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Radcomputer & Powermeter

ROX 12.0 Sport – Sigmas Highend-Fahrradcomputer

Sigma bläst mit dem ROX 12.0 Sport zum Angriff auf die Topmodelle von Garmin, Wahoo und Co. Wir stellen das neue Flaggschiff der deutschen Marke vor.

Sigma – bisher eher bekannt für günstige und einfache Tachos – wagt mit dem Rox 12.0 Sport den Vorstoß in die Topriege der Fahrradcomputer. Und macht sich dabei ordentlich!

Mit dem Rox 12.0 Sport will Sigma den Platzhirschen Garmin und Wahoo im Topsegment der Fahrradcomputer Marktanteile abknabbern. Dafür bringt das Gerät neben einem ausgezeichneten Touchscreen auch ausgefeilte Navigations- und Trainingsfunktionen mit. Wir haben einen ersten Blick auf Sigmas Topmodell geworfen.

Waren bisher die einfachen Fahrradcomputer mit grundlegenden Funktionen Sigmas Domäne, zielt der Rox 12.0 mit seinen umfangreichen Funktionen auf eine ganz andere Zielgruppe ab. Foto: Arian Schlichenmayer

Sigma Rox 12.0 Sport – Lieferumfang

Der Sigma Rox 12.0 Sport wird in zwei verschiedenen Paketen angeboten. Das Basic-Paket enthält den Fahrradcomputer an sich, zwei Halterungen zur Montage mit den sechs mitgelieferten Kabelbindern, eine Aerohalterung, sowie eine Actioncamhalterung, die optional an der Aerohalterung befestigt werden kann. Außerdem liegt ein Micro-USB-Kabel zum Laden und zur Datenübertragung bei.

Der erweiterte Lieferumfang des sogenannten Sets umfasst außer den im Basic-Paket enthaltenen Dingen auch noch Herzfrequenz-, Geschwindigkeits- und Kadenzsensor.

Die serienmäßig mitgelieferte Aero-Halterung ist äußerst stabil. Da wackelt auch auf Kopfsteinpflaster nichts. Foto: Arian Schlichenmayer

Der Rox 12.0 wird per Viertelumdrehung in den Halterungen arretiert. Das Einrastsystem ähnelt stark dem von Garmin und so ist der Sigma Rox 12.0 auch mit ebenjenem kompatibel.

Als Zubehör können verschiedenfarbige Schalen erworben werden, um den Rox 12.0 auf die persönlichen optischen Vorlieben anzupassen. Erhältlich sind die Schalen in blau, orange und gelb. Ihnen liegen jeweils auch die seitlichen Knöpfe in allen drei Farben bei, so dass optische Akzente gesetzt werden können. Die Bilder in diesem Artikel zeigen das Gerät teilweise mit dieser optional erhältlichen Ausstattung. Serienmäßig kommt der Sigma Rox 12.0 Sport mit anthrazitfarbener Schale und schwarzen Knöpfen, oder aber mit weißer Schale und roten Knöpfen.

Standardmäßig wird der Sigma Rox 12.0 Sport in einem gediegenen Anthrazit geliefert. Foto: Arian Schlichenmayer
Mit insgesamt drei verschiedenen Farben (hier Sky Blue) lässt sich das Äußere des Geräts an die persönlichen Vorlieben anpassen. Foto: Arian Schlichenmayer

Dabei spricht auch nichts dagegen, andersfarbige Knöpfe zu nutzen. Jeder optional erhältlichen Schale liegen Knöpfe in allen drei existierenden Schalenfarben bei. Foto: Arian Schlichenmayer

Bedienung

Nach dem ersten Start führt der Rox 12.0 durch ein kurzes Setup, in dem Fahrerdaten wie Größe und Gewicht und eine WLAN-Verbindung konfiguriert werden. Außerdem kann das Gerät mit Diensten wie Strava, TrainingPeaks oder Komoot verbunden werden.

Grundlegende Funktionen können mit den insgesamt sechs Knöpfen am Gerät bedient werden. Dabei dient ein kleiner runder Knopf auf der rechten oberen Seite als An- und Ausschalter und mit zwei seitlichen Knöpfen kann zwischen den verschiedenen Datenseiten hin- und hergeblättert werden. Vorne unten auf dem Gerät befinden sich zwei Tasten, um das Training zu stoppen, wieder aufzunehmen und Rundenzeiten zu nehmen. Zwischen diesen Tasten sitzt der runde Homebutton, der direkt auf den Startbildschirm zurückführt.

Das Display des Sigma Rox 12.0 Sport

Das Display des Rox 12.0 ist mit einer Diagonale von 3 Zoll 65 mm hoch und 40 mm breit. Das lässt beiderseits des Geräts einen mit 10 mm recht großen Rand, der aber nur einen optischen Makel darstellt.

Funktionen wie das Wechseln der Seiten können außer mit den seitlichen Knöpfen auch per Swipe ausgeführt werden. Der Touchscreen ist dabei sehr responsiv und reagiert wie das Display eines hochwertigen Handys verzögerungsfrei auf sämtliche Kommandos. Auch dünne Handschuhe stellen kein Problem bei der Bedienung über den Touschscreen dar. Dank Multitouch kann in der Kartenansicht bequem mit zwei Fingern gezoomt werden. Auch das geschieht erfreulich verzögerungsfrei und ohne nervige Rechenpausen.

Das Display bietet auch bei Sonneneinstrahlung noch eine ausreichende Erkennbarkeit. Die Helligkeitseinstellung ist einfach über das Dropdownmenü zu erreichen, oder aber man überlässt die Einstellung der Displayhelligkeit dem Gerät, dass je nach Umgebungshelligkeit nachregelt. Für Fahrten im Dunklen steht außerdem ein Nachtmodus zur Verfügung, der die Augen durch eine abgedunkelte Farbgebung schont.

Das Display bietet in allen Fahrsituationen eine gute Erkennbarkeit. Foto: Arian Schlichenmayer

Technik und Funktionen

Konnektivität

Der Sigma Rox 12.0 Sport verbindet sich per ANT+ oder Bluetooth mit Sensoren. Außerdem unterstützt der Fahrradcomputer auch elektronische DI2-Schaltungen und sogar die Funktionalitäten von E-Bikes. Über die integrierte WLAN-Funktion kann das Gerät Trainingsfahrten zur weiteren Analyse hochladen. Und das nicht nur auf die Sigma-Handy-App oder das Data Center des Herstellers, sondern auch direkt auf die unterstützten Onlinedienste wie Strava oder TrainingPeaks.

 

Training

Während der Fahrt bietet der Sigma Rox 12.0 Sport auf bis zu sechs Seiten alle möglichen Informationen in bis zu 10 Feldern pro Seite. Zwischen den Seiten kann, wie erwähnt, per Swipe oder seitlichen Knopfdruck gewechselt werden. Die Seiten sind individuell konfigurierbar, so dass beispielsweise die Karte als Vollbild oder mit zusätzlichen Informationen wie Himmelsrichtung oder Geschwindigkeit ausgestattet werden kann. Auch verschiedene Profile für verschiedene Bikes oder Fahrsituationen können eingerichtet werden, die jeweils ihre eigenen Seiten beinhalten.

Navigation

Besonderes Augenmerk haben die Entwickler des Sigma Rox 12.0 Sport auf die Navigationsfunktionen des Geräts gelegt. Das Kartenmaterial basiert auf OpenStreetMap und 20 Länder Europas sind auf dem Fahrradcomputer serienmäßig installiert. Zusätzliches Kartenmaterial ist kostenlos erhältlich. Die vorgeschlagenen Wege orientieren sich an den im Profil gewählten Vorlieben und reichen von Hauptstraßen über Fahrradwege bis hin zu unbefestigten Straßen, sollte der Rox 12.0 Sport auch an einem Mountainbike betrieben werden.

Bei unserem Kurztest machte der Sigma Rox 12.0 Sport eine hervorragende Figur. Foto: Arian Schlichenmayer

Neben der Navigation nach Adresseingabe beherrscht der Sigma Rox 12.0 Sport auch das Ansteuern von fahrradspezifischen POIs, die Navigation zu einem gewählten Punkt auf der Karte und gespeicherten Orten, sowie die Eingabe von GPS-Koordinaten. Bei der Berechnung der Route kann zwischen der schnellsten, kürzesten oder schönsten Route gewählt werden. Weiterhin können Routen, die vorher im Sigma Data Center oder in Anwendungen wie Strava definiert wurden auf den Rox 12.0 hochgeladen werden. Auch Strecken, die der Nutzer in der Vergangenheit gefahren ist, können erneut abgefahren werden.

Ein besonderes Feature ist dabei die Draw-my-Route-Funktion. Mit dem Finger malt man dabei eine grobe Route auf die Karte und der Rox 12.0 Sport berechnet daraus eine Streckenführung anhand der gewünschten Parameter.

Fazit

Beim ersten Antesten schlug sich der Sigma Rox 12.0 Sport außerordentlich gut und unterstrich seinen Anspruch, ein Fahrradcomputer der Topriege zu sein. Insbsesondere die ausgefeilten Navigationsfunktionen, der starke Prozessor und das hervorragend responsive Display stellen Sigmas Topmodell dabei in den Vordergrund und wir sind gespannt, wie sich das Gerät in einem ausgiebigen Test schlagen wird.

Spezifikationen und Preis

Maße: 115 x 59 x 18 Millimeter
Gewicht: 126 Gramm
Konnektivität: ANT+, Bluetooth, WLAN, USB
Speicher: intern 8 Gb, per Micro-SD-Karte um bis zu 128 GB erweiterbar.
Akku: 2000 mAh, 16 Stunden Laufzeit (Herstellerangabe)
Preis: Basic: 399 Euro, Set (mit drei Seonsoren): 479 Euro

Mehr Informationen zum Sigma Rox 12.0 Sport findest du auf der Herstellerseite.

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