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Rennberichte & Analysen

Giro d’Italia 2017 11. Etappe – Omar Fraile gewinnt in Bagno di Romagna

Omar Fraile (Dimension Data) holt sich seinen ersten Etappensieg bei einer Grand Tour in seiner Karriere

Der Spanier stellte nach anstrengenden 161 Kilometern in den Appenninen eine beeindruckende Form zur Schau, als er sich mit drei anderen Fahrern von der großen Ausreißergruppe absetzen konnte und den Etappensieg für sich entschied.

Fraile sprintete mit Rui Costa (UAE Team Emirates), Pierre Rolland (Cannondale-Drapac) und Tanel Kangert (Astana) zum Ziel und überquerte als erster die Ziellinie, während das Überbleibsel der Ausreißergruppe ihnen auf den letzten paar hundert Metern immer näher gekommen war.

Omar Fraile setzt sich im letzten Sprint vor Costa und Kangert durch (Bild: Sirotti).

Fraile war in einer 25 Mann starken Gruppe, die sich schon am ersten Berg der Etappe, dem Passo della Consuma, vom Hauptfeld absetzen konnte. Es folgten noch drei weitere Anstiege, aber die Abfahrt vom Consuma verursachte schon ein ziemliches Durcheinander im Fahrerfeld. Tom Dumoulin (Sunweb), der am Vortag mit einer überlegenden Leistung die Führung und das Maglia Rosa von Quintana übernahm, musste sich auf einen anspruchsvollen Tag auf dem Weg nach Florenz einstellen.

Tom Dumoulin (Sunweb) und sein Team kontrollierten nach anfänglichen Schwierigkeiten das Rennen. (Bild: Sirotti)

Aber schon am Passo della Calla, dem zweiten Berg des Tages, konnte Dumoulin und sein Team wieder die Kontrolle über das Rennen wiedererlangen. Fraile und Mikel Landa (Team Sky) konnten sich von der großen Gruppe absetzen und verbrachten die 70 Kilometer, die darauf folgten, in einem kleinen Ausreißerduett.

Auf dem dritten, und langem Anstieg des Monte Fumaiolo konnte Landa nicht mehr mithalten und wurde von der größeren Gruppe wieder eingeholt, als diese auf die zwei Ausreißer aufschloss. Mit noch 35 Kilometern zum Ziel fuhr Fraile zum Angriff, als die Fahrer den Pass überquerten.

Bild: Sirotti
Am Fumalaio fiel Landa zurück und Fraile fuhr seinen Angriff (Bild: Sirotti)

Rolland fackelte nicht lange und folgte dem Spanier. Costa schaffte auf der letzten Abfahrt, Anschluss zu den zwei Ausreißern zu finden. Aus drei wurden schließlich vier, als Kangert unten am Berg aufschloss.

Kangert auf dem Weg zum Ausreißetrio. (BIld: Sirotti)

Der Rest der Ausreißer waren nur 14 Sekunden hinter dem Quartett. Es waren nur noch zwei Kilometer bis zum Ziel, die die vier überbrücken mussten, aber zwei Kilometer mit nur einem Zeitabstand von 14 Sekunden können, um ein paar Kilometer entscheidend zu lang sein. Der Abstand wurde immer geringer und es hatte schon fast den Anschein, als würden die vier wie von einer Welle überrollt werden, als sie sich ohne sichtliche Anstrengung auf das Ziel zubewegten.

Aber im letzten Moment zog Fraile an und schoss mit einem starken Sprint über die Ziellinie. Nach seinen Anstrengunen, die diesem Sprint vorausgegangen waren, war es eine sehr beachtliche Leistung, die der Spanier an den Tag legte.

Die Welle kam, konnte die Ausreißer aber nicht mehr einholen. (Bild: Sirotti)

“Ich stellte schon ziemlich früh fest, dass mir die Strecke zusagen würde. Ich ging schon früh zum Angriff über, denn ich wusste, dass wir so einen Vorteil herausfahren konnten. Als sie uns wieder einholten, markierte ich mir Rui Costa, denn er ist ein sehr schneller Fahrer. Aber heute war ich noch schneller.”

Tom Dumoulin brachte das Rosa Trikot sicher ins Ziel. (Bild: Sirotti)

Tom Dumoulin (Sunweb) schaffte es, das Maglia Rosa sicher ins Ziel zu bringen und wird es weiterhin tragen. Nachdem sein Team am Anfang der Strecke ins Chaos gestürzt wurde, konnte es aber wieder Ordnung in das Rennen bringen und stellte eine starke und souveräne Leistung zur Verteidigung des Maglia Mosa zur Schau. Auf dem zweiten und dritten Anstieg kontrollierte das Team das Hauptfeld und arbeitete mit Bauke Mollema (Trek-Segafredo) und Team FDJ zusammen, keine Angriffe auf das Maglia Rosa zuzulassen.

Tom Dumoulin führt auch nach dieser Etappe weiterhin die Gesamtwertung. (Bild: Sirotti)

“Es wird für mich kein Leichtes sein, den Giro zu gewinnen. Aber es wird für keinen leicht sein. Ich bin froh, die heutige anstrengende und fordernde Etappe erfolgreich hinter mir zu haben. Für heute haben wir es geschafft.”

Die ganze Stadt wird zur Feier der Giro herausgeschmückt. (Bild: Sirotti)
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