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Profi-Radsport

Tom Dumoulin und der Giro d’Italia 2018: Wird er oder wird er nicht?

Der Sieger des 100. Giro d'Italia verhält sich noch bedeckt, ob er seinen Titel 2018 verteidigen wird.

Tom Dumoulin schrieb dieses Jahr beim 100. Giro d’Italia Geschichte, als er als erster Niederländer eine Grand Tour gewann. Nach drei harten Rennwochen entschied der Team Sunweb-Fahrer die Jubiläumsausgabe des Giro d’Italia und holte sich seinen ersten Grand Tour Sieg seiner Karriere. Jedoch hat Dumoulin noch nicht bestätigt, ob er seinen Titel beim Giro d’Italia 2018 verteidigen wird.

Die Strecke des 101. Giro d’Italia sagte Dumoulin sehr zu und sei mit den 44,2 Gesamtkilometern im Zeitfahren sehr verlockend, gab er zu. Aber wie auch bei der Bekanntgabe der Tour de France hatte der Titelverteidiger mehr Kilometer im Einzelzeitfahren bevorzugt.

Der Titelverteidiger des 100. Giro d’Italia hält sich noch bedeckt, ob er beim Giro d’Italia antreten wird (Foto: Sirotti)

„Ich weiß schon, wie meine Entscheidung ausfallen wird, aber ich kann es noch nicht sagen“, meinte Dumoulin bei der offiziellen Bekanntgabe der Strecke des Giro d’Italia. „Am 05. Januar haben wir unsere Teampräsentation und die Entscheidungen werden dann bekannt gegeben. Wir haben unsere Entscheidungen zwar schon getroffen, aber jetzt haben wir noch ein paar Wochen Zeit, alles in Ruhe zu überdenken und zu erwägen. Jetzt kennen wir den gesamten Streckenverlauf des Giro d’Italia und können dementsprechend unseren Entschlüssen den letzten Schliff geben.“

Das Zeitfahren ist seine Spezialität: Der amtierende Weltmeister im Einzelzeitfahren und Titelverteidiger beim Giro d’Italia hätte sich gerne noch mehr Einzelzeitfahrkilometer gewünscht. (Foto: Sirotti)

Dumoulin versuchte, seine Antworten auf die Fragen sehr diplomatisch und neutral zu formulieren, um dem Giro gerecht zu werden und nicht seine Entscheidung preiszugeben. „Jede Strecke in Italien ist verlockend. Ich liebe das Land. Für mich ist es schwierig, den Giro abzulehnen. Die Strecke ist schön: Eine perfekte Mischung, aber für mich nicht ideal. Ich hätte gerne noch mehr Kilometer im Einzelzeitfahren gesehen. Aber ich kann die Organisatoren des Giro d’Italia verstehen, dass sie eine Strecke zusammenstellen wollen, die es allen ermöglicht, den Giro zu gewinnen. Das macht das Rennen erst spannend.“

Tom Dumoulin: weder Giro noch Tour ideal

„So ist die Strecke der Tour de France und des Giro d’Italia nächstes Jahr ausgerichtet. Keiner der beiden Grand Touren sind für mich ideal. Der Giro hat ziemlich wenige Kilometer beim Einzelzeitfahren, aber die Tour de France hat auch nicht viel mehr. Es ist wirklich schwierig, mich auf das eine oder andere Rennen festlegen zu müssen, weil ich nicht weiß, welches letztendlich die bessere Entscheidung sein wird.“

Nach seiner beeindruckenden Leistung beim 100. Giro d’Italia, bei dem er sich gegen die zwei Hauptfavoriten Nairo Quintana und Vincenzo Nibali überzeugend durchsetzen konnte, müsste man denken, der nächste Schritt für den Niederländer und sein Team Sunweb wäre die nächste große Herausfoderung: Die Tour de France. Aber Tom Dumoulin sieht es anders.

Der Team Sunweb Fahrer macht noch keine Versprechen, welche Grand Tour er in Angriff nehmen wird. „Ich wähle die Rennen, bei denen ich die größte Chance auf einen Sieg habe.“ (Foto: Sirotti)

„Die Wahl meiner Rennen für die nächste Saison basiert immer auf reiner Logik“, gibt er zu. „Ich wähle die Rennen aus, bei denen ich die größte Chance habe, auf Sieg zu fahren. Ich glaube auch nicht, dass meine Chance auf einen Sieg bei der Tour de France größer sind, nur weil Chris Froome beim Giro d’Italia und bei der Tour de France antritt. Es ist nicht unbedingt für mich die beste Entscheidung, mich auf die Tour de France zu konzentrieren, nachdem ich den Giro d’Italia gewonnen habe.“

„Der Giro d’Italia letztes Jahr hat mir unwahrscheinlich gut gefallen. Und er würde mir nächstes Jahr auch wieder gefallen. Aber ich werde mich jetzt nicht festlegen und sagen, dass ich nächstes Jahr die Tour de France als Saisonziel setzen werde. Froome hat dieses Jahr bewiesen, dass er bei der Vuelta a España eine bessere Form hatte als bei der Tour de France. Man kann nie wissen. Aber ich basiere meine Entscheidungen nicht darauf, was andere Fahrer machen.“

Dumoulin war ebenso überrascht wie Nibali, Fabio Aru und die restlichen Zuschauer, als Froome bekannt gab, dass er beim Giro d’Italia antreten und das Giro-Tour-Doppel in Angriff nehmen würde.

„Er könnte vier Grand Tour Siege hintereinander erreichen, die Frage ist nur, ob er es schaffen wird. Es ist eine große Herausforderung, aber Froome hat sich schon vielen großen Herausforderungen gestellt und sie gemeistert. Er hat bewiesen, dass er derzeit der beste GC-Fahrer ist. Wenn einer es schaffen kann, dann ist es Chris Froome. Ich wünsche ihm viel Glück.“

Wird er oder wird er nicht? Ob Tom Dumoulin seinen Titel beim Giro d’Italia verteidigen wird, werden wir im Januar herausfinden. (Foto: Sirotti)

Ob Tom Dumoulin den Briten beim Giro d’Italia oder bei der Tour de France herausfordern wird, werden wir erst im Januar erfahren. Bis dahin müssen wir uns noch gedulden.

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