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Vuelta a Espana 2017

Vuelta a España 2017 – 19. Etappe: Thomas de Gendt sprintet zum Sieg

Chris Froome ist weiterhin in Führung mit einem Vorsprung von 1:37 auf Vincenzo Nibali.

Thomas de Gendt (Lotto Soudal) ist während der ganzen Vuelta a España im Angriffsmodus gefahren und heute bekam er seine Belohnung: Der Belgier konnte sich in einem heiß umkämpften Schlusssprint gegen Jarlinson Pantano (Trek Segafredo) und Ivan Garcia Cortina (Bahrain Merida) erfolgreich durchsetzen.

De Gendt war in der Ausreißergruppe, die sich auf den ersten Kilometern der 19. Etappe der Vuelta a España abgesetzt hatte. Nicolas Roche, Romain Bardet (AG2R La Mondiale) und Cortina fuhren auf den letzten Kilometern einige Angriffe, aber es war letztendlich De Gendt, der sich von den Überresten der Fluchtgruppe absetzte und seinem Team den vierten Etappensieg der diesjährigen Vuelta a España holte.

Thomas De Gendt gewinnt die 19. Etappe. Chris Froome bleibt weiterhin in Führung und liegt 1:34 vor dem Gesamtzweiten Vincenzo Nibali. (Foto: Sirotti)

Der Belgier passte seinen Angriff zum Ziel perfekt ab. Roche zündete knapp ein Kilometer vor der Ziellinie als erster, wurde aber von Garcia umrundet. Die spanischen Fans waren schon voller Hoffnung, dass das Warten auf einen spanischen Sieg bei der Vuelta endlich ein Ende haben würde. Aber sie hatten die Rechnung ohne De Gendt gemacht: Garcia ging die Power aus und der Belgier flog durch die Straßenmitte heran und überrundete den Spanier, mit Pantano heiß auf seinen Fersen.

Ein Bild, was man auf der Vuelta a España selten sieht: Ein Kampf um den Sieg im Massensprint zum Ziel. (Foto: Sirotti)

Das Ende der Vuelta a España nähert sich mit Riesenschritten. Madrid ist nur noch drei Tage entfernt. Diese Tatsache, kombiniert mit der Aussicht auf einen Massensprint zum Ziel und einem weiteren Kampf um die Podiumsplätze unter den Favoriten der Gesamtwertung, bedeutete für viele Teams und Fahrer auf der 19. Etappe der Vuelta a España, sich unter Beweis zu stellen. Daher kam es nicht überraschend, dass jedes Team mindestens einen Fahrer in der Fluchtgruppe wissen wollte, die sich innerhalb der ersten Kilometer formte.

Unter den Ausreißern, die sich als erste absetzten befanden sich Bob Jungels, Matteo Trentin (Quick-Step Floors), Nicolas Roche (BMC), Emanuel Buchmann (Bora-Hansgrohe), Julien Duval (AG2R La Mondiale), Davide Villella (Cannondale-Drapac), Floris De Tier, Juanjo Lobato (LottoNL-Jumbo), Rui Costa, Matej Mohoric (UAE Team Emirates), Laurens De Vreese (Astana), Edward Theuns, Jarlinson Pantano (Trek-Segafredo), Thomas De Gendt (Lotto Soudal), Ivan Garcia (Bahrain-Merida), Dani Navarro, Kenneth Vanbilsen (Cofidis), David Arroyo (Caja Rural-Seguros RGA) und Juan Felipe Osorio (Manzana-Postobon).

Es dauerte nicht lange und eine Gruppe, unter der Führung von Bardet, begab sich auf Verfolgungsjagd während Team Sky, in gewohnter Manier, den Rest des Hauptfeldes kontrollierte und ein gesammeltes Tempo vorgab, mit dem Hintergedanken, keine unnötige Energien zu verschwenden in Anbetracht auf der 20. Etappe, die da kommen mag. Noch knapp 90 Kilometer zum Ziel und die Gruppe mit Bardet hatte schließlich auf die erste Fluchtgruppe aufgeschlossen.

Chris Froome kam unangefochten ins Ziel und bleibt am Abend vor der kritischen 20. Etappe weiterhin im roten Trikot der Gesamtwertung. (Foto: Sirotti)

Abgesehen von der Verfolgungsjagd auf die Fluchtgruppe und bis sich die Fahrer dem Ziel näherten war die 19. Etappe ein beständiges Auf und Ab und verschiedene Fahrer versuchten ihr Glück auf dieser Etappe so kurz vor dem Ende der letzte der Grand Touren. Bardet, Garcia, Roche und Rui Costa waren unter den Fahrern, die sich um einen Erfolg bemühten. Auf dem letzten Berg des Tages, Alto de San Martín de Huerces, fuhr Garcia seinen Angriff, aber Bardet hatte andere Vorstellungen.

Der junge Franzose, der nach der Tour de France auf der Vuelta a España fast wie ein Schatten seiner selbst schien, zeigte, dass er dennoch einer der besten Bergfahrer im Peloton ist, als er sich mit einer beeindruckenden Beschleunigung von den Ausreißern absetzte und den Abstand zum Spanier auf ein paar Sekunden reduzierte. Als Garcia sich auf die Abfahrt machte bekam er schon bald Gesellschaft von dem jungen Franzosen. Es dauerte nicht allzu lange und andere Ausreißer hatten Costa auch eingeholt, unter ihnen Roche, Rui Costa, Jungels und De Gendt.

Hinter ihnen ging Alberto Contador (Trek-Segafredo) zum Angriff über, aber als die führende Gruppe sich dem Ziel näherte war es offensichtlich, dass sich hier einer der wenigen Sprints der Vuelta a España entfalten würde. Bardet holte ein letztes Mal aus, auch Roche startete einen letzten Versuch, als sich die Gruppe den letzten Kilometer näherte. Aber letztendlich war es De Gendt, der sich seinen Etappensieg bei der Vuelta a España holte.

Die 19. Etappe der Vuelta a España bewirkte keinerlei Veränderungen. Contador fuhr wieder seine temperamentvollen Angriffe, die ihn so berühmt und beliebt machten, aber er konnte seinen Zeitrückstand von 3:44 auf das Podium nicht verbessern. Der Spanier befindet sich weiterhin auf dem 5. Rang der Gesamtwertung. Chris Froome befindet sich am Abend vor der kritischen, harten 20. Etappe auf dem Angrilu im roten Trikot und führt mit 1:37 über den Gesamtzweiten Vincenzo Nibali (Bahrain Merida). Wilco Kelderman (Team Sunweb) liegt mit einem Rückstand von 2:17 auf dem dritten Platz.

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