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Rennberichte & Analysen

Elia Viviani schlägt Caleb Ewan auf der 3. Etappe in Victor Harbor

Der Italiener segelt auf der Ziellinie an dem Führer der Gesamtwertung vorbei, Phil Bauhaus (Team Sunweb) wird dritter

Wie mit einer Spätzündung angetrieben konnte Elia Viviani (Quick-Step Floors) am ockerfarbenen Trikot von Caleb Ewan (Mitchelton-Scott) vorbeisegeln und sich den Tagessieg der 3. Etappe der Tour Down Under sichern. Phil Bauhaus (Team Sunweb) wurde zweiter auf der Etappe, Ewan musste sich mit dem dritten Platz zufrieden geben. 

Das Team um Caleb Ewan übernahm in den letzten Kilometern des Rennens die Kontrolle und brachte den Führer der Gesamtwertung in eine sehr gute Ausgangsposition, von der er sich seinen zweiten Etappensieg des Rennens holen konnte. Jedoch schien Ewan auf den letzten 200 Metern zu zögern, eine Gelegenheit, die Viviani ergriff, um sich den Sieg zu sichern. Für Viviani, der für die 2018er- Saison von Team Sky zu Quick-Step Floors wechselte, ist das der erste Sieg der Saison und in seinem neuen Team.

Viviani (Quick Step-Floors) kann sich im Sprint gegen Caleb Ewan (Mitchelton Scott) durchsetzen. (Foto: Sirotti)

„Das war unser vierter Sprint. Es ist nicht leicht, so früh im Jahr eine gute Form zu haben. Ich hätte nicht erwartet, so früh in der Saison einen Sieg zu holen“, sagte Viviani. „Das ist gut. Ich bin sehr, sehr  froh, dass ich hier sein kann und diesen Sieg holen konnte. Ich habe versucht, mich in eine gute Ausgangsposition zu bringen. Und die Jungs erfüllten ihre Aufgabe perfekt. Das Gefühl im Team war richtig gut. Ich habe ein tolles Team. Ich bedanke mich bei all meinen Teamkameraden.“

Die Hitze macht den Profis ziemlich zu schaffen. Viviani hat sehr viel getrunken, um dagegen anzukommen. (Foto: Sirotti)

Der Italiener erklärte, er habe die starke Hitze, die an diesem Tag herrschte, bekämpft, in dem er viel trank und versuchte, sich für die letzte Anstrengung so frisch wie möglich zu halten. Aufgrund der Hitze, die Temperaturen bis zu 40 Grad aufzeichnete, beschlossen die Organisatoren des Rennens zwei der eigentlich geplanten drei 13 km Runden in Victor Habor zu streichen. Die Strecke wurde so von 146,5 km auf 120,5 km gekürzt.

Caleb Ewan war über seine Leistung enttäuscht, gab aber zu, dass er einen Fehler gemacht habe, nachdem sein Team ihn in eine perfekte Ausgangsposition gebracht hatte. „Ich bin sehr enttäuscht“, sagte Ewan. „Mein Team brachte mich in die perfekte Situation, aber ich habe es am Ende verhunzt. Ich bin zu spät in meinen Sprint gestartet. Wir hatten ein bisschen Gegenwind und daher wollte ich nicht zu früh los.“

„Ich habe ein bisschen zu lange gewartet. Das gab Elia die Gelegenheit, an mir vorbeizukommen. Er war wirklich schnell und einfach zu schnell, dass ich ihn wieder einholen konnte. Im Nachhinein ist es bei so einer Zielankunft vom Vorteil, wenn man von hinten angreift, so wie ich das im letzten Jahr gemacht habe. Aber, wie gesagt, ich kann meinem Team keine Vorwürfe machen. Die Jungs waren perfekt – sie haben genau das getan, was ich von ihnen wollte. Ich habe den Fehler gemacht.“

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