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Rennberichte & Analysen

Deutschland Tour 2018: Alvaro Hodeg siegt auf der ersten Etappe

Alvaro Hodeg (Quick-Step Floors) schlägt Pascal Ackermann (Bora-Hansgrohe) um Haaresbreite

Der Kolumbianer Alvaro Hodeg (Quick-Step Floors) schlug den deutschen Meister im Straßenrennen Pascal Ackermann (Bora-Hansgrohe) in einem hart umkämpften und knappen Schlusssprint auf der ersten Etappe der Deutschland Tour 2018.

Ackermann bewies eine gute Form und wurde von seinem Team beispiellos auf der langen Zielgeraden in Bonn zum Ziel geführt. Es hatte schon den Anschein, dass der erste Sieg der Deutschland Tour bei ihrer Neuauflage nach zehn Jahren Pause an den deutschen Fahrer gehen würde, aber Hodeg machte dem einen Strich durch die Rechnung: Der Kolumbianer  zog rechts an Ackermann vorbei und schnappte sich um eine Reifenbreite den Sieg.

Um eine Reifenbreite: Alvaro Hodeg (Quick-Step Floors) schlägt den deutschen Meister im Straßenrennen Pascal Ackermann (Bora-Hansgrohe) im Schlusssprint auf der 1. Etappe der Deutschland Tour 2018 in Bonn. (© Isaak Papadopulous / Weitsprung)

Deutschland Tour – 157 Kilometer Auftakt!

Ein Blick auf die 157 Kilometer lange Strecke der ersten Etappe der Deutschland Tour von Koblenz nach Bonn ließ auf einen Massensprint schließen: Relativ flach, mit einem kategorisierten Anstieg, führte eine lange Zielgerade in Bonn die Profis zum Ziel. Kurz nachdem die Flagge gesenkt worden war, setzte sich eine kleine Ausreißergruppe vom Peloton ab: Jorge Arcas (Movistar), Kevin Van Melsen (Wanty Groupe Gobert), Benoit Jarrier (Fortuneo-Samsic), Jens Reynders (Leopard Pro Cycling), Sven Reutter (Heizomat – Rad Net) und Dorian Lübbers (Lotto – Kern Haus)

Bora-Hansgrohe kontrollierte das Peloton auf der Strecke von Koblenz nach Bonn, nachdem sich sechs Fahrer abgesetzt hatten. (Foto: © Isaak Papadopulous / Weitsprung)

Reutter gewinnt Zwischensprint

Im Peloton waren es Bora-Hansgrohe, Lotto Soudal und Quick-Step Floors, die das Hauptfeld kontrollierten und dafür sorgten, dass die sechs Ausreißer nicht mehr als 2:30 Minuten Vorsprung hatten. Reutter gewann die Zwischensprints, Jarrier holte sich auf dem einzigen Anstieg der Etappe die Punkte der Bergwertung. Als die Profis sich Bonn näherten, fiel ein Ausreißer nach dem anderen zurück in das Peloton. Mit 20 Kilometern zum Ziel waren es nur noch drei, die versuchten, das Hauptfeld so lange wie möglich in Schach zu halten.

Der Abstand zum Peloton fiel auf 30 Sekunden und es war Oscal Riesebeek (Roompot – Nederlandse Loterij), der als erster den Angriff aus dem Hauptfeld wagte, gefolgt von Juri Hollmann (Heizomat Rad-Net). Zusammen holten sie das Trio ein, jedoch wurden die Ausreißer 13,5 Kilometer vor dem Ziel vom Peloton eingeholt, nachdem Team Sky die Führung übernommen hatte.

Geraint Thomas (Team Sky) setzte vorne das Tempo. Der Tour de France Sieger ebnete den Weg für seinen Landsmann Luke Rowe, der zum Angriff überging und einen kleinen Vorsprung erarbeiten konnte. Aber sein Erfolg war nur von kurzer Dauer: Der Waliser wurde in Bonn fünf Kilometer vor dem Ziel wieder eingeholt.

Deutschland hat wieder eine Tour: Zehn Jahre nach der letzten Deutschland Tour startete das Rennen auf ein viertägiges Etappenrennen. (Foto: © Isaak Papadopulous / Weitsprung)

Das war der Moment, in dem Bora-Hansgrohe sich an die Spitze des Feldes setzte und die Kontrolle übernahm. Souverän kam das Team um die letzte scharfe Kurve, wehrte einen Angriff eines Fahrers ab und hielten ihre Führungposition auf den letzten hundert Metern der Zielgerade. Ackermann befand sich in einer perfekten Ausgangsposition hinter seinem Teamkollegen Rudiger Selig. Im richtigen Moment setzte der deutsche Meister zum Schlusssprint an und war sich seines fünften Sieges der Saison schon fast sicher, als Hodeg an dem Bora-Fahrer vorbeizog.

Niccolo Bonifazio (Bahrain-Merida) wurde dritter und Reinardt Janse Van Rensburg (Dimension Data) vierter. Von den deutschen Sprintern kam Andre Greipel (Lotto Soudal) als sechster in Ziel. Marcel Kittel (Katusha-Alpecin), der nach seiner Aufgabe der BickBank Tour ein gutes Ergebnis in seinem Heimatland bei der Deutschland Tour erhoffte, war in der Gruppe der Sprinter nicht zu sehen. Seine Aufgabe der BickBank Tour scheint nicht den erwünschten Erfolg auf seine Leistung gebracht zu haben.

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