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Vuelta a Espana 2017

Vuelta e España 2017: Lampaert holt sich den Tagessieg auf der 2. Etappe

Der Quick-Step-Floors-Fahrer überrundet die Sprinter und geht in die Gesamtführung.

Der Belgier Yves Lampaert (Quick-Step Floors) ging aus einer kleinen Gruppe zum Angriff über und holte sich sowohl den Tagessieg als auch die Führung der Gesamtwertung. Sein Teamkollege Matteo Trentin kam als zweiter ins Ziel. Adam Blythe (Aqua Blue Sports) rundete als Drittplatzierter die ersten drei Finisher der zweiten Etappe der Vuelta a España 2017 ab. 

Die Sonne schien von einem blauen Himmel, als sich das Peloton auf seine 203 km lange Reise Richtung Spanien aufmachte. Nachdem die Fahrer die französische Stadt Nîmes hinter sich gelassen hatte, wurde nach einiger Zeit die neutralisierte Zone aufgehoben und die zweite Etappe der Vuelta a España hatte begonnen.

(Foto: Sirotti)

Schon im Vorfeld wurde vor den starken Seitenwinden gewarnt, die den Profis auf dieser langen Etappe an der Mittelmeerküste entlang widerfahren könnten. Daher war es nicht überraschend, dass das Peloton zusammenhielt und in einer geschlossenen Gruppe fuhr. Trek-Segafredo schlug vorne ein hohes Tempo an und kontrollierte für Alberto Contador und John Degenkolb das Feld.

 

Auf in die zweite Etappe: Das Peloton verlässt Nime. (Foto: Sirotti)

So rollte das Peloton die Küste entlang. Es waren noch 75 km bis zum Ziel, als die befürchteten Seitenwinde aufkamen und anfingen, das Feld auseinanderzureißen. Jarlinson Pantano (Trek-Segafredo) befand sich an der Spitze des Feldes und schlug ein hartes Tempo an. Zwanzig Fahrer wurden zurückgelassen, aber schon nach ein paar Kilometern war das Peloton wieder komplett.

Es gab die üblichen Stürze der ersten Tage eines Rennnens, wenn die Fahrer noch etwas nervös sind und in den Rhythmus des Rennens finden. Aber alle Fahrer konnten wieder auf ihr Rad steigen und weiterfahren. Aber nur 60 Kilometer vor dem Ziel kam es zu einem schweren Sturz, von dem sich einige Fahrer nicht erholten:  Annas Ait El Abdia (UAE) schien es am schlimmsten erwischt zu haben, Marc Fournier (FDJ) und Javier Moreno (Bahrain Merida) waren auch betroffen, aber El Abdia musste das Rennen mit einem Verdacht auf ein gebrochenen Schlüsselbein aufgeben. Fournier und Moreno konnten schließlich weiterfahren, aber Moreno gab nach ein paar Kilometern auf.

Noch acht Kilometer vor dem Ziel und Team Sky versuchte, die Kontrolle zu übernehmen, in dem sich das Team nach vorne absetzte. Das Feld zog sich auseinander und mehrere kleine Splittergruppen fielen nach hinten durch. Astana, die sich für Fabio Aru einsetzen, fingen an, Teil der Führungsarbeit zu übernehmen.

Mit seinem Etappensieg ging Lampaert, in Führung und übernimmt das rote Trikot. (Foto: Sirotti)

Nur noch zwei Kilometer zum Ziel und eine siebenköpfige Gruppe, darunter drei Quick-Step-Fahrer, konnten sich vom Feld absetzen. Weitere Fahrer witterten ihre Chance und folgten den Fahrern und es passierte, was der Seitenwind nicht geschafft hatte: Das Feld wurde auseinandergerissen. Auf dem letzten Kilometer zog Lampaert kräftig an. Keiner seiner Mitstreiter konnte mit ihm mithalten, und der Belgier fuhr souverän ins Ziel. Sein Abstand zum Peloton bescherte ihm nicht nur den Etappensieg sondern auch das rote Trikot.

“Ich kann es noch gar nicht glauben. Ich kann es nicht fassen, dass es passiert ist. Das ist total verrückt”, sagte Lampaert im Ziel. “Unser Plan war, dass , falls wir ein Echelon aufbauen können, würden wir auf den letzten zehn Kilometern alles geben. Auf den letzten drei Kilometern fuhren wir Vollgas und wir fuhren den anderen davon, zusammen mit Alaphilippe und ein paar anderen. Kurz vor dem Kreisverkehr riefen sie nur noch “Go, go, go!”. Ich wusste, dass ich einen Kilometer am Limit fahren konnte und es hat geklappt.”

Vincenzo Nibali fuhr mit der gleichen Zeit wie Lampaert ins Ziel und ist der beste Finisher der Favoriten auf den Gesamtsieg. Chris Froome (Team Sky) kam 21 Sekunden später an und fiel von 8. auf den 9. Rang.

Vuelta a España – 2. Etappe: Top 10 

  1. LAMPAERT Yves QUICK-STEP FLOORS 04:36:13
  2. TRENTIN Matteo QUICK-STEP FLOORS
  3. BLYTHE Adam AQUA BLUE SPORT
  4. THEUNS Edward TREK-SEGAFREDO
  5. MODOLO Sacha UAE TEAM EMIRATES
  6. SCHWARZMANN Michael BORA-HANSGROHE
  7. VAN ASBROECK Tom CANNONDALE-DRAPAC
  8. OSS Daniel BMC RACING TEAM
  9. KONRAD Patrick BORA-HANSGROHE
  10. NIBALI Vincenzo BAHRAIN-MERIDA
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