nachteil einer Pauschalreise ist, dass du größtenteils an den Reiseplan gebunden sein wirst. Oft sind auch die Kosten höher, als bei einer selbst organisierten Reise.

Alternativ kannst du alles selbst in die Hand nehmen. Dabei sparst du Geld und bist weniger gebunden. Du möchtest morgens aufwachen, auf die Karte schauen und spontan los? Dann solltest du deinen Trip selbst organisieren. Es gibt eine große Auswahl an Campingplätzen im Gebiet, die ein naturnahes Übernachten bieten. Darüber hinaus gibt es natürlich auch unzählige Jugendherbergen, Ferienhäuser und Hotels in den Städten, Dörfern und Resorts der Pyrenäen.

Die Vorbereitung auf deine Pyrenäenreise – dein Rad, die Übersetzung und was du mitnehmen solltest

Eine Reise in die Pyrenäen ist für manche ein einmaliges Erlebnis. Umso wichtiger ist eine gute Vorbereitung, wenn du das Beste aus deiner Zeit dort machen möchtest.

Zunächst gilt es das Terrain zu beachten. Dein Bike sollte für lange, fordernde Aufstiege konfiguriert sein, willst du dich nicht schiebend am Straßenrand wiederfinden. Sehr gute Bergfexe mögen mit einer 53-39t-Standardkurbelgarnitur zurechtkommen, der Großteil der Fahrer sollte aber auf eine semikompakte (52-36t), oder besser noch kompakte (50-34t) Garnitur in Kombination mit einer 11-28t-Kassette zurückgreifen. Wenn du weißt, dass Klettereien wirklich nicht so dein Ding sind, spricht auch nichts gegen ein großes 30er- oder 32er-Ritzel hinten, wenn dein Bike den Einbau zulässt.

Die meisten Gipfelaspiranten werden in den Pyrenäen von einer kompakten, oder neuerdings auch einer semikompakten Kettenblattkombination profitieren.

Doch die richtige Übersetzung ist nur ein Faktor. Du solltest natürlich auch deinen Körper schon frühzeitig auf die zu erwartenden Höhenmeter und Distanzen vorbereiten, um aus deinem Trip in die Pyrenäen ein erfreuliches Erlebnis zu machen. Trainingstools wie Strava helfen dir sowohl bei der Auswertung deiner Trainingsfahrten, sowie bei der Abschätzung der Länge und Schwierigkeit der Strecken, die du zu befahren gedenkst.

Wie immer im Gebirge kann auch in den Pyrenäen das Wetter schnell umschlagen, auch wenn Regen hier etwas unwahrscheinlicher ist, als in den Alpen. Dennoch kann die Temperatur bei steigender Höhe rasch in den Keller fallen, weshalb wir das Mitführen einer zusätzlichen Schicht Kleidung dringend empfehlen.

Um sicher zu gehen, solltest du  Arm- und Beinwärmer, eine wasserdichte Jacke, eine Weste, Langfingerhandschuhe und Füßlinge zusätzlich zu deinem Sommerkit mit dir führen.

Stelle außerdem sicher, dass du mindestens die Ausrüstung dabei hast, die du auch zuhause bei deinen Touren mitnimmst, plus ein paar Ersatzteile extra in deinem Gepäck im Basislager. Das umfasst Ersatzschläuche, Reifenheber, eine Luftpumpe, oder CO2-Patronen, ein Flickset und ein Multitool (manche nehmen auch ein Werkzeugset für größere Reparaturen im Basislager mit) und all die Dinge, die du während deines Trips brauchen wirs, wie Kettenöl und das Ladegerät für die Akkus der elektronischen Schaltung, wenn du eine besitzt.

Denk daran, dass Fluggesellschaften strenge Regeln bezüglich dessen haben, was nicht ins Handgepäck darf und was vielleicht nur dort mitgenommen werden darf (in der Regel bestehen Fluggesellschaften darauf, dass Akkus im Handgepäck mitgeführt werden). Informiere dich also schon früh über die Regeln deiner Fluggesellschaft und ziehe auch die Mehrkosten in Betracht, wenn du dein eigenes Bike mitnimmst. Klar, dass auch dein Fahrradkoffer den Bestimmungen deiner Airline entsprechen sollte!

Das Wetter schlägt in den Bergen schonmal seine Kapriolen. Da ist gut beraten, wer eine zusätzliche Kleidungsschicht dabei hat. Foto: Media-24

Die Pyrenäen – schon gewusst?

Die Pyrenäen reichen vom Atlantischen Ozean im Westen bis zum Mittelmeer im Osten und erstrecken sich über eine Gesamtlänge von 450 Kilometern. Das Gebirge stellt eine natürliche Grenze zwischen Frankreich und Spanien dar und trennt auch zwei klimatisch unterschiedliche Regionen; die grünen Wiesenhänge Südfrankreichs und die flirrenden, trockenen Landschaften Nordspaniens.

Events und Rennen in den Pyrenäen, die du mitmachen solltest

  • L’Ariégoise – Die Ariégeoise ist eine Sportveranstaltung für jedermann, bei der du pyrenäeische Rennluft schnuppern kannst. Sie besteht aus vier verschiedenen Routen. Du kannst die La Passéjade mit 69 km und 915 m Kletterei angehen oder dich gleich der Ariégeoise XXL stellen und 169 km bei 4.378 Höhenmetern bezwingen.
  • Rapha Cent Cols Challenge – Seit 2017 gibt es bei diesem Rennen eine West- und eine Ostversion. Es ist ein 10-Tage-Event bei dem man jeden Tag mindestens 4000 Höhenmeter auf die Beine kriegt – bis auf den letzten Tag, der mit gerade einmal 3750 Höhenmeter fast einer Entspannungsfahrt gleichkommt. Eine Rennen für wirklich harte Hunde.
  • Haute Route Pyrenees – Wie bei der Alpenversion, werden hier sieben aufeinanderfolgende Etappen gefahren. Du startest in Anglet an der Küste zum Atlantischen Ozean und fährt kreuz und quer durch die Hautes-Pyrénées-Region. In der letzten Etappe lässt du die Berge hinter dir und nimmst die Ziellinie in Toulouse ins Visier.
Die Pyrenäen sind eines der großen radsportlichen Traumziele. Foto: Trois Etapes
  • Montée du Géant du Tourmalet – kein Rennen, sondern eine Zusammenkunft von Radfahrern, die jedes Jahr die Skulptur des Tour-Gewinners von 1910, Octave Lapize, den Giganten von Torumalet, nach der Überwinterung in Bagneres de Bigorre zurück zum Gipfel des Tourmalet begleiten. Es ist eine einzigartige Möglichkeit, eine wahre Fahrradpilgerreise mitzumachen. Und das Beste daran: Es ist kostenlos!
  • La Purito – Dieses Rennen ist nach seinem Patron, dem Superkletterer Joaquim „Purito“ Rodrigues, benannt und führt innerhalb eines Tages über den Coll de la Rabassa, den Collada de la Gallina, den Alto de la Comella und den Else Cortals d’Encamp. Die Route ist insgesamt 145 km lang, erfordert ausgezeichnete Physis und war 2015 als elfte Etappe bei der Vuelta a Espana zu sehen.
  • Quebantahuesos – Der Name dieses Rennens bedeutet übersetzt “Knochenbrecher” und ist ein Hinweis auf die Härte dieses Radsportevents. Die gesamte Route ist über 200 km lang und verläuft über den Col du Somport, den Col du Marie Blanque und den Col du Portalet und das nicht nur im spanischen Teil des Gebirges, sondern auch im französischen. Es gibt auch eine kürzere, 85 km lange Strecke.
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