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Training & Ernährung

Trainieren mit dem Powermeter – die graphische Auswertung deiner Trainingsdaten

So interpretierst du die wichtigsten Statistiken, die dir die TrainingPeaks-Trainingssoftware liefert

Die Arbeit mit einem Powermeter wird erst dann so richtig effektiv, wenn du die gewonnenen Trainingsdaten verstehst und für deine folgenden Sessions nutzen kannst. Nachdem wir uns im letzten Artikel mit den verschiedenen Werten beschäftigt haben, möchten wir die heute die graphische Auswertung anhand der Trainingssoftware TrainingPeaks näherbringen. Sie ist in den App-Stores erhältlich.

Sofern du unsere Reihe „Trainieren mit dem Powermeter“ bisher noch nicht verfolgt hast oder noch einmal hineinlesen möchtest, hier die Links zu den vorangegangenen Artikeln:

Warum solltest du mit einem Powermeter trainieren?

Wie ermittelst du deine Trainingsbereiche richtig?

Wie nutzt du deine Trainingsbereiche effektiv?

Wie erstellst du den optimalen Traininsgplan für dich?

Die wichtigsten Trainingsdaten

Trainingsdaten – die graphische Auswertung

Der Exercise-Graph

Ganz oben auf der Analyse-Oberfläche von TrainingPeaks ist der Exercise-Graph zu finden. Er liefert eine graphische Darstellung deiner Trainingseinheiten. Einzelne interessante Bestandteile einer Session, wie beispielsweise Intervalle, werden farbig hervorgehoben, wodurch eine individuelle Analyse ermöglicht wird.

Des Weiteren liefert der Exercise-Graph einen guten Überblick über den Verlauf einer Trainingseinheit. So kannst du zum Beispiel sehen, ob deine Leistungs-, Herzfrequenz- und Trittfrequenzkurve während einer Session angestiegen oder abgefallen ist. Mit der Zeit wirst du lernen, alle Punkte, die der Exercise-Graph abdeckt, zu verstehen und sie unter Anwendung anderer Werte und Graphen näher zu erforschen.

Der Exercise-Graph gibt dir einen kompletten Überblick über deine Trainingseinheiten. Auch wenn er auf den ersten Blick sehr chaotisch aussehen mag, kann er dir dabei helfen, interessante Bestandteile und den Verlauf einer Session zu verstehen. (Foto: Training Peaks)

Zunächst solltest du den Graphen im Ganzen auf dich wirken lassen und dir einen Überblick über alle Werte verschaffen, die er abdeckt. Anschließend kannst du dich durch die einzelnen Bemühungen deines Trainingseinsatzes kämpfen und alles anhand dieser Werte analysieren. So bekommst du einen detaillierten Einblick in den Verlauf deiner Trainingseinheiten, siehst welche Bereiche noch deine besondere Aufmerksamkeit erfordern und kannst deine zukünftigen Sessions entsprechend anpassen.

Der Peak-Power-Graph

Dieser Graph ermöglicht es dir, deine Bemühung einer bestimmten Trainingseinheit mit deinen besten Leistungen aus einem gewählten Zeitraum zu vergleichen. Das ist sehr nützlich in Phasen, in denen du bestimmte Aspekte deiner Fitness vorantreiben möchtest.

Der Peak-Power-Graph nimmt die Bemühungen einer Trainingseinheit und stellt sie deinen persönlichen Bestleistungen gegenüber. (Foto: Training Peaks)

Der Peak-Power-Graph kann beispielsweise dann ein gutes Werkzeug sein, wenn du dich in der Saisonvorbereitung befindest und das Sprinttraining gerade Bestandteil deines Trainingsplans ist.

Nehmen wir an, dass du mit deiner Sprintleistung zunächst noch unzufrieden bist. Mit jeder Sprinteinheit, die du absolvierst, kannst du mit dem Peak-Power-Graphen verfolgen, wie sich die Kurve deiner fünf- oder zehnsekündigen Powerstarts deiner Bestleistungskurve immer weiter annähert. Wenn alles nach Plan läuft, hast du schon bald zu deiner Topleistung aufgeschlossen oder sie sogar überboten.

Neben der Möglichkeit solche Fortschritte zu tracken, lässt sich auch der Zeitraum festlegen, mit dem du eine bestimmte Trainingseinheit vergleichen möchtest. So hast du zum Beispiel die Möglichkeit, deine Sprintleistung aus Februar 2017 der aus dem gleichen Monat des vergangenen Jahres gegenüberzustellen und siehst so, wo du verglichen mit heute genau ein Jahr zuvor standest.

Der Power-By-Zones-Chart

Der Power-By-Zones-Chart ist die nächste graphische Auswertung, die du dir zu einem nützlichen Werkzeug machen kannst, sofern du dich mit dem polarisierten Training beschäftigst. Bei dieser Form des Trainings geht es darum, rund 80 Prozent deiner Bemühungen im zweiten und die verbleibenden 20 Prozent im vierten Trainingsbereich oder darüber stattfinden zu lassen.

Der Power-By-Zones-Chart verrät dir, wie lange du dich in den einzelnen Trainingsbereichen befunden hast. (Foto: Training Peaks)

Wer sich mit der wissenschaflichen Trainingsforschung beschäftigt, dürfte bereits gelesen haben, dass eine solche Trainingsaufteilung alle anderen in den Schatten stellt. Es ist also nicht verwunderlich, dass inwzischen viele Coaches nach dem Modell des polarisierten Trainings arbeiten und der Power-By-Zones-Chart gibt ihnen einen guten Einblick, ob ein Fahrer sich tatsächlich in den vorgegebenen Trainingsbereichen befand.

Der Power-Distribution-Chart

Neben dem Power-By-Zones-Chart stellt Training Peaks aber noch eine andere, detailliertere Grafik zur Verfügung – den Power-Distribution-Chart.

Bei diesem wird deine Leistung in Fünf-Watt-Schritte aufgesplittet und ermöglicht so noch genauere Einblicke in den Verlauf einer Trainingseinheit. Im Gegensatz zum Power-By-Zones-Chart verrät dir der Power-Distribution-Chart genau, wo in den einzelnen Trainingsbereichen du dich bewegt hast.

Der Power-Distribution-Chart gibt dir einen noch detaillierten Einblick in dein Training. Verrät dir der Power-By-Zones-Chart lediglich, wie lange du dich in den einzelnen Trainingsbereichen bewegt hast, kannst du dem Power-Distribution-Chart entnehmen, wo in den einzelnen Bereichen du trainiert hast. (Foto: Training Peaks)

Der Heart-Rate-By-Zones-Chart

Oft ziehen Coaches neben dem Power-By-Zones-Chart auch den Heart-Rate-By-Zones-Chart zu Rate. So lässt sich sicherstellen, dass die Herzfrequenzbereiche auch tatsächlich mit den Trainingsbereichen übereinstimmen.

Gibt es Abweichungen zwischen deinen Herzfrequenz- und deinen Leistungsbereichen, weißt du, dass irgendwas nicht stimmt. Bist du beispielslweise im zweiten Trainingsbereich unterwegs, dein Herzfrequenzbereich bewegt sich allerdings im vierten Bereich, solltest du hellhörig werden.

Möglicherweise hattest du nicht ausreichend Regeneration oder es ist im schlimmsten Fall sogar eine Krankheit im Anflug.

Arbeitest du neben der Trainingsbereich-Analyse zusätzlich mit dem Heart-Rate-By-Zones-Chart, kannst du herausfinden, ob du übermüdet bist oder eventuell sogar eine Erkältung naht. (Foto: Training Peaks)

Zwar kannst du das auch mit Hilfe des Efficiency Factor (im letzten Artikel besprochen) herausfinden, aber es kann nie schaden, solche Daten auf zwei unterschiedlichen Wegen abzusichern. So kannst du das Risiko minimieren, dass dir wichtigen Informationen durch die Lappen gehen.

Genau wie bei den Power-Grahphen, gibt es in Training Peaks auch bezüglich der Herzfrequenz neben dem Heart-Rate-By-Zones-Chart auch noch einen Heart-Rate-Distribution-Chart, der deine Werte in 5-bpm-Schritte runterbricht. (Foto: Training Peaks)
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