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Rennberichte & Analysen

Tour de La Provence: Nairo Quintana stellt am Mount Ventoux einen neuen Rekord auf

Ein rekordverdächtiger Einstieg zur Saison: Mit seinem ersten Sieg für sein neues Team Arkéa-Samsic gewinnt Quintana nicht nur die Etappe

Die Saison fängt gut an für Nairo Quintana: Der Kolombianer gewann seine erste Etappe für sein neues Team Arkeéa-Samsic bei der Tour de Provence auf dem berüchtigten Mont Ventoux. Nicht nur das: Er bewältigte den Abschnitt nach Chalet Reynard in einem rekordverdächtigem Tempo.

Sein Sieg auf der dritten Etappe bei der Tour de la Provence wird demnach nicht nur als angemessenes Debut für sein neues Team in Erinnerung bleiben. Schätzungen zu Folge setzte Quintana für den Abschnitt nach Chalte Reynard einen neuen Rekord. Chalet Reynard liegt mit 1.429 Höhenmeter noch 5 Kilometer vor der eigentlichen Passhöhe.

Mit einer rekordverdächtigen Leistung sicherte sich Nairo Quintanan (Arkea-Samsic) bei der Tour de La Provence seinen ersten Tagessieg der Saison für sein neues Team. (Foto: Sirotti)

Beobachtungen zufolge erklomm der kolombianische Bergspezialist den Anstieg in 28 Minuten und 12 Sekunden. Angeblich hat Quintana damit den bestehenden Rekord, der 1994 von Marco Pantani bei der Tour de France in 1994 gesetzt wurde, um 12 Sekunden geschlagen.

Rückenwind, niedrige Temperaturen, ein starkes Team und Eine beachtliche Leistung verhalfen Quintana zu seinem ersten Etappensieg der Saison und einem neuen Rekord auf Mont Ventoux (Foto: Sirotti)

Quintana profitierte nicht nur von einem Rückenwind, sondern auch von der starken Leistung seines Arkéa-Samsic Team: Seine Fahrer setzten auf der ersten Hälfte des 14 Kilometer langen Anstiegs ein sehr hohes Tempo, um Rémi Cavagna (Deceuninck-QuickStep) einzuholen. Quintana ging nach sieben Kilometern zum Angriff über und von da an gab es kein halten mehr.

Quintana eroberte den Rest des Anstiegs zum Ziel alleine und ließ nicht nach. Er kam fast 90 Sekunden vor Alexey Lutsenko (Astana) ins Ziel. Sepp Kuss (Jumbo-Visma) war einer der Fahrer, der immer wieder versuchte, an Quintana heranzukommen. Als der Kolombianer zum Angriff überging, konnte sich Kuss noch an dessen Hinterrad hängen, sah sich dann aber gezwungen, ihn ziehen zu lassen.

Kuss war ein Drittel einer dreiköpfigen Verfolgergruppe. Zusammen mit Lutsenko und Hugh Carthy (EF Pro Cycling) versuchten sie zu dritt, Quintana seinen Sieg streitig zu machen. Aber ohne Erfolg. Kuss fiel noch weiter zurück und wurde letztendlich mit einem Rückstand von zwei Minuten sechster.

Sepp Kuss (Jumbo-Visma) war einer der Fahrer, der vergeblich versuchte, mit Quintana mitzuhalten und ihn wieder einzuholen. Kuss wurde letztendlich sechster. „Ich fühlte mich gut“, sagte der Amerikaner im Ziel. (Foto: Sirotti)

„Ich fühlte mich gut“, sagte Kuss im Ziel. „Ich fühlte mich besser als erwartet. Ich hatte nicht gedacht, dass ich so früh in der Saison Eine solche Leistung bringen kann.“ Quintana hatte den Vorteil eines starken Teams, Rückenwind und niedrige Temperaturen. Auch musste er nicht den Pass bis zum bitteren Ende fahren – ob er die Leistung bis zur Passhöhe gehalten hätte, steht in den Sternen.

Dennoch sollten diese Faktoren seinen Erfolg nicht schmälern. Quintana hatte auch 2019 einen starken Einstieg in die Saison. Es hat den Anschein, der Bergspezialist zeigt auch in 2020 einen vielversprechenden Anfang. Jedoch erhofft er sich, dass er diese Leistungen weiterhin halten kann, wenn die Saison weiter fortschreitet. Quintana hat sein Augenmerk auf die Tour de France gerichtet, mit dem Ziel, seinen achten Platz von 2019 um einiges zu verbessern.

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