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Vuelta a Espana 2017

Vuelta a España 2017: John Degenkolb muss das Rennen aufgeben

Der deutsche Sprinter sieht sich aus gesundheitlichen Gründen gezwungen, die Vuelta a Espana 2017 aufzugeben.

Die Vuelta a España ist noch keine Woche unterwegs und leider sieht sich John Degenkolb (Trek-Segafredo) aus gesundheitlichen Gründen gezwungen, die Spanienrundfahrt frühzeitig aufzugeben. Der deutsche Sprinter, der schon mehrere Etappensiege bei der Vuelta sein eigen nennen kann, hatte gehofft, noch einige Tagessiege zu holen. Aber eine Bronchitis hat ihm einen Strich durch die Rechnung gemacht.

Degenkolb sah sich bis dato nur einmal gezwungen, eine Grand Tour vorzeitig aufzugeben: 2013 verließ er am ersten Ruhetag den Giro d’Italia. In seinen Interviews machte Degenkolb keinen Hehl aus seiner Enttäuschung und Frustration, die Vuelta verlassen zu müssen, nachdem er in guter Verfassung und Form in die Spanienrundfahrt gestartet war.

 

Foto: Sirotti

„Ich bin in guter Form hierher gekommen und hatte zwei Hauptziele: Eine Etappe zu gewinnen und Alberto in seinem letzten Rennen als professioneller Radfahrer zu einem guten Ergebnis zu verhelfen“, sagte Degenkolb. „Leider bin ich vor zwei Tagen krank geworden und damit hat sich die Sache für mich erledigt. Ich habe noch versucht, mich durch die Etappen zu kämpfen und hoffte darauf, dass sich mein Körper erholen würde, denn meine Beine fühlen sich gut an. Aber wenn man nicht mehr richtig durchatmen kann, ist es schlichtweg unmöglich, weiterzufahren.“

Degenkolb sieht sich gezwungen, die Vuelta a España aufzugeben. „Meine Gesundheit geht vor“. (Foto: Sirotti)

“Ehrlich gesagt, ich bin wirklich frustriert“, fuhr er fort. „Meine Saison fing gut an: Ich habe in Dubai eine Etappe gewonnen und bei den Klassikern bin ich unter die Top 10 gekommen. Aber seitdem ist es nicht mehr so gelaufen wie ich es mir erhofft hatte. Aber meine Gesundheit geht vor und ich will nichts riskieren. Die Saison ist noch nicht vorbei. Ich fliege nach Hause, werde mich erholen und mich auf die restliche Saison konzentrieren.“

Der Team-Arzt Piet De Moor gab an, sie hätten alles versucht, um Degenkolb eine Chance zu geben, die Vuelta nicht aufgeben zu müssen. Aber es war unmöglich. Noch ist es nicht sicher, wann der deutsche Sprinter wieder durchstarten kann. Degenkolb ist auf der Liste als Teamführer für das deutsche Team bei der UCI Weltmeisterschaft, die im nächsten Monat in Bergen ausgetragen wird.

“Als John vor zwei Tagen krank wurde, haben wir gleich mit der Behandlung angefangen und hofften, dass sich seine Gesundheit schnell verbessern würde“, erklärte Dr De Moor. „Leider war das nicht der Fall. Er muss sich jetzt gut ausruhen und erholen und seinem Körper die Chance geben, sich so schnell wie möglich zu erholen. Derzeit lässt es sich nicht genau sagen, wann er wieder ins Renngeschehen zurückkommen wird. Es kommt darauf an, wie schnell er sich erholen kann.“

Alberto Contador kämpft auch mit gesundheitlichen Problemen, ist aber entschlossen, die Vuelta zu fahrren. (Foto: Sirotti)

Alberto Contador kämpft auch mit seiner Gesundheit. Der Spanier hatte auf der ersten bergigen Etappe sichtliche Probleme und erklärte am folgenden Tag, dass er unter Magenproblemen litt. Contador, der mit dieser Vuelta a España seine letzte Grand Tour und sein letztes Rennen als Profi bestreitet, wird aber weiterhin im Rennen bleiben. Das Team hofft, dass er sich rechtzeitig erholen wird, bevor die großen Bergetappen anstehen.

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