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Vuelta a Espana 2017

Vuelta e España 2017: 6. Etappe – Tomasz Marczynski holt sich den größten Sieg seiner Karriere

Chris Froome führt weiterhin in der Gesamtwertung, Alberto Contador macht Druck.

Tomasz Maczynski (Lotto Soudal) holte sich mit dem Etappensieg auf der sechsten Etappe in Sagunto seinen bisher größten Erfolg seiner Karriere. Der Pole war den ganzen Tag in der Fluchtgruppe mitgefahren und war einer von drei Fahrern, die sich zum Ziel absetzen konnten. Maczynski setzte sich gegen seinen Landsmann Pawl Poljanski (Bora-Hansgrohe) und Enric Mas (Quick-Step Floors) durch.

Dabei sah es auf den letzten Kilometern danach aus, dass die Ausreißer auf den letzten Kilometern vom Hauptfeld eingenommen werden würden, als die Hauptanwärter auf den Gesamtsieg ihnen bedrohlich nahe kamen. Die Entfernung zwischen dem Peloton und der Fluchtgruppe schwand zusehends. Marczynski zögerte nicht und setzte sich, zusammen mit Mas, auf dem letzten Anstieg des Tages von den Ausreißern ab. Poljanski, Luis Leon Sanchez (Astana) und Antonio Pedrero (Movistar) zogen mit. Aber schon bald schmolz das Quintett auf ein Trio, nachdem  Sanchez und Pedrero nicht mithalten konnten und vom Peloton eingeholt wurden.

(Foto: Sirotti)
(Foto: Sirotti)

Marczynski, Mas und Poljanski ließen sich davon nicht beeindrucken und machten als die verbleibenden Fahrer einer Ausreißergruppe, die ursprünglich 27-Mann zählte, weiter Druck. Sanchez versuchte vier Kilometer vor dem Ziel das Trio wieder einzuholen, aber die drei hatten sich ausreichend Abstand herausgefahren, so dass sie den Sieg unter sich ausmachen konnten.

Froome und seine Rivalen kamen geschlossen ins Ziel. (Foto; Sirotti)
Froome und seine Rivalen kamen geschlossen ins Ziel. (Foto; Sirotti)

„Es ist ein unbeschreibliches Gefühl“, sagte Marczynski. „Ich wollte eine Etappe gewinnen, aber ich hatte nicht erwartet, dass ich mein Ziel schon so zeitig im Rennen erreichen würde. Von Anfang an wurde ein Angriff nach dem nächsten gefahren. Es war wirklich hart. Die Fluchtgruppe war groß. Als die Anstiege kamen, fielen immer mehr Leute zurück. Den letzten Anstieg sind wir sehr schnell gefahren. Wir fuhren zu zweit Richtung Ziel und ein paar andere wollten dazustoßen. Wir haben uns nur angeschaut, aber ich sagte ‚Ich werde einen Angriff nicht ziehen lassen. Wenn ich am Schluss keine Kraft mehr habe, so soll es sein, aber ich werde alles geben. Ich bin den ganzen Tag in der Ausreißergruppe gefahren, ich werde diese Gelegenheit nutzen.“

Der Kampf um den Gesamtsieg

Während die Ausreißer um den Tagessieg kämpften, spielte sich ein Rennen innerhalb des Rennens im Peloton ab. Alberto Contador (Trek-Segafredo), der in den ersten Tagen der Vuelta a España unter Magenproblemen litt, scheint sich Tag auf Tag zu erholen und bewies das auch heute, als er immer wieder versuchte, seine Rivalen unter Druck zu setzen.

 

Es hatte den Anschein, als habe Trek-Segafredo sich ein Beispiel an den Taktiken von Team Sky genommen: Das Team stürmte mit einem scharfen Tempo auf in den letzten Anstieg der Etappe, Puerto del Garbi. Peter Stetina bestimmte die Geschwindigkeit und überließ dann Contador die Führung. Contador nahm die Herausforderung mit der altbekannten Entschlossenheit in Angriff und bewirkte, dass sich eine große Lücke im Hauptfeld auftat. Vincenzo Nibali und Esteban Chaves verloren den Anschluss, Froome konnte mithalten, aber nur, weil ihm sein Teamkollege Wout Poels als Helfer zur Seite stand.

Contador zeigte, das Aufgeben für ihn nicht in Frage kommt: Der Spanier bewies auf der 6. Etappe, dass man mit ihm rechnen muss. (Foto: Sirotti)
Contador zeigte, das Aufgeben für ihn nicht in Frage kommt: Der Spanier bewies auf der 6. Etappe, dass man mit ihm rechnen muss. (Foto: Sirotti)

Pantano, der sich vorne in der Fluchtgruppe befand, ließ sich zurückfallen, um Contador zur Seite zu stehen, der sich in Begleitung von Froome, Tejay van Garderen, Carlos Betancur und Jan Polanc befand. Die Gruppe fuhr geschlossen den Berg hinunter, als van Garderen zu Fall kam und Betancur, der nicht mehr ausweichen konnte, mitzog. Jasper Hansen (Astana) und Axel Domont (AG2R La Mondiale) kamen an der gleichen Stelle zu Fall. Van Garderen konnte letztendlich weiterfahren, hatte aber über eine Minute Abstand zu den Favoriten mit dem roten Trikot.

Van Garderen hatte die Gruppe mit Froome schon in Sichtweite, als er unglücklicherweise ein zweites Mal zu Fall kam. Der Amerikaner saß schnell wieder im Sattel,  aber für ihn war diese Etappe, die hart und aggressiv in Angriff genommen worden war, ein hartes Stück.

Die Gruppe der Favoriten kam 26 Sekunden nach dem Etappensieger geschlossen ins Ziel. Chris Froome (Team Sky) bleibt weiterhin im roten Trikot. Trotz seiner zweit unglücklichen Stürze verlor Van Garderen nur 17 Sekunden an Froome und landete auf den vierten Platz der Gesamtwertung. Esteban Chaves (Orica-Scott) ist mit einem Rückstand von 11 Sekunden zu Froome Gesamtzweiter.

Nach der 6. Etappe liegt Chris Froome weiterhin in Führung. (Foto: Sirotti)
Nach der 6. Etappe liegt Chris Froome weiterhin in Führung. (Foto: Sirotti)

Vuelta a España 2017 – 6. Etappe: Top 10 

  1. MARCZYNSKI Tomasz LOTTO SOUDAL 4:47:02
  2. POLJANSKI Pawel BORA-HANSGROHE
  3. MAS Enric QUICK-STEP FLOORS
  4. SÁNCHEZ Luis León  ASTANA PRO TEAM +0:00:08
  5. POLANC Jan UAE TEAM EMIRATES
  6. BARGUIL Warren TEAM SUNWEB +0:00:26
  7. VISCONTI Giovanni BAHRAIN-MERIDA
  8. FROOME Christopher TEAM SKY
  9. ARU Fabio ASTANA PRO TEAM
  10. HAIG Jack ORICA-SCOTT
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