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Tests

Adidas Zonyk Aero Pro im Test

Vor Kurzem stellte Adidas die neue Zonyk Aero Pro vor der herrlichen Kulisse Mallorcas vor. Wir hatten nun die Gelegeneheit uns die Sportbrille für Rennradfahrer genau anzusehen.

Es dürfte kein Leichtes sein, einen scheinbar so profanen Gegenstand wie eine Sportbrille von Grund auf neu zu konstruieren und damit eine Revolution anzetteln zu wollen. Sportbrillen gibt es wie Sand am Playa de Palma und preislich ist von unter zehn bis zu mehreren Hunderten Euro alles dabei. Wofür braucht die Rennradwelt also eine weitere Brille?

Und doch scheint es – hatte man die neue Zonyk Aero Pro von Adidas einmal in Händen – als ob Adidas eine Nische gefunden hat, die vieles von dem bietet, dass sich Rennradfahrer schon lange wünschen. Zusammen mit den Profis von Team Movistar entwickelte Adidas innerhalb von zwei Jahren eine Brille, die vor Funktionalität und Anpassungsfähigkeit nur so strotzt und gleichzeitig einen hervorragenden Tragekomfort bietet. Zwei Jahre der Entwicklung – das ist in der schnelllebigen Rennradwelt, in der die Hersteller im Jahrestakt neue Modelle auf den Markt bringen, geradezu eine Ewigkeit.

Der Rahmen der Adidas Zonyk Aero Pro

Billiges Plastik, schlackernde Gläser im Rahmen und eine mäßige Verarbeitung – bei der Zonyk Aero Pro Fehlanzeige! Klar, für einen Einstiegspreis von 159 Euro erwarten wir auch blitzsaubere Qualität. Um einer möglichst großen Anzahl von Fahrern und deren Kopfformen gerecht zu werden, bietet Adidas die Zonyk-Modelle in zwei unterschiedlichen Größen an. Die Zonyk Aero Pro verfügt im Gegensatz zu ihrer Schwesterversion Zonyk über einen Halbrahmen, der eine bessere Sicht nach unten, also auf die Straßenbeschaffenheit und den Fahrradcomputer, gewährleistet. Der Sitz der Brille lässt sich als “bombenfest” beschreiben. Die Bügel schmiegen sich satt am Kopf an, gegen ein Verrutschen helfen Gummierungen an der Innenseite der Bügel. Trotz des festen Sitzes drückt jedoch kein Teil der Brille unangenehm, und das auch bei längerem Tragen.

Einen erstaunlichen Effekt auf die Passform und den Tragekomfort haben die winkelverstellbaren Bügel. Sie lassen sich in drei Schritten nach oben oder unten neigen und beeinflussen so den Winkel der Gläser. Kaum ein paar Grad sind es, um die sich die Bügel verstellen lassen, doch der Unterschied der jeweiligen Einstellungen fühlt sich riesig an. Die dazugehörige Mechanik ist unsichtbar in den Rahmen integriert und macht durch ihr sattes Einrasten und der benötigten Verstellkraft einen soliden Eindruck. Da wackelt und verbiegt sich nichts während der Fahrt. Da sich die Bügel einzeln verstellen lassen, ist es auch möglich, die Brille auf Gesichter anzupassen, die nicht perfekt symmetrisch sind.

Die Winkeländerung durch die verstellbaren Bügel der Adidas Zonyk Aero Pro mag gering erscheinen, hat aber gewaltigen Einfluss auf den Sitz der Brille.

Auch verschiedenen Nasenformen und -größen trägt Adidas mit seiner neuen Zonyk Aero Pro Rechnung: Die beiden Flügel des Gummi-Nasenpolsters lassen sich, jede Seite getrennt, auf eine schmale und eine breitere Einstellung bringen. Der Brille liegt außerdem ein zusätzliches, breiteres Nasenpolster bei, dass bei Bedarf eingesetzt werden kann.

Die Zonyk Aero Pro ist mit einem zum Waschen entfernbaren Stirnpolster aus einem dünnen streifen Schaumstof ausgestattet. Ist die richtige Einstellung der Brille gefunden, liegt das Polster an der Stirn an, verhindert so einerseits, dass Schweiß von der Stirn in die Augen rinnt und hat außerdem den Effekt, die Luftzirkulation innerhalb der Brille zu regulieren. Auch bei schneller Fahrt bildet sich kein unangenehmer Luftzug, der uns bei anderen Brille schon die Tränen in die Augen getrieben hat. Mitverantwortlich für die hervorragende Luftführung sind die im Rahmen platzierten Lüftungsöffnungen. Sie verhindern selbst bei Regenfall ein Beschlagen der Brille während der Fahrt.

Die Filter der Adidas Zonyk Aero Pro

Neben dem hervorragend verarbeiteten Rahmen sind die in verschiedenen Versionen angebotenen Gläser der neuen Adidas Zonyk Aero Pro ein weiteres Highlight. Die getestete Brille verfügte über einen Variofilter, der sich je nach Sonneneinstrahlung automatisch von völlig klar auf dunkel tönt. Der Effekt funktioniert so gut, dass er erst dann auffällt, wenn man die Brille einmal abnimmt, wenn man von einer schattigen in eine sonnige Passage gefahren ist. Innerhalb von Sekunden reagieren die Gläser auf Helligkeitsänderungen und regeln die Tönung entsprechen nach. Nicht nur Profis dürften sich über automatisch abdunkelnde Gläser freuen, sondern auch der geneigte Jedermann, ist es doch möglich, die Brille den gesamten Tag anzubehalten, ohne dass es mal zu dunkel und mal blendend hell wird. Die getestete Zonyk Aero Pro ersetzt so zwei Brillen, eignet sich sowohl als klare Schutzbrille für Fahrten bei wenig Licht, als auch als waschechte Rennradsonnenbrille.

Zonyk Aero Pro – Fazit

Adidas hat eine Menge Aufwand für die neue Brille betrieben – und das merkt man an jeder Ecke. Von der tadellosen Verarbeitung, über die hervorragenden Einstellmöglichkeiten bis hin zu den Filtern, die perfekt auf die Bedürfnisse von Rennradfahrern und anderen Outdoorsportlern abgestimmt sind, und uns durch ihre Funktionalität besonders beeindruckt haben, macht die Zonyk einen ausgezeichneten Eindruck.

Erhältlich sind zwölf unterschiedliche Optionen mit verschiedenen Filtern und Rahmenfarben. Daneben gibt es eine preiswertere Version, Zonyk Aero, die ohne abnehmbares Stirnpolster auskommt und ab 159 Euro erhältlich ist.

Mehr Informationen zu den Zonyk-Brillen gibt es auf der Webseite von Adidas Sport Eyewear.

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