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Vuelta a Espana 2017

Vuelta a España 2017: Christopher Froome stürmt auf der 9. Etappe zum Tagessieg

Seine Rivalen hatten keine Chance, als der Führer in der Gesamtwertung auf dem letzten Kilometer zum Angriff überging.

Es geschah auf dem letzten Anstieg zum Ziel bei der Bergankunft einer klassischen Vuelta a España Etappe: Chris Froome (Team Sky) holte sich seinen ersten Etappensieg einer Grand Tour dieser Saison, als er sich auf dem Puig Llorença gegen seine Rivalen Esteban Chaves (Orica-Scott) und Michael Woods (Cannondale-Drapac) durchsetzte. Mit diesem Sieg hat Froome seine Führung über Chaves auf 36 Sekunden ausgebaut.

Der britische Fahrer hatte im Vorfeld kein Geheimnis daraus gemacht, dass er und sein Team dieses Jahr mit der vollen Absicht in der Vuelta a España an den Start gehen, um das Rennen zu gewinnen und den Doppelsieg Tour de France-Vuelta a España zu besiegeln. Mit seiner heutigen Leistung stellte Froome seine Absicht unter vollen Beweis.

(Foto: Sirotti)

Froome wählte den letzten, steilen Kilometer des Schlussanstieges, um zum Angriff überzugehen und stellte seine unvergleichliche Schnelligkeit und Kraft am Berg zur Schau. Seine Rivalen schienen den Moment zu verpassen, reagierten ziemlich verzögert mit einem Gegenangriff und konnten dann mit dem roten Trikot nicht mithalten.

Keiner seiner Rivalen konnten mithalten, als Froome auf dem letzten Kilometer zum Angriff überging. (Foto: Sirotti)

Alberto Contador (Trek-Segafredo), der auf der 8. Etappe als einiziger auf dem letzten Anstieg zu wachsen zu sein schien, versuchte auch heute sein Glück. Aber auch der Spanier musste sich zurückfallen lassen. Chaves und Woods kamen Froome etwas näher, aber hatten nichts mehr in ihren Beinen, als zur Ziellinie noch einmal anzog.

„Ich habe auf den letzten zweihundert Metern alles gegeben. Ich war entschlossen, dass ich nicht eingeholt werden würde. Ich  bin sehr, sehr glücklich, heute gewonnen zu haben. Das Team hat auf dem letzten Anstieg super Arbeit geleistet und ein gutes Tempo vorgegeben“, sagte der Froome. „Einie Woche im Rennen und ich bin in der besten Situation, die ich mir wünschen könnte. Ich habe and der Vuelta schon so oft teilgenommen, habe versucht, dieses Rennen zu gewinnen. Und bis jetzt scheint alles wirklich gut zu verlaufen.“

Mit einem langen Flachstück über 130 Kilometer und einem Anstieg, den es gleich zweimal zu bewältigen galt, kam es auf der 9. Etappe wie es zu erwarten war: Schon nach 20 Kilometern hatte sich eine Fluchtgruppe gebildet und abgesetzt. Cannondale-Drapac, ein Team, das nach einem neuen Sponsor sucht und dessen Zukunft in der Schwebe hängt, bezogen vorne im Hauptfeld Stellung und kontrollierten den Abstand zu den Ausreißern, der nie mehr als drei Minuten betrug. Unter den Ausreißern befanden sich Markel Irizar (Trek-Segafredo), Marc Soler (Movistar), Marco Haller (Katusha-Alpecin), Bert-Jan Lindeman (LottoNL-Jumbo), Tobias Ludvigsson (FDJ), Anthony Turgis (Cofidis), Lluis Mas und Diego Rubio (Caja Rural-Seguros RGA), Conor Dunne (Aqua Blue Sport) und Ricardo Vilela (Manzana Postobon).

Der Anstieg Alto Puig Llorenca zum Ziel stellte die Profis mit seinen steilen Teilstücken auf eine harte Probe. (Foto: Sirotti)

Die Fluchtgruppe hielt auf dem langen Flachstück zum Anstieg zusammen, aber als es zum ersten mal den Llorença hinaufging, begann die Gruppe auseinanderzufallen. Ludvigsson, Mas und Vilela übernahmen die Führung, ein wenige später schaffte Soler, sich zu dem Trio zu gesellen. Das Peloton befand sich weniger als zwei Minuten hinter den Ausreißern und Cannondale überließ Sky die Führung, als das Hauptfeld den Berg erklomm. Trek-Segafredo setzten sich start dafür ein, dass ihr Teamführer Contador vorne im Hauptfeld Stellung bezog. Soler kam als erster über den Berg, das Hauptfeld nur noch 1:45 hinter ihm.

Kaum hatte das Peloton den Llorença zum ersten mal überquert, hagelte es Angriffe. Romain Bardet (AG2R La Mondiale) setzte sich alleine ab, wurde aber schon bald vom Hauptfeld einkassiert. Vorne zeigten die zwei Ausreißer auf der Abfahrt eine eingespielte Zusammenarbeit, aber der Zeitabstand zum Peloton schrumpfte dramatisch und betrug schließlich nur noch 30 Sekunden.

Trek-Segafredo gesellten sich zu Cannondale-Drapac und Sky vorne ins Hauptfeld. Ludvigsson und Soler schafften es, ihre Führung auf 37 Sekunden auszubauen, hinter ihnen schwoll die Spitze des Peloton an, als Orica-Scott, Bahrain Merida und Sunweb geschlossen nach vorne drängten. Soler fuhr entschlossen weiter und zog davon, aber Ludvigsson entschloss sich, auf das Hauptfeld zu warten. Kurz darauf ließ Soler sich vom Peloton einvernehmen. Mit allen Ausreißern im Hauptfeld übernahm Team Sky die Führung und schlug ein gnadenloses hartes Tempo an und es kam, was kommen musste: Das Peloton wurde auseinandergezogen, als einige Fahrer nicht mehr mithalten konnten.

Der Anstieg Llorença ist zwar nur 4 Kilometer lang, aber mit Steilstücken bis zu 21 % sollte er nicht auf die leichte Schulter genommen werden. Bardet versuchte wieder, sich abzusetzen und im Alleingang zur Spitze zu gelangen, aber vergeblich: Das Peloton hatte ihn schon bald auf den flachen Stücken eingeholt und wieder verschluckt.

Auch Contador musste das rote Trikot auf dem letzten Kilometer ziehen lassen. (Foto: Sirotti)

Auf dem letzten, und gleichzeitg steilsten Kilometer befand sich das rote Trikot an zweiter Stelle, mit Contador heiß auf seinen Fersen. QuickStep-Floors war das erste Team, das zum Angriff überging, aber Froome, Contador und Michael Woods (Cannondale-Drapac) parierten sofort. Kurz darauf fuhr Froome eine Attacke und keiner schien ihm folgen zu können. Chaves und Woods jagten dem roten Trikot schließlich hinterher, aber Froome zog nocheinmal an und erreichte vor seinen Rivalen die Ziellinie und holte sich so seinen ersten Etappensieg bei einer Grand Tour in 2017.

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