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Werkstatt & Material

Rennrad-Geometrie – der ultimative Ratgeber

Ein detaillierter Leitfaden über Rohre, Winkel, Materialien und den Aufbau eines Rahmens.


Die Kettenstreben

Verschiedenen Bereichen des Bikes werden unterschiedliche Eigenschaften zugesprochen und Marketing-Abteilungen betiteln die Haupteigenschaft von Kettenstreben gerne mit „Kraftübertragung“.

Rahmenbauer bezeichnen den Zweck von Kettenstreben dagegen eher als „Arretierung der Hinterachse“. Mit jedem Tritt in die Pedale, versucht das Rad die Hinterachse zu verziehen. Wenn man von oben auf das Bike schaut, sieht man, dass es versucht die Hinterachse gegen den Uhrzeigersinn zu drehen und das die Kettenstrebe auf der Antriebsseite zusammengedrückt wird.

Vereinfacht ausgedrückt hat die Kettenstrebe einen Einfluss auf die Performance des Rennrads. Länge und Form hängen vom Einsatzgebiet des Rades ab. Bei Race-Bikes, die auf Perfomance ausgelegt sind, gilt die Faustregel kürzer ist besser. Somit kann man mit kürzeren Streben effizienter klettern und hat einen besseren Antritt.

Die Kettenstreben haben einen direkten Einfluss auf den Antritt und die Klettereigenschaften eines Bikes.

 

Der Abstand  zwischen Reifen und Kettenblatt, der im Normalfall so zwischen 10mm und 15mm liegt, ist ein wichtiger Parameter. Diese Einschränkung macht es den Designern nicht leicht. Es ist nämlich das exakte Gegenteil von dem was man eigentlich erreichen möchte: ein breites und flaches Design. Dieser Aufbau lässt zwar den mit Carbon arbeitenden Designern gewisse Möglichkeiten um Steifigkeit zu erzeugen, aber für die anderen, die Alurahmen entwerfen, gibt es eine Grenze wie stark sie Dinge quetschen können und wollen.

Wie in allen Bereichen der Fahrrad-Geometrie, gibt es auch hier kleine Unterschiede. Bei Gribaudos Lapierre Xelius EFI Race-Bike, welches von FDJ.fr in den härtesten Rennen des Profiradsports eingesetzt wird, beträgt die Länge der Kettenstreben 408mm. Die Streben bei Lapierres Sensium Performance-Bike sind 4mm länger. Das hat verschiedene Gründe. Wie schon zvuor angesprochen, bieten die kürzeren Kettenstreben einen besseren Antritt. Im Gegenzug geben die längeren Streben aufgrund des größeren Radstandes mehr Stabilität. Die Reifen haben bei längeren Kettenstreben einfach mehr Spielraum, was ein weiterer Faktor für ein komfortables Fahrgefühl ist.

Die Kettenstreben auf Carbonrahmen sind in der Regel deutlich dicker als es bei Stahlrahmen oder anderen Materialien der Fall ist. Der Grund dafür ist die Steifigkeit, sagt Gribaudo. Es geht hier um den Bereich des Rades in dem das Hinterrad untergebracht werden muss. Somit müssen die Streben natürlich dünner sein als ein Steuer- oder Unterrohr. Es gibt aber noch einen weiteren Grund. „Das Carbon kann sich viele Male verformen ohne das die Struktur darunter leidet, die Lackierung kann das aber nicht,“ erklärt er. „Wenn man die Struktur aber stabil genug macht, kann man eine Verformung und eine daraus resultierende Beschädigung der Lackschicht vermeiden.“

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