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Rennberichte & Analysen

Tour Down Under: Peter Sagan gewinnt den „People’s Choice Classic“

Der amtierende Weltmeister Peter Sagan (Bora-hansgrohe) holte sich seinen ersten Sieg der Saison beim People’s Choice Classic in Adlaide, Australien. Er konnte sich sourverän gegen Andre Greipel (Lotto Soudal) und Caleb Ewan (Mitchelton-Scott) durchsetzen und setzte ein Zeichen für die 2018 Saison.

„Ich bin sehr glücklich“, sagte Sagan. „Es lief ok, aber dann kamen einige von hinten und ich war etwas eingeklemmt. Aber letztendlich lief es gut. Ich bin sehr zufrieden. Ich hatte nicht erwartet, dass ich heute gewinnen würde.“

Peter Sagan (Bora-Hansgrohe) gewinnt das People’s Choice Classic zum Auftakt der Tour Down Under. (Foto: Sirotti)

Der Rundkurs, der auf 22 Runden 50,6 Kilometer zusammenbrachte, bildet das Eröffnungsrennen nicht nur für die Tour Down Under sondern auch für die Rennsaison der Profis. Beim People’s Choice Classic kommen die WorldTour Teams zum ersten Mal wieder zusammen.

Die ersten Angriffe aus dem Peloton ließen nicht lange auf sich warten. (Foto: Sirotti)

Es dauerte nicht lange und es kam zu den ersten Angriffen aus dem Peloton: Bahrain-Merida schickte als erstes ein Team nach vorne, um das Renngeschehen aufzumischen. EF-Education First Drapac – Powered by Cannondale reagierten sofort. Aber schon zu Beginn der dritten Runde hatte sich ein Trio vom Hauptfeld erfolgreich abgsestzt.

Fumiyuki Beppu (Trek Segafredo), Tom Bohli (BMC Racing) und Zakkari Dempster (Uni-S-Ausrtralia) formten das Gruppetto, die sich vom Hauptfeld absetzen konnten. Schon bald bekamen sie Gesellschaft von Timothy Roe (Uni-S-Ausrtralia), Jhonatan Restrepo (Katusha-Alpecin), Lachlan Morton (Dimension Data) und Manuele Boara (Bahrain-Merida). Die Ausreißer schafften es sich einen Vorsprung von 45 Sekunden herauszufahren, während im Hauptfeld  die Teams von Quick-Step Floors, Mitcheton Scott, Sunweb und Lotto Soudal das Renngeschehen kontrollierten und beobachteten.

Am Anfang machten die Ausreißer einen starken Eindruck, aber schon bald machten sich Schwächen und Fehler bemerkbar, die ihnen teuer zu stehen kamen. Anstatt als Gruppe zusammen zu arbeiten, um ihren Abstand auszukosten und weiter auszubauen, kämpften die Ausreißer untereinander um die Zwischensprints. Der Ehrgeiz einzelner, Druck zu machen und voran zu kommen, ließ die Gruppe auseinanderfallen.

Letztendlich bewiesen Sagan und sein Team Geschick und Können und konnten den Sieg für sich entscheiden. (Foto: Sirotti)

Nach 16 Runden zerfiel die Gruppe: Restrepo, Bohli und Boara setzten sich von den restlichen Ausreißern ab. Aber auch ihre Zusammenarbeit war nicht von langer Dauer: Quick-Step zog im Hauptfeld das Tempo stark an und nahm die Verfolgungsjagd auf. Restrepo gab sich sehr schnell geschlagen, die zwei anderen Ausreißer wurden über die letzten sechs Runden langsam aber sicher eingeholt und vom Hauptfeld wieder eingenommen.

Auf der vorletzten Runde fingen die Sprinter an, sich zu organisieren und sich in Position zum Schlussangriff zu bringen. Bora-Hansgrohe bewies an diesem Tag ihre Dominanz: Sagan, der dieses Rennen ohne Druck und ohne Erwartungen bestreiten wollte, zeigte sein Können, Geschick und Form. Das erste Rennen der Saison, im Januar, und man kann sagen, das restliche Peloton muss sich jetzt schon warm anziehen. Das eigentlichen Etappenrennen der Tour Down Under beginnt in zwei Tagen. Als ein Rennen, das den Sprintern auf den Leib geschnitten ist, können wir mit Spannung erwarten, welche Kämpfe es zwischen den schnellen Jungs im Peloton geben wird.

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