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Reifen

Sieben der besten Winter-Trainingsreifen

Was macht einen guten Winterreifen aus?

Es gibt nicht viel Schlimmeres, als bei der Tour im Winter mit kalten, tauben Händen im Regen am Straßenrand zu stehen und zu versuchen, einen platten Reifen zu wechseln. Allen die sich diese Erfahrung in Zukunft ersparen möchten, empfehlen wir, die vorhandenen Sommerreifen durch ein paar robustere Winterreifen zu ersetzen.

Der Markt bietet eine Vielzahl an geeigneten Winterreifen für Straßenräder, die dafür sorgen sollten, ohne Panne durch die kalte und das Material herausfordernde Jahreszeit zu kommen. Der Fokus sollte jedoch nicht nur darauf liegen, einen möglichst widerstandsfähigen Reifen zu finden. Man sollte stets auch das Mehrgewicht und die Rolleigenschaften im Auge behalten, damit der Fahrspaß, in Zeiten eines generell niedrigen Motivations-Levels nicht ganz auf der Strecke bleibt.

Viele Hersteller haben dies allerdings erkannt und liefern Reifen, die ein gutes Paket aus Pannensicherheit, Haltbarkeit, Grip und Abrollverhalten bieten, um gut durch den Winter zu kommen. Die Modelle bestehen häufig aus ein einer Dual-Compound-Verbundkonstruktion in der eine langlebige Laufflächenmitte mit griffigen Reifenschultern und einem Pannenschutzgürtel vereint werden. Wichtig ist auch die Breite des Reifens – wir empfehlen für den Winter mindestens 25 mm. Empfehlenswert ist außerdem, den Reifen mit etwas weniger Luftdruck zu fahren. Man wird es dem damit verbundenen Plus an Komfort und der vergrößerten Auflagefläche danken.

In diesem Sinne präsentieren wir euch die sieben besten Winter-Trainingsreifen.

Michelin Pro4 Endurance

Der Michelin Pro4 Endurance hat sich in unserem Team zu einem der beliebtesten Winterreifen entwickelt, speziell in der 25 mm breiten Variante.

Michelin Pro4 Endurance (Pic: George Scott/Factory Media)

Der Michelin Pro4 Endurance ist einer von sechs Reifen aus der Pro4-Reihe und bietet eine beeindruckende Balance zwischen Rollwiderstand, Pannenschutz und einem ordentlichen Grip. Der Reifen besteht aus einer Dual-Compound-Konstruktion, deren Laufflächenmitte eine hohe Wiederstandsfähigkeit und einen relativ geringen Rollwiederstand mit weicheren und dadurch griffigeren Reifenschultern vereint. Der Endurance bietet eine für einen Trainingsreifen beeindruckende Fahrqualität.

Der Endurance hat eine harte 110-tpi-Karkasse, die in Verbindung mit einer hochdichten Pannenschutzlage einen sicheren Pannenschutz bietet. Im Ergebnis trotzt der Reifen Gefahren, wie Kieseln, Dornen und Scherben, ohne große Mühe. Mit 245 Gramm bei einer Breite von 25 mm zählt der Michelin Pro4 Endurance nicht zu den leichtesten Vertretern (die 23 mm breite Variante bringt 225 Gramm auf die Waage). Das Mehr an Gewicht und die etwas geringere Geschwindigkeit macht der zuverlässige Trainingsreifen aber durch hervorragende Allround-Eigenschaften mehr als wett.

Website: Michelin

Schwalbe Durano

Der Schwalbe Durano ist dank seiner Kombination aus relativ geringem Gewicht, beeindruckenden Grip bei Nässe und einem hervorragenden Pannenschutz und geringem Rollwiderstand ein erstklassiger Allwetter-Trainingsreifen.

Schwalbe Durano (Pic: Alex Wright/teneight)

Der Durano, der über eine Dual-Compound-Konstruktion verfügt, bekam für das Jahr 2015 ein neues Profil, welches 10 Gramm leichter als das des Vorjahresmodells ist. Er ist in drei Breiten erhältlich: 23 mm (225 g), 25 mm (245 g) und 28 mm (290 g). Letzterer bietet sich, wenn der Rahmen über den nötigen Freiraum verfügt, als klasse Winterreifen an.

Wenn Ihr auf noch etwas mehr Pannenschutz aus seid, dann steht das Modell Durano DD bereit, wobei die Abkürzung DD für „Double Defense“ steht. Die 23 mm breite Modellvariante wiegt mit 275 Gramm 50 Gramm mehr als die 23 mm breite Standard-Variante. Eine weitere Modellvariante, der Durano Plus setzt auf eine härtere Gummimischung und einen zusätzlichen „Smartguard”-Pannenschutzgürtel, dies schlägt sich wiederum im Gewicht nieder. Der Reifen verbucht bei einer Breite von ebenfalls 23 mm 340 Gramm und dies wird sich wahrscheinlich auch auf die Geschwindigkeit auswirken.

Wir denken, dass der Schwalbe Durano die beste Wahl für leistungsorientierte Fahrer ist, die bei einer hohen Laufleistung einen zuverlässigen Trainingsreifen suchen, der noch ziemlich leicht und schnell ist.

Website: Schwalbe

Continental Grand Prix 4 Season

Der Continental Grand Prix 4 Season ist ein Dauerbrenner, und das nicht nur als Winterreifen, sondern, wie sein Name schon sagt, als zuverlässiger Alljahres-Trainingsreifen konzipiert wurde.

Continental Grand Prix 4 Season

Der Continental Grand Prix 4 Season ist recht schnell, haltbar und bietet guten Grip. Der Ganzjahresreifen basiert auf dem GP4000S und ist zwar nicht so schnell wie Contis Flaggschiff-Drahtreifen, kommt aber mit zusätzlichem Pannenschutz in Form eines robusten DuraSkin-Seitenschutzes und einer doppelten Vectran-Pannenschutzeinlage.

Das sorgt dafür, dass der Continental Grand Prix 4 Season selbst mit rauherem Untergrund wie Schlaglöchern gut zurechtkommt. Mit dem Sprinter Gatorskin hat Continental einen weiteren beliebten Reifen im Sortiment, wir aber bevorzugen das schnellere und agilere Fahrverhalten des Grand Prix 4 Season.

Bleibt noch zu erwähnen, dass der Continental Grand Prix 4 Season in drei Breiten erhältlich ist – 23 mm, 25 mm und 28 mm – mit 220, 230 und 250 Gramm (laut Hersteller) sind diese durchaus konkurrenzfähig.

Website: Continental

Vittoria Pave CG Open

Der Vittoria Pavè CG Open überzeugt mehr als alle anderen Trainingsreifen aufgrund seines geschmeidigen Fahrverhaltens.

Vittoria Pave CG Open

Der Pave CG Open ist die auf dem, bei den Frühlings-Klassikern beliebten Pavè CG Schlauchreifen basierende Drahtreifen-Ausführung. Der Reifen bietet die gleiche Laufflächenmischung, die markante grüne Gummi-Lauffläche und das Profil des Schlauchreifens.

Das 320-tpi-Baumwollgewebe findet ebenso weiter Verwendung, hält den Reifen super-geschmeidig und sorgt für eine ausgezeichnete Fahrqualität und jede Menge Grip. Darüber hinaus kann das Abrollverhalten punkten, der Pannenschutz wird durch einen Kevlar-Gürtel sichergestellt.

Der Vittoria Pave CG Open stellt ohne Zweifel eine bedeutende Investition dar. Die Haltbarkeit des Reifens kann zwar nicht mit einigen seiner Konkurrenten mithalten, besitzt aufgrund seiner überzeugenden Fahreigenschaften allerdings innerhalb der Testklandidaten ein Alleinstellungsmerkmal.

Website: Vittoria

Panaracer Gravel King

Der Panaracer Gravel König ist eine Reaktion auf die wachsende Gravel-Rennszene in den USA und was für Schotterstraßen gut ist, kann für rauhe Straßen nicht unbedingt verkehrt sein.

Panaracer Gravel King

Der Gravel King wird von Panaracer mit dem Slogan „Go almost everywhere“ beschrieben und die Japaner haben sich bemüht, einen Reifen, der Grip und Haltbarkeit mit einer gesunden Dosis an Geschwindigkeit vereint, zu entwickeln. Wie bei den meisten der Reifen im Vergleich, bleibt der Gravel King allerdings ein Winter-Trainingsreifen und verfügt somit nicht über das Maß an Geschwindigkeit eines echten Rennreifens.

Worin der Panaracer Gravel King wirklich punkten kann, ist dank einer griffigen Gummimischung und eines guten Pannenschutzes, mit einer Vielzahl an Straßenoberflächen gut klarzukommen. Sei es nun löchriger Asphalt, Schotter oder Feldwege. In Anbetracht des Zustand der Straßen speziell im späten Winter, wenn Streusalz und gefrierendes Nass ihre Spuren hinterlassen haben, kann das nur von Vorteil sein.

Der Panaracer Gravel King bringt laut Hersteller bei einer Breite von 23 mm 220 Gramm auf die Waage, daneben gibt es ihn auch in 25 mm und 28 mm Breite.

Website: Panaracer

Specialized All Condition Armadillo Elite

Der aktualisierte Specialized All Condition Armadillo Elite ist einer der besten Allround-Trainingsreifen im Vergleich.

Specialized All Condition Armadillo Elite

Der Specialized Armadillo Elite bietet einen ausgezeichnete Pannenschutz, sehr gute Haftung bei nassen aber auch trockenen Bedingungen, und bewahrt einigermaßen das Renngefühl, auch wenn er unserer Erfahrung nach ein ziemlich raues Fahrgefühl liefert.

Zuverlässigkeit ist der Schlüssel zu jedem Winter-Trainingsreifen und dem Specialized Armadillo Elite gelingt dies auf ganzer Linie. Der Grip weiß zu beeindrucken, und während der überarbeitete Armadillo Elite ein neues Laufflächenprofil bietet, hat die Dual-Compound-Bauweise wahrscheinlich einen großen Einfluss auf die Eigenschaften des Reifens.

Der Armadillo Elite ist in vier Breiten – 23 mm, 25 mm, 28 mm und 32 mm – verfügbar. Wie es auch bei allen anderen hier vorgestellten Reifen der Fall ist, empfehlen wir für zusätzlichen Komfort und ein Plus an Traktion, eher zu einer der breiteren Ausführungen zu greifen, also der 25 mm breiten Variante, oder wenn der Rahmen es zulässt, sogar zur 28-mm-Ausführung.

Website: Specialized

Hutchinson Sector 28

Der Hutchinson Sector 28 greift zwei aktuelle Trends auf – schlauchlos und breit.

Hutchinson Sector 28 (Pic: Alex Wright/teneight)

Der Name des Hutchinson Sector 28 gibt einen Hinweis auf seinen Einsatzzweck. Dieser wurde nämlich speziell für die Kopfstein-Abschnitte (franz. Secteurs) von Paris-Roubaix entwickelt. Aber auch abseits vom Kopfsteinpflaster wie etwa auf rauhem Asphalt fühlt sich der Franzose dank seiner Breite von 28 mm und der robusten Konstrunktion wohl, vorausgesetzt der Rahmen verfügt über den nötigen Freiraum.

Der schlauchlose Reifen verlangt nach einer Tubeless-kompatiblen Felge und wird mit ein wenig Dichtungsmasse luftdicht abgeschlossen. Tubeless-Reifen beheben das Risiko von Snakebites, also eines Plattfußes aufgrund des Durchschlagens der Felge. Darüber hinaus verschließt das im Reifen befindliche Dichtmittel kleinere Schnitte oder Löcher bei minimalem Druckverlust. Zusätzlich lassen sich schlauchlose Reifen bei einem niedrigeren Druck fahren, was zur Verbesserung des Komfort führt und die Kontaktfläche zur Straße erhöht. Auf der anderen Seite kann ein schlauchloser Reifen schwieriger zu handeln sein, als ein herkömmlicher Drahtreifen, und erfordert unter Umständen einen Kompressor.

Die Dual-Compound-Bauweise vereint einen gut funktionierenden Gummi in der Mitte des Reifens mit weicheren Reifenschultern, die einen hervorragenden Grip bieten. Das Gewicht liegt laut Hersteller bei 295 Gramm, wodurch der Sektor 28 relativ schnell bleibt und gleichzeitig ein gutes Fahrverhalten gewährleistet. Insgesamt ist der Hutchinson Sector 28 aber auch der teuerste Reifen im Vergleich.

Website: Hutchinson

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