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Profi-Radsport

Panamericana Solo: Jonas Deichmann im Interview

Kurz vor seinem Panamericana-Weltrekordversuch haben wir Jonas noch zu einem Interview erwischen können. Am 18. August geht es los!

Nicht weniger als 14 Länder, 23.000 Kilometer und 200.000 Höhenmeter wird Jonas Deichmann ab dem 18. August 2018 unter die Räder nehmen und versuchen, den aktuellen Panamericana-Rekord um ganze zwei Wochen zu unterbieten. Kurz vor dem Start seines Weltrekordversuchs haben wir Jonas noch einmal gesprochen.

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Jonas, bald geht es mit deinem Panamericana-Weltrekord los. Von wo bis wo wirst du fahren?

Los gehts am Arktischen Ozean in Prudhoe Bay, Alaska. Dann radle ich 23.000 km entlang der Rocky Mountains und der Anden bis nach Ushuia, der südlichsten Stadt Argentiniens.

Warum von Norden nach Süden und nicht umgekehrt?

Aufgrund des Wetters fahre ich von Norden nach Süden. Im August ist endet der Sommer in Alaska und im November ist bereits Frühling auf der Südhalbkugel. Vom Wind her wäre andersherum allerdings schneller.

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Wie stellst Du deine Wasserversorgung sicher?

Ich habe zwei große Wasserflaschen, die meistens reichen. Für Alaska und den Yukon habe ich einen Wasserfilter dabei und für die Wüste werde ich noch zusätzliches Wasser mitnehmen.

Wie wirst Du unterwegs übernachten?

Normalerweise fahre ich bis in die Dunkelheit und lege mich dann für ein paar Stunden mit meinen Schlafsack neben die Straße. Für schlechtes Wetter habe ich auch ein Zelt dabei. Nur in Zentralamerika werde ich aus Sicherheitsgründen öfters im Hotel übernachten.

Hast Du keine Angst vor Bären?

Nein, ich habe mehr Angst vor dem Straßenverkehr. Bären sind normalerweise friedlich wenn man sie respektiert. Ich treffe allerdings ein paar Sicherheitsvorkehrungen und trage Bärenspray mit mir.

Welche Änderungen bei deiner Ausrüstung hast du seit deinem Eurasien-Weltrekord letztes Jahr gemacht?

Die größte Änderung ist natürlich mein neues Rad. Letztes Jahr hatte ich ein normales Rennrad und große Probleme mit Komfort und Defekten. Daher bin ich auf ein Cervélo C5 umgestiegen. Das ist ein Endurance-Rennrad und deutlich komfortabler und robuster.
Eine weitere Veränderung sind meine Handschuhe. Letztes Jahr hatte ich große Probleme mit Taubheit in den Händen. Daher nutze ich jetzt die Chiba-BioXCell-Handschuhe, die ein Einschlafen verhindern und mir mehr Komfort geben.

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Gib uns doch einen Überblick über deine Ausrüstung

Gerne, eine komplette Ausrüstungsliste gibt es auf meinem Blog!

Du fährst ohne Begleitfahrzeug und ohne weitere Unterstützung. Ist dein Ziel von unter 100 Tagen so überhaupt zu schaffen?

Es wird schwer, aber ich werde es schaffen. Mit Begleitfahrzeug ist man ca. 40 % schneller, aber mich interessiert das nicht, weil so das Abenteurer verloren geht. Bisher hat noch niemand diese enorme Distanz in so kurzer Zeit ohne Begleitfahrzeug geschaftt, das motiviert mich ganz besonders.

Wie hast Du dich auf die Temperaturunterschiede vorbereitet?

Ich war die letzten 3 Monate bereits in Nordamerika unterwegs. Hier hatte ich von Wüste, Schnne, Hochgebirge und Luftfeuchgigkeit alles dabei.

Wie lädst Du dein Handy in der Wildnis?

Ich nutze dieses Jahr ein LandRover Explore Outdoor Phone. Da hält der Akku mehrere Tage. Laden werde ich in Restaurants entlang der Strecke.

Wo liegt die größte Herausforderung?

Streckentechnisch auf jeden Fall in Südamerika. Ich werde bereits 15.000 km in den Beinen haben und erwarte einen ständigen, starken Gegenwind von Peru bis Argentinien. Außerdem warten hier auch die höchsten Pässe der Anden.

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Wie finanzierst du das Projekt?

Größtenteils über Sponsoren. Nach meinem Weltrekord letztes Jahr konnte ich einige namhafte Firmen gewinnen, z. B. die Firma Bliz aus Schweden und die Müncher Hoffmann Gruppe. Außerdem halte ich Motivationsvorträge Bei Firmen und habe eine Crowdfunding-Kampagne gestartet.

Vielen Dank für das Interview und viel Erfolg für deine Monsterfahrt! Komm gesund wieder zurück!

Danke und liebe Leser von Roadcycling.de: Bitte drückt mir die Daumen!

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