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Ratgeber

Fünf Tipps für das erfolgreiche Windschattenfahren bei ungleich starken Paaren

Du hängst deine Partnerin regelmäßig ab, ohne es zu wollen? Hier gibt es ein paar Tipps für euch.

Viele Paare werden dieses Problem kennen. Man will zusammen eine gemütliche Runde drehen und dann klappt das Windschattenfahren nicht. Schon am Anfang des Anstiegs ist sie zurückgefallen, doch er bekommt es erst kurz vorm Gipfel mit. Das kann sehr frustrierend sein. Doch es gibt Tricks, dem entgegenzuwirken.

Wir gehen in diesem Artikel davon aus, dass es sich um einen Mann mit einer langsameren Partnerin handelt. Dies wird wohl der am häufigsten auftretende Fall sein. Natürlich gibt es aber auch stärkere Frauen, gleichgeschlechtliche Paare oder zusammen trainierende Freunde mit Leistungsunterschieden, für die der Artikel genauso hilfreich ist.

Zusammen erfolgreich den Windschatten zu nutzen, das erfordert viel Übung. (Foto: Andreas Krohn)

Die ungünstigste Variante ist, die Frau vorfahren zu lassen. So kann sie zwar ihr Tempo bestimmen, doch arbeitet die schwächere Dame für den Herren mit. Dieser ruht sich währenddessen in ihrem Windschatten aus. Andersrum wäre das besser, nicht wahr?

 

Die Profis machen es vor: Im Windschatten fahren spart bis zu 30 Prozent Leistung.

Der Mann fährt also vor und gibt der Partnerin während der gesamten Fahrt Windschatten. So sind beide schneller am Ziel.  Außerdem sieht der Schnitt auf Strava besser aus. Auch das Streitpotential ist niedrig und sie erreichen das Ziel glücklich. Die Motivation am Hinterrad von ihm zu bleiben, erhöht sich. So wäre der Idealfall. Doch wie kommt man zu diesem?

Tipp 1: gute Kommunikation

Sie gibt regelmäßig Kommandos wie: „Schneller!“, „Langsamer!“ oder „Viel Langsamer!“ Besonders das Wort „schneller“ kommt meist sehr gut an. Es führt oft zur sofortigen Tempoerhöhung, ähnlich als würde grade ein Ortsschildsprint beginnen. Um keine Lücke aufklaffen zu lassen, empfiehlt sich eine gleichmäßige Tempoerhöhung. So spart sich die Frau einen anstrengenden Sprint. Um Friedenswillen zu demonstrieren, sollten außerdem regelmäßige Nachfragen bezüglich des Tempos stattfinden. Erhält der Mann keine Antwort, dann war das Tempo höchstwahrscheinlich schon zu hoch.

 

Zur guten Kommunikation gehören aber auch Kompromisse. Besonders am Berg ist es oft sinnvoll, das eigene Tempo zu fahren und am Gipfel aufeinander zu warten.

Handelt es sich bei dem Paar um ein eher unkommunikatives oder fährt die Dame gerne auf Anschlag, sodass das Sprechen kaum noch möglich ist, bieten sich andere Varianten an.

Es gibt auch Spiegel für Rennradlenker. (Foto: Andreas Krohn)

Tipp 2: ein Spiegel

Bei einem Spiegel denken die Meisten an langsame Tourenräder, gefahren von älteren Herrschaften. Doch es gibt auch unauffällige aerodynamische Varianten für Rennräder. Mehrere Hersteller produzieren Spiegel, die am Lenker-Endstopfen befestigt sind. Der Partner kann mithilfe eines derartigen Spiegels sehen, wann sich die Lücke vergrößert oder ob die Partnerin überhaupt noch anwesend ist. Die Voraussetzung für eine erfolgreiche Nutzung ist natürlich, dass er regelmäßig hinein sieht. Sollte der Herr sich weigern, den Spiegel zu nutzen, gibt es aber auch noch eine weitere spannende Lösung.

Tipp 3: die Herzfrequenz koppeln

Fast alle etwas ambitionierteren Radsportler sind mit Pulsmessung unterwegs. Würde der Mann die Messwerte der Partnerin während der Fahrt kennen, dann wüsste er, wann er sie über- oder unterfordert. Es besteht die Möglichkeit, den Pulsgurt der Frau mit dem Radcomputer des Mannes zu koppeln. Aufgrund der Navigation oder der Geschwindigkeitsangabe wird der Herr dieses Gerät höchstwahrscheinlich nicht so sehr wie den Spiegel ignorieren. Reißt die Verbindung ab, sollte er sich vielleicht einmal umschauen.

Es gibt Programme, die die fremden Herzfrequenzdaten aus der Aufzeichnung entfernen können.

Tipp 4: ein E-Bike

Mögen einige Leser hier auch die Nase rümpfen, so sind E-Bikes von unbestreitbar praktischen Nutzen, wenn es darum geht, eine Gruppe zusammenzuhalten, deren Teilnehmer unterschiedlich leistungsfähig sind. E-Bikes gibt es heutzutage in allen Formen und Farben und unterstützen bis 25 km/h, was sie für den Klettereinsatz prädestiniert. Aber auch in der Ebene ist der Unterstützungseffekt nicht zu vernachlässigen.

Du hängst deine Liebste trotz dieser Tipps und trotz vieler Übungsstunden immer noch unabsichtlich ab? Und auch ein E-Bike scheint nicht die richtige Lösung für euch zu sein? Dann bleibt wohl nur noch der letzte Vorschlag:

Tipp 5: ein Tandem

Mit einem Tandem kannst du sie gar nicht verlieren. Egal wie stark du in die Pedale trittst, sie bleibt in deinem Windschatten. Neugierige Blicke sind euch sicher. In der Ebene rauscht ihr an Anderen vorbei.

Roadcycling.de wünscht allen Paaren friedliche und fröhliche gemeinsame Touren. Wir hoffen, euch mit den Tipps geholfen zu haben.

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