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Training & Ernährung

Trainieren mit dem Powermeter – warum du mit einem Powermeter trainieren solltest

Das Trainieren mit einem Powermeter kann dein Training signifikant verbessern. Hier liest du, warum das so ist!

Leistungsmesser an Rennrädern werden zunehmend populärer. Einst nur im Profipeloton anzutreffen, finden sich Powermeter mittlerweile bei vielen Hobbysportlern, die ihren Trainingserfolg maximieren wollen.

Der Markt bietet inzwischen eine Vielzahl verschiedener Varianten von Powermetern, seien es kurbel-, laufrad- oder pedalbasierende Modelle. Hersteller wie SRM, Garmin, Verve, Rotor, Power2Max, Powertap, Stages, Quarq und andere haben Leistungsmesser in verschiedenen Preisklassen im Portfolio.

Wenn du dich für das Training mit einem Leistungsmesser interessierst, haben wir wertvolle Tipps für dich

Powermeter haben das Potenzial, dein Training wesentlich effektiver zu machen. Die hohe Präzision der aufgezeichneten Daten und deren Auswertung ermöglichen es, deine Trainingsziele schneller zu erreichen. Einfach gesagt, ist ein Powermeter der effektivste Trainingshelfer, wenn du besser auf dem Rad werden willst.

Doch ein Powermeter ist keine Abkürzung zum Erfolg. Das Trainieren nach Leistung erfordert ebenso Zeit und Hingabe wie jede andere Trainingsmethode. Tatsächlich geht es beim Trainieren mit Powermeter nicht darum, die größten Wattzahlen auf dem Radcomputer zu produzieren, sondern darum, dein Training gezielt zu planen und zu führen. Der Kauf eines Powermeters ist der erste Schritt, aber um sein ganzes Potenzial zu nutzen, musst du wissen, wie du es bestmöglich einsetzt.

In diesem Artikel gehen wir der Frage nach, für wen Powermeter geeignet sind und warum du in Erwägung ziehen solltest, dir eines anzuschaffen. Training nach Leistung ist nicht für jeden gleichermaßen sinnvoll und wir helfen dir, zu entscheiden, ob du den Schritt machst oder nicht.

Es gab Zeiten, da waren Powermeter den Elite-Athleten vorbehalten, doch jeder Fahrer, der auf ein Ziel hinarbeiten möchte, kann davon profitieren. (Foto: Alex Whitehead/SWpix.com)

Jeder kann profitieren

Fahrer jedes Levels können von der Auswertung ihrer Leistungsdaten profitieren. Ein Hobbyfahrer, der sich für seine erste Radtourenfahrt vorbereitet ebenso, wie ein Profifahrer, der den WorldTour-Hattrick anstrebt.

Die Daten, die ein Powermeter dir liefert, helfen dir, deine Schwachpunkte zu identifizieren und gezielter daran arbeiten zu können. Solange du ein Ziel hast, auf das du hintrainierst, kannst du mit dem Training nach Leistung das Maximum aus deinen Mühen ziehen. Beachte aber, dass ein Powermeter nur ein Werkzeug ist, das sich nur dann als nützlich erweist, wenn du viel harte Arbeit in dein Training steckst. Du brauchst Hingabe, denn das Powermeter wird dir das harte Training nicht abnehmen.

Ein Powermeter bringt Licht ins Dunkel

Ein Powermeter liefert dir einen Messwert, der unbestechlich anzeigt, wie hart du gerade pedalierst. Externe Faktoren wie Wind, Bodenbeschaffenheit oder Steigung spielen keine Rolle mehr, nur noch, wie sehr du in die Pedale trittst.

Viele Radsportler nutzen ihre Herzfrequenz zum Trainieren und diese Methode ist zweifellos eine gute und günstige Methode für den Anfang, aber, anders als die Leistung, verändert sich die Herzfrequenz im Verlauf einer Saison nicht sehr deutlich und der Gewinner eines Rennens ist oft nicht derjenige, der die höchsten Herzfrequenzen hatte.

Ein Powermeter macht dein Training gezielter (Foto: Scott Connor)

Die Herzfrequenz zeigt dir, wie hart du die Anstrengung empfindest, während ein Leistungsmesser dir zeigt, wieviel Leistung du bei der gerade empfundenen Anstrengung abgibst. Das Ziel eines jeden Rennradsportlers ist es, die Leistung bei einer gegebenen Herzfrequenz zu steigern.

Ein Powermeter ersetzt eine Pulsmessung also nicht, sondern beide ergänzen sich und geben dir ein gutes Bild deiner momentanen Form.

Du kannst deine Fortschritte verfolgen

Wie schon erwähnt, ist es möglich dass dein Puls an einem guten Tag sich nicht sehr vom Puls an einem schlechten Tag unterscheidet. Die Herzfrequenz ist von vielen Faktoren abhängig: Schlafmangel, Erschöpfung, Hydratation und Stress sind nur einige Faktoren, die im wahrsten Sinne des Wortes aufs Herz gehen und den Puls zu einem unzuverlässigen Maß deiner Fitness machen.

Deine durschschnittliche Herzfrequenz ist ein gutes Beispiel dafür. Es kann gut sein, dass dein Puls beim Zeitfahren im Verlauf einer Saison nur um wenige Schläge variiert, deine Leistung hingegen um 10 oder 20 % fluktuiert. Dein Puls kann am Anfang einer Saison unter Umständen höher liegen als an deren Ende, was aber nicht heißt, dass du deswegen anfangs mehr geleistet hast. Das Problem ist: Man weiß es einfach nicht.

Mit einem Powermeter kannst du hingegen exakt messen, wieviel Leistung du auf die Pedale bringst und zu welchen physiologischen Kosten, also zu welcher Herzfrequenz. Wenn du im Januar beispielsweise 20 Minuten bei 250 Watt mit einem Puls von 175 fahren kannst und im April 265 Watt bei 172 Schlägen pro Minute leistest, ist das ein offensichtlicher Fortschritt und ein Zeichen dafür, dass dein Training effektiv ist.

Ein Powermeter erlaubt dir, deine Stärke und Schwächen zu identifizieren und daran zu arbeiten. (Foto: Threshold Sports)

Du kannst Stärken und Schwächen erkennen

Wenn du mit einem Powermeter Fortschritte aufzeichnen kannst, folgt daraus auch, dass du feststellen kannst, in welchen Bereichen du Fortschritte erzielen kannst.

Ein Beispiel: Wenn du bei deinen Vereinsfahrten immer wieder an einer bestimmten Steigung zurückfällst, kannst du deine Leistungsdaten heranziehen und identifizieren, was du verbessern musst, damit du mit der Gruppe mithalten kannst.

Das ist gleichzeitig auch der Anfang eines jeden Trainingsplans – das Identifizieren von Schwachpunkten, an denen du arbeiten kannst. Mit einem Leistungsmesser kannst du dein Trainingsziel von „ich muss diese Steigung schneller fahren“ auf „ich brauche 0,2 Watt pro Kilogramm Körpergewicht mehr und das fünf Minuten lang“ präzisieren.

Das ist ein wichtiger Schritt, um den Fortschritten, die du machen möchstest, einen Rahmen zu geben. Es ist eben sehr schwierig, realistische Ziele zu setzen, wenn du nicht in der Lage bist, deine Entwicklung zu verfolgen.

Du kannst genauere Trainingspläne entwerfen

Hast du einmal herausgefunden, woran du arbeiten musst, ist es an der Zeit, in den Sattel zu steigen und deine Schwachpunkte auszumerzen. Aber ohne Leistungsdaten kannst du das Ziel deiner Trainingseinheiten nicht präziser formulieren, als „versuche schneller Bergauf zu fahren“.

Mit einem Powermeter kannst du akkurate Traininssessions entwerfen, die darauf abgestimmt sind, spezifische Aspekte zu bearbeiten, bei denen du erkannt hast, dass eine Verbesserung notwendig ist.

Ein Powermeter hilft dir, Unnötiges aus deinem Trainingsplan zu entfernen. (Foto: Chapeau)

Das hat zwei große Vorteile:

1) Deine Einheiten sind auf die Verbesserungen abgestimmt, auf die du hinarbeiten willst und du kannst sicherstellen, dass du im Training die Werte erbringst, die notwendig sind, um effizient an deinen Schwachstellen arbeite zu können. Wenn du beispielsweise ein Zeitfahrer ohne Powermeter bist und deine Intervalle zu hart fährst, kann es sein, dass du nicht die Aspekte deiner Fitness verbesserst, die verbessert gehören.

2) Weil du deine Trainings präziser auf ein Ziel abstimmen kannst hast du viel weniger nutzlose Bestandteile in deinem Trainingsplan, die dazu führen, dass du zwar erschöpft bist, aber dir nichts in den Bereichen bringen, die du verbessern möchtest. Ein Powermeter erlaubt dir mehr Effizienz in jedem Training. Das hat auch zur Folge, dass du erholter in die wichtigen Trainingseinheiten gehst und dadurch das Maximum für dich herausholst.

Du kannst dich pacen

Sobald du erkannt hast, was du verbessern musst, einen entsprechenden Trainingsplan dafür entworfen und deine Fortschritte aufgezeichnet hast, ist es an der Zeit, deine Fortschritte auf die Straße zu bringen.

Weil ein Powermeter dir jede Sekunde anzeigt, wie groß die Leistung ist, die du auf die Pedale bringst, ist es das perfekte Werkzeug, um dich zu pacen. In neun von zehn Fällen ist der schnellste Weg von A nach B von einer gleichmäßigen Leistungsabgabe gekennzeichnet. Es ist sehr leicht, am Start etwas zu motiviert an die Sache heranzugehen, oder aber die Leistung geht in den Keller, sobald du anfängst die Anstrengung zu spüren.

Mit einem Powermeter ist es möglich, deine optimale Leistung für eine bestimmte Strecke herauszufinden und sich während der Fahrt exakt an diese zu halten. Das bringt uns zu einem weiteren Nachteil der Pulsmessung, nämlich der Trägheit des Herzens. Die Herzfrequenz reagiert relativ langsam auf Anstrengung, so dass dein Puls möglicherweise nicht akkurat anzeigt, wie hart dein Training wirklich ist.

Ein Powermeter hilft dir, deine Fahrten besser zu pacen
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