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Panamericana Solo 2018

Bären, Wildnis und Abenteuer – mit dem Rennrad durch British Columbia und die kanadischen Rocky Mountains

Mittlerweeile ist Jonas Deichmann während seiner Weltrekordvorbereitung in Kanada angekommen. Von seinen Erlebnissen rund um Vancouver berichtet er hier.

Nach zwei tollen Monaten in den USA habe ich endlich Kanada erreicht. Zuerst bleibe ich zwei Tage bei Freunden in Vancouver und erkunde die Gegend.

Wir radeln an einem Tag 270 km und 6.000 Höhenmeter, ohne dabei die Stadt zu verlassen. Im Norden von Vancouver gibt es einige Anstiege, die vom Meer auf bis zu 1.200 Meter hinauf gehen, der Blick über die Stadt ist traumhaft.

Trotzdem bin ich dann doch froh, wieder aus der Großstadt raus zu sein und fahre entlang der Küste Richtung Whistler. Die 130 km bis ins Skiresort sind zwar landschaftlich schön, der viele Verkehr verdirbt mir aber den Spaß. Hinter Whistler wird es dann aber schlagartig ruhig und es folgt ein steiler Anstieg nach dem anderen. Auf der Karte sah die Route entlang des Fraser River einfach aus, die Straße verläuft allerdings oberhalb des Canyons und bietet neben ständigem Auf und Ab spektakuläre Blicke.

Abends erreiche ich das Dorf Lilloet und kaufe mein Abendessen an der Tankstelle. Der Tankwart ist sehr gesprächig und warnt mich vor den Klapperschlangen und Grizzlybären in der Gegend. Ich hänge mein Essen vorsichtshalber in einen Baum und mache ein großes Lagerfeuer. Am nachsten Tag geht es weiter nach Vernon, wo ich eine Einladung zum Kanufahren habe und zwei Tage bleibe.

Erholt geht es weiter entlang riesiger Seen in die Rocky Mountains. Hier ist Grizzly-Land und ich treffe einige Vorkehrungen. Schwarzbären sind mir die letzten Tage fast täglich begegnet und relativ harmlos, Grizzlies hingegen können aggressiv werden und sind deutlich schneller als ein Radler.

Über den Vermillion-Pass geht es in den Banff National Park und von hier entlag des Icefield Parkway nach Jasper. Die 250 km lange Straße ist eine absolute Traumstraße für Radler, vorbei an gigantischen Gletschern, Wasserfällen und türkisfarbenden Seen. Nachmittags begegnet mir eine Grizzly-Familie auf Beerensuche, zum Glück ist ein Auto in der Nähe und ich finde etwas Schutz dahinter. Muttertiere können schnell aggressiv werden.

Abends schlage ich mein Zelt nahe der Passhöhe auf und lausche dem Heulen der Wölfe. Am nächsten Tag folgt eine Lange Abfahrt nach Jasper, wo ich noch einmal Verpflegung kaufe, bevor es in den hohen Norden geht und die Distanzen Zwischen Ortschaften länger werden. Von hier aus sind es noch 1500 km bis Alaska, die letzten intensiven Trainingskilometer vor Panamerica Solo.


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