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Tour de France 2017

Tour de France 2017: 7. Etappe – Marcel Kittel gewinnt im Dreierpack

Marcel Kittel schlägt Boasson Hagen um eine Felgenbreite im Sprintfinale. Abermals finden sich vier deutsche Fahrer unter den Top 10!

Aller guten Dinge sind drei: Marcel Kittel sicherte sich in einem spannenden Sprintfinale seinen dritten Etappensieg bei der 104. Tour de France in Nuits-Saint-Georges. Der Quick-Step-Floors-Fahrer schlug Edvald Boasson Hagen (Dimension Data) an der Ziellinie um eine knappe Felgenbreite. Michael Matthews (Sunweb) kam dahinter als Dritter ins Ziel.

Es war ein Finale, wie man es nur vom Radrennen kennt: Nach 213 relativ flachen und ereignislosen Kilometern war es wieder ein Tag für die Sprinter und einen Massensprint, der Spannung und Drama versprach. Und wir wurden nicht enttäuscht.

(Foto: Sirotti)

Der Trend des Chaos im Sprint, den die diesjährige Tour de France ausmacht, wurde auch auf der heutigen Etappe fortgesetzt. Arnaud Démare (FDJ), der in der Punktewertung vorne liegt und das grüne Trikot verteidigt, kam sich mit Nacer Bouhanni (Cofidis) im Kampf um die beste Linie auf dem letzten Kilometer in die Quere. Aber auf den letzten Metern wurde es schnell klar, dass sich die französischen Teams verausgabt hatten, so dass Quick-Step Floors und Dimension Data die Kontrolle übernehmen und zu ihrem Vorteil nutzen konnten.

Es war knapp: Marcel Kittel gewinnt um Haaresbreite. (Foto: Sirotti)

Quick-Step Floors führte die Gruppe bis 400 Meter vor dem Ziel an, aber Kittel nutzte sein Gespür und seine Erfahrung und hängte sich an das Hinterrad von Boasson Hagen, der von seinem Teamkollegen Janse van Rensburg zum Ziel gezogen wurde. Aber Kittel hatte den Zieleinlauf falsch abgeschätzt und wartete ein bisschen zu lange bevor er sich und sein Rad praktisch über die Ziellinie warf. Nach dem Zielfoto zu urteilen, hätte der deutsche Sprinter seinen Sieg beinahe um eine Haaresbreite verpasst.

„Ich hatte keine Ahnung, ob ich gewonnen hatte oder nicht. Ich dachte nur ‚das wird knapp‘ und versuchte, um drei Meter zu wachsen“, sagte Kittel. „Ich dachte wir seien noch 200 Meter vom Ziel entfernt, aber es waren nur noch 100 Meter, als wir um die Ecke kamen und ich mich an Boasson Hagen dranhängte. Da wusste ich, dass ich nur drauf hoffen konnte, dass sich eine Tür öffnen würde, so dass ich an ihm vorbeikommen könnte. Es hat gerade so gereicht.“

Sunweb war das erste Team, das zwei Kilometer vor dem Ziel zum ersten Angriff überging und die Führung übernahm. Aber Quick-Step war das Team, das den Weg zum Ziel ebnete.  Alexander Kristoff (Katusha-Alpecin) versuchte mit einem verfrühten Angriff um Edward Boasson Hagen herumzukommen, aber Kittel zog rechts rüber und konnte sich knapp vor Boasson Hagen über die Ziellinie retten. Es war so knapp, dass ein Finishfoto zur Rate gezogen werden musste, bevor Kittel als Sieger ernannt werden konnte.

Kittel führt jetzt in der Punktwertung der Sprinter. (Foto: Sirotti)

„Ich bin wirklich stolz. Es ist ein unglaublicher Erfolg“, sagte Kittel. „Ich bin in richtig guter Form. Mein Team hat mich toll unterstützt. Wir haben an diesen Erfolg, an diesen Sieg geglaubt. Ich kann es nicht fassen. Ich bin wieder bei der Tour dabei und habe drei Etappensiege. Ich bin überglücklich und genieße jede Minute. „

Mit diesem Sieg verzeichnet Kittel seinen zwölften Tour-de-France-Etappesieg und führt in der Punktewertung, so dass er morgen im grünen Trikot an den Start gehen wird. Der einzige andere deutsche Fahrer, der zwölf Etappensiege bei der Tour de France erreicht hat, ist Erik Zabel.

Für die Favoriten auf das gelbe Trikot war es ein weiterer ruhiger Tag, der keine Veränderungen in der Gesamtwertung brachte. Chris  Froome ( Team Sky) führt weiterhin um 12 Sekunden vor Geraint Thomas an zweiter und Fabio Aru (Astana) an dritter Stelle mit einem Abstand von 14 Sekunden zu dem Titelverteidiger.

„Heute war ein Tag für die Sprinter. Für mich ging es darum, vorne zu bleiben und nicht in Schwierigkeiten zu kommen. Es wurde viel über Seitenwind gemunkelt, deshalb war es wichtig, vorne mitzufahren, aber es wurde nie richtig schwierig. Es ging darum, diese Etappe hinter uns zu bringen. Am Wochenende kommen die ersten Berge und darauf konzentrieren wir uns, denn da geht es zum ersten Mal so richtig zur Sache, was die Gesamtwertung angeht“, sagte Froome.

(Quelle: ASO)

Die achte Etappe der Tour de France 2017 – das steht an

Die achte Etappe wird der erste Härtetest der 104. Tour de France. Die Fahrer legen 187 km auf welligem bis hügeligem Terrain zurück, die sich auf schmalen Straßen dahinziehen. Die richtigen Berge warten auf die Profis am Samstag und am Sonntag, deshalb kann von den Favoriten nicht viel erwartet werden, weil sie wahrscheinlich ihre Beine mit Hinblick auf das Wochenende schonen wollen.

Es gibt drei Anstiege, die den Fahrern in die Beine gehen werden: Der Col de la Joux (3. Kategorie) und der Côte de Viry (2. Kategorie). Kurz vor Schluss testet der Montée de la Combe (1. Kategorie) die Ausdauer und das Durchhaltevermögen der Fahrer, die schon seit acht Tagen im Sattel sitzen. Auch wenn sich die Favoriten nicht alles geben werden, werden diese Anstiege ein gutes Zeichen setzen, wer seine Kletterform mitgebracht hat und somit auf eine gute Chance in der Gesamtwertung hoffen kann.

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