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Panamericana Solo 2018

Training in Amerika: Vulkane, Mammutbäume und Traumstrände in Oregon

Jonas Deichmann ist während seines Panamericana-Trainings in Oregon angekommen und ließ sich von der Landschaft und Natur des Bundesstaats im Westen der USA beeindrucken.

Nach sechs Wochen im Zickzack durch die Rocky Mountains hatte ich mich ganz besonders auf den Pazifik gefreut. Eigentlich hatte ich nur eine Woche für Oregon eingeplant, aber dank der landschaftlichen Schönheit sind es am Ende 15 Tage geworden.

Nach einem erholsamen Abend in einer heißen Quelle im Payette-Tal erreiche ich Mittags Oregon. Aufgrund seiner Abgeschiedenheit wurde Oregon erst vor 120 Jahren besiedelt und die Spuren der Pioniere sind noch überall ersichtlich. Der Staat wird durch eine hohe Gebirgskette getrennt und während der Osten trocken und heiß ist, regnet und stürmt es häufig im Westen.

 

Ab der Grenze habe ich noch 500 Kilometer durch eine karge Wüstenlandschaft vor mir, bevor ich die Berge erreiche. Trotz des Windes und der Hitze bewältige ich die Strecke in zwei Tagen und bin froh, als ich Bend erreiche. Von hier radle ich entlang des Cascade-Highway durch hohe Berge, türkisblaue Seen und einsame Straßen. Es ist schon dunkel, als ich einen See zum Zelten erreiche. Ich setze mich ans Lagerfeuer und beobachte die Elche, die auf der anderen Seite stehen.

 

Am nächsten Tag geht es hinauf zum Crater Lake, einem spektakulären See im Krater eines Vulkans. Während des Anstiegs auf 2.300 Meter regnet und stürmt es, bevor es kurz vor dem Gipfel zu schneien anfängt. Durchgefroren erreiche ich den Kraterrand und genau in diesen Moment öffnen sich die Wolken und bieten einen fantastischen Blick auf den See. Von hier führt die Straße entlang des Kraters und belohnt immer wieder mit spektakulären Ausblicken. Es beginnt erneut zu schneien und ich rase hinab, um einen tieferen und wärmeren Schlafplatz zu finden.

Am nächsten Tag ist das Wetter wieder besser und ich fahre zwei Tage ständig leicht bergab, bis ich Crescent City am Pazifik erreiche. Bevor ich nach Norden Richtung Kanada radle, mache ich einen kurzen Abstecher nach Kalifornien, um die gigantischen Bäume des Redwood-Walds zu besichten. Die Mammutbäume sind teils über 1000 Jahre alt und zählen zu den größten der Welt. Am frühen Morgen bricht das Licht durch die Vegetation und ich fühle mich sehr klein zwischen diesen Riesen.

Nun geht es zurück nach Crescent City und fast 1.000 Kilometer entlang der Pazifikküste bis nach Kanada. Der Highway 101 gilt in den USA als Traumstraße für Radler und ich merke sehr schnell, wieso. Bei ständigem Auf und Ab geht es vorbei an langen Sandstränden und einsamen Buchten. Der Wind bläst dauernd von vorne und ich erfahre, dass er zu dieser Jahreszeit immer aus Norden kommt. „Gutes Zeitfahrtraining“, denke ich mir und mache das Beste aus den Bedingungen. Am Abend halte ich an einem einsamen Strand, springe in den eiskalten Pazifik und schlafe neben dem Lagerfeuer.

Die nächsten Tage führt die Straße weiter entlang der Küste und es bieten sich immer wieder Gelegenheiten für einen lohnenswerten Umweg zu Leuchttürmen, in Fischerdörfer oder hinauf zu spekatakulären Felsen hoch über dem Meer.

Nach vier Tagen erreiche Washington und fahre weiter Richtung Vancouver.

Mehr zu Jonas Deichmanns Abenteuern findet ihr auf seiner Webseite!

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