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Vuelta a Espana 2018

Vuelta a Espana 2018: Ben King holt sich den Tagessieg auf der 4. Etappe

Simon Yates geht in die Defenive, Michal Kwiatkowski führt weiterhin in der Gesamtwertung.

Ben King (Dimension Data) fuhr auf der ersten Bergankunft der Vuelta a España 2018 zum Sieg, als er sich auf der 4. Etappe auf dem Puerto de Alfacar gegen Nikita Stalnov (Astana) durchsetzen konnte.

„Ein Traum ist wahr geworden. Ich kann es nicht glauben“, sagte King. „Ich wollte es bis zum letzten Kilometer nicht wahrhaben und ich bin froh, dass es geklappt hat. Ich bin dankbar, dass mein Team so an mich glaubt und mir die Möglichkeit gegeben hat, obwohl wir alle für Louis fahren.“

Ben King (Dimension Data) siegt auf der 4. Etappe der Vuela a Espana (Foto: Sirotti)

Die 4. Etappe der Vuelta a España 2018 bescherte den Radsportfans zwei Rennen auf einer Etappe: Unter den Ausreißern, die sich früh vom Peloton abgesetzt hatten, kam es zum erbitterten Kampf um den Tagessieg, wärend sich die Hauptfavoriten auf den Gesamtsieg zum ersten Mal gegenseitig auf Probe stellten. Die 12 Kilometer zum Ziel auf dem Berg der ersten Kategorie wurde der Schauplatz dieser Rennen.

King und Nikita Stalnov (Astana) konnten sich auf dem Anstieg zum Ziel von der restlichen Fluchtgruppe absetzen. Letztendlich war es King, der sich mit einer starken Beschleunigung auf den letzten 400 Metern den Tagessieg sicherte. (Foto: Sirotti)

Der Sieger des Tages, Ben King, hatte gute Chance, selber das rote Trikot der Gesamtwertung überstreifen zu können, als die Ausreißer im Laufe des Tages einen Abstand von zehn Minuten aufbauen konnten. Erst als die Fluchtgruppe den Puerto de Alfacar erreichten, reduzierte sich der Abstand allmählich und King verlor seine Chance auf das rote Trikot. Zu dem Zeitpunkt befand King sich zusammen mit Nikitia Stalnov (Astana Pro Team) an der Spitze des Rennens, nachdem die zwei Fahrer sich von den restlichen Ausreißern absetzten konnten. Jelle Wallays (Lotto Soudal) gesellte sich anfänglich dazu, musste die zwei Fahrer aber ziehen lassen, als der Gradient zum Zielanstieg steiler wurde.

Stalnov zeigte sich zeitweise recht widerwillig, King zu unterstützen, um das Tempo hochzuhalten und den Abstand zu den restlichen Fahrern zu erhalten, was King sichtlich ärgerte. Pierre Rolland (EF-Drapac) hatte sich auf die Verfolgungsjagd nach den zwei Fahrern gemacht und fuhr ihnen unbeirrt hinterher, kam zeitweise bis auf 15 Sekunden an KIng und Stalnov  heran. Mit einem riesigen Einsatz verringerte der Franzose den Vorsprung der zwei Fahrer auf nur einige Meter, als diese die Flamme Rouge erreichten.

King ließ sich durch Rolland nicht beeindrucken und wartete den richtigen Zeitpunkt ab, um zum Angriff überzugehen. Auf den letzten 400 Metern beschleunigte der Amerikaner mit einer ungeheuren Kraft. Weder Stalnov noch Rolland konnten mit King mithalten und dieser powerte als Tagessieger über die Ziellinie. Stalnov wurde zweiter, ein sichtlich erschöpfter Rolland kam mit einem Rückstand von 13 Sekunden als Dritter ins Ziel.

Das harte Tempo, das Lotto Soudal im Peloton bestimmte, forderte sein Opfer: Das Peloton zog sich auf dem letzten Anstieg nach Alfacar auseinander. Die Hitze tat ihr übriges. (Foto: Sirotti)

„Mein Ziel am Anfang des Jahres war, eine Etappe bei einer der Grand Touren zu gewinnen. Ich musste fest dran glauben und Vertrauen haben, dass ich das Potential habe, das zu erreichen“, fügte King hinzu.

King lag 4:33 hinter dem Führenden der Gesamtwertung Kwiatkowski. Er hatte demnach gute Chancen, dem Polen das rote Trikot abzunehmen, nachdem die Fluchtgruppe acht Minuten vor dem Peloton den Zielanstieg erreichte.

Team Sky schien auch nicht sehr daran interessiert zu sein, das Tempo im Peloton zu verschärfen, was in die Hände von King zu spielen schien. LottoNL-Jumbo war das Team, das dem Amerikaner die Chance nahm. Vor allem Sepp Kuss setzte ein hartes Tempo, das die Anzahl der Fahrer in der Gruppe um das rote Trikot schon bald verringerte.

„Ich kann mich an nichts erinnern, mein Gehirn war total ausgeschaltet. Es war eine Welt des Schmerzes“, gab Kuss zu. Sein unbeirrbares und unerbittliches Tempo war für Ilnur Zakarin (Katusha-Alpecin) und Vincenzo Nibali (Bahrain-Merida) zuviel des Guten. Sogar Kwatkowski wurde von seinen Teamkollegen isoliert und befand sich relativ einsam auf weiter Flur, als der Kampf um die Gesamtwertung enbrannte.

Michal Kwiatkowski (Team Sky) konnte seine Führung und das rote Trikot einen weiteren Tag verteidigen, aber es liegen nach der 4. Etappe nur sieben Sekunden zwischen dem Führer des Gesamtklassement und Emanuel Buchmann (Bora-hansgrohe) auf Platz zwei. (Foto: Sirotti)

Es waren noch knapp 4 Kilometer zum Ziel und Simon Yates (Mitchelton-Scott) machte seine Absichten für die Vuelta a España mit einer scharfen Beschleunigung klar. Alejandro Valverde (Movistar) setzte zum Gegenangriff an, schien es sich aber anders zu überlegen und Yates hatte schnell einen Vorteil ausgebaut.

Emanuel Buchmann (Bora-hansgrohe) war der einzige Fahrer, der sich an den Briten anhängte. „Ich konnte sehen, dass alle an ihre Grenzen stießen und erschöpft waren“, sagte Buchmann. „Es war eine Kombination der Hitze und das Tempo, das Lotto heute sehr schnell gefahren sind.“

Yates kam nach 2:48 hinter dem Tagessieger an achter Stelle ins Ziel, Buchmann überquerte die Ziellinie kurz darauf. Miguel Angel Lopez (Astana) zog auf dem letzten Kilometer das Tempo an und wurde zehnter. Kwiatowski kam zusammen mit Thibaut Pinot (Groupama-FDJ), Nairo Quintana (Movistar), Steven Kruijswijk (LottoNL-Jumbo), Wilco Kelderman (Sunweb) und Fabio Aru (UAE-Team Emirates) 3:15 nach King ins Ziel.

Die Abstände unter den Favoriten des Gesamtklassement sind nach der vierten Etappe der Vuelta a España stark geschrumpft: Kwiatkowski liegt mit 7 Sekunden Vorsprung vor Buchmann und 10 Sekunden trennen ihn von Yates an dritter Stelle. Valverde liegt mit 12 Sekunden Rückstand auf Platz 4, Keldermann mit 25 Sekunden auf Platz 5 der Gesamtwertung.

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