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Profi-Radsport

Marcel Kittel wechselt 2018 von Quick-Step Floors zu Katusha Alpecin

Der deutsche Sprinter verlässt am Ende der Saison 2017 Quick-Step Floors und schließt sich dem gleichen Team an wie sein Landsmann Tony Martin.

Der deutsche Sprinter der die letzten zwei Saisons für Quick-Step Floors gefahren ist, hat einen Zweijahresvertrag mit Katusha-Alpecin unterschrieben und wird zur Saison 2018 zu seinem neuen Team wechseln.

Trotz seines Erfolges während der diesjährigen Tour de France, in der er fünf Etappen gewann und in der Punktwertung führte, wurde schon während des Sommers gemunkelt, dass Kittel das belgische Team verlassen würde. Die deutschen Mitsponsoren des Team Katusha, Alpecin und Canyon, ließen verlauten, dass Kittel gut in das Team passen würde. Kittel fuhr für Giant-Alpecin bevor er zu Quick-Step Floors wechselte. Mit dem Transfer von Alexander Kristoff zu UAE Team Emirates ergab sich ein ein Lücke für einen Sprinter im Katusha-Team, die jetzt von Kittel gefüllt wird.

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“Ich freue mich auf die neue Herausforderung in den neuen Teamfarben”, sagte Kittel in einer Mitteilung von Katusha. “Für mich ist es spannend. Mit diesem Schritt erhoffe ich mir neue Anreize. Ich glaube schon, dass mir das Team die Voraussetzungen geben wird, die ich brauche, um weiterhin in den Sprintfinalen erfolgreich zu sein. Ich habe mitbekommen, dass die Führungszüge für die Sprints in diesem Team gut funktionieren.“

Marcel Kittel gewann fünf Etappen bei der diesjährigen Tour de France. (Foto: Sirotti)
Marcel Kittel gewann fünf Etappen bei der diesjährigen Tour de France. (Foto: Sirotti)

Seitdem Katusha 2013 aufgrund seiner Doping-Vergangenheit beim Court of Arbitration for Sport Berufung einlegen musste, um eine WordTour-Lizenz zu erhalten, arbeitet das Team daran, sein Image wieder aufzubauen und sich neu auf der WorldTour-Bühne zu etablieren. 2017 übernahm José Azevedo die Rolle als Teammanager bei Katusha und das Team wechselte seine Anmeldung von Russland in die Schweiz.

Kittel ist ein weiterer Schritt von Katusha, sich neu zu orientieren und seine Vergangenheit hinter sich zu lassen. Mit Kittel wechseln auch Nathan Haas und Ian Boswell von ihren jeweiligen Teams zu Katusha.

“Team Katusha-Alpecin hat sich in den letzten Jahren stark verändert. Ich habe diese Veränderungen lange beobachtet und es sind gute Veränderungen”, sagte Kittel. “Deshalb freue ich mich, ein Teil dieses Teams zu sein. Ein Teamgeist ist für mich immer schon wichtig gewesen. Deshalb bin ich ein Profisportler im Radsport geworden.”

Mit seinem Transfer zu Katusha erhofft Kittel sich neue Anreize und das Team wachsenden Erfolg auf Etappensiegen. (Foto: Sirotti)
Mit seinem Transfer zu Katusha erhofft Kittel sich neue Anreize und das Team wachsenden Erfolg auf Etappensiegen. (Foto: Sirotti)

Für den Manager, Azevedo, ist der Neuzugang mit Kittel ein positives Ergebnis für sein Team. Katusha hat zwar in der Form von Illnur Zakarin einen starken Anwärter bei den Grand Touren, aber in diesem Jahr hat das Team weder beim Giro d’Italia noch bei der Tour de France Etappensiege geholt. Die Hoffnung, dass sich das Blatt für Katusha wenden wird, liegt auf Kittels Schultern: Der Deutsche hat während seiner Karriere schon 19 Tagessiege bei Grand Touren errungen.

“Wir sind froh, dass wir Marcel zum Team zählen können”, sagte Azevedo. “Er ist derzeit der beste Sprinter der Welt. Er hat das während der Tour de France bewiesen, als er fünf Etappen gewannn. Er wird einer unser wichtigsten Fahrer sein und kann sich auf den vollen Rückhalt des Teams verlassen. Wir werden ihn mit allen Kräften unterstützen, um ihm die Möglichkeit zu bieten, auf seinen Erfolgen aufzubauen.”

Marcel Kittel wird wieder im gleichen Team wie sein Landsmann Tony Martin sein, der 2017 zu Katusha wechselte. Der Weltmeister im Einzelzeitfahren ermutigte Kittel, es ihm gleichzutun. Die zwei Deutschen waren schon früher Teamkollegen, als beide für Team Erdinger und für Quick-Step fuhren.

“Für mich ist die Tatsache, dass ich wieder im gleichen Team wie mein guter Freund Tony Martin fahren werde, das Sahnehäubchen“, sagte Kittel. „Er hat mir sehr in meiner Entscheidungsfrage geholfen und mir einige gute Einblicke in das Team gegeben. Seine Meinung war mir sehr wichtig.“

Katushas Trikots sind dieses Jahr hauptsächlich weiß. Aber werden sie auch weiß bleiben wenn der erste Regen einsetzt und der Dreck von der Straße hochspritzt? (Foto: Tim de Waele / Katusha)
Katusha wird die neue Heimat für Kittel. Er ist wieder im gleichen Team wie sein guter Freund, Weltmeister Tony Martin (Foto: Tim de Waele / Katusha)

Für Kittel kam die Entscheidung, sich nach einem neuen Team umzusehen, als ihm sein Teammanager bei Quick-Step, Patrick Lefevere, nicht die Rolle als Sprinter versprechen konnte. Mit Fernando Gaviria, der vier Etappen beim Giro d’Italia gewann, hat Quick-Step Floors einen weiteren vielversprechenden Sprinter, was eng werden kann.

“Ich bin stolz, ein Teil des Wolfpacks gewesen zu sein”, sagte Kittel über seine Zeit bei Quick-Step. “Und dennoch habe ich mich jetzt entschlossen, das Team zu wechseln. Ich habe aus meinen Erfahrungen, die ich 2015 machen musste, gelernt. Nach einem sehr enttäuschenden Jahr entschloss ich mich, vieles zu ändern. Ich trainiere im Winter in Girona, habe mein privates Glück mit meiner Freundin Tess in Konstanz gefunden und habe mir geschworen, nie wieder Kompromisse mit meinem Sport oder meiner Zielsetzung einzugehen.”

“Deshalb wechselte ich damals das Team und aus dem gleichen Grund tue ich das wieder. Ich möchte keine Diskussion über meine Zukunft und meine Rolle als Sprinter eingehen, wenn die Tour beginnt. Das Management konnte mir keine klare Antwort geben, was ich nachvollziehen kann.“

„Fernando Gaviria gewann vier Etappen beim Giro, er wird verständlicherweise bei der Tour de France am Start sein wollen. Ich respektiere das vollkommen und bin froh, dass ich auf eine erfolgreiche und glückliche Zeit zurückblicken kann und ich das Team verlassen kann, ohne dass harte Gefühle aufgekommen sind.“

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