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Rennrad-News

Trek Domane SLR 2016 – jetzt mit IsoSpeed Entkopplern hinten und vorne

Der einstellbare IsoSpeed-Entkoppler des neuen Trek Domane SLR bringt laut Trek eine 14 prozentige Verbesserung des Komforts.

Vier Jahre nach der Erstvorstellung des Domane stellt Trek das neue Domane SLR vor, das auch in einer Disc-Version erhältlich sein wird. Das SLR verfügt über eine weiterentwickelte IsoSpeed-Technologie am Heck, einen weiteren Entkoppler an der Front, sowie über einen neuen „IsoCore“-Lenker.

Vier Jahre nach der Erstvorstellung des Domane birngt Trek das neue Domane SLR heraus.

Treks Rennradsortiment ist klar in drei Sektionen untergliedert. Emonda heißen Treks superleichte Bikes, das Madone ist der Aero-Renner und das Domane schließlich ein Endurance-Bike. Das neue 2016er-Domane erfuhr eher eine Generalüberholung statt eines lediglichen Updates. Und das sagte Trek über sein neues Domane während der Vorstellung in Belgien:

-IsoSpeed- Entkoppler ist hinten jetzt einstellbar und bis zu 14 % nachgiebiger

-Der vordere IsoSpeed-Entkoppler soll die Front zehn Prozent komfortabler machen

-Der neue IsoCore-Lenker soll Vibrationen 20 % besser abdämpfen als herkömmliche Carbonlenker

-Versionen mit Scheibenbremsen oder Felgenbremsen erhältlich, Preisspanne von 4499 € bis 9499 €

-Reifenbreite bis 28 mm beim Domane SLR, sowie bis zu 32 mm beim Domane SLR Disc

Zurück in die Zukunft

Das ursprüngliche Domane hat ein ganzes Bikegenre definiert und war eines der ersten einer neuen Klasse von Endurance-Bikes. Die Flandernrundfahrt und Paris-Roubaix dienten als Inspiration für das Domane und Fabian Cancellara, der 2013 das Flandern/Roubaix-Doppel gewann, war Testpilot.

Schon das erste Domane machte Gebrauch von einem Entkoppler namens IsoSpeed, um Erschütterungen des Oberrohrs vom Sitzrohr zu trennen. Er war ein schlaues Stück Ingenieurskunst und zweifellos ein sehr gut funktionierendes. Aber sein Erfolg war zu einem gewissen Maße auch sein Unglück und gab Trek den Impuls, das Domane SLR zu entwickeln.

Der komfortabel abfedernde Hinterbau führte dazu, dass sich die Front scheinbar umso härter anfühlte. Testberichte und das Feedback von Fahrern machten Trek darauf aufmerksam und führten dazu, dass das Domane-2.0- Konzept entworfen wurde. 33 Ideen ergab das Brainstorming, drei verschiedene Rahmen, zwei Gabeln und zwei Lenker wurden hergestellt, bevor das Projekt Form annahm und nach intensivem Feintuning, Computersimulationen und Tests im Domane SLR gipfelte.

Der einstellbare hintere IsoSpeed-Entkoppler soll bis zu 14 % mehr Komfort bringen

Einstellbarer IsoSpeed-Entkoppler

„Auf die Idee eines einstellbaren Entkopplers kamen wir schon bei der Entwicklung des ursprünglichen Domanes“, so Ben Coates, Produktmanager bei Trek. „Wir entwickelten eine große Anzahl verschiedener Carbonlaminate mit verschiedenen Graden der Nachgiebigkeit für anschließende Tests.“

„Wir testeten mit Fabian Cancellara, wir testeten mit Fahrern in Waterloo, wo sich die Trek-Zentrale befindet, und mit einer ganzen Reihe anderer Profifahrer. Wir stellten fest, dass verschiedene Fahrer verschiedene Nachgiebigkeiten bevorzugen. Fabian mag ein sehr steifes Bike, andere Fahrer wiederum ziehen ein weniger steifes Rad vor.“

Trek löste das Problem durch einen einstellbaren Entkoppler. Während dieser oben dem ursprünglichen IsoSpeed-Entkoppler sehr ähnlich sieht, ist das Sitzrohr in Richtung Tretlager faktisch zweigeteilt. Der hintere Teil ist eine Verlängerung der Sattelstütze, die wie eine Blattfeder wirkt und mittels des drehbaren IsoSpeed-Entkoppler oben und unten mit dem starren Sitzrohr verbunden ist. So kann die Blattfeder aus Carbon unabhängig flexen und mit einem Schieber lässt sich das Ausmaß der möglichen Verbiegung einstellen.

„Das neue Domane kann also auf die Vorlieben seines Fahrers angepasst werden. Etwas komfortablerer Flex oder lieber ein wenig steifer? Das ist jetzt einstellbar, ohne dabei die anderen Vorzüge des Domanes einzuschränken.“

Fabian Cancellara fuhr das neue Domane SLR bei der Strade Bianche zum Sieg und wurde bei der Flanderntour zweiter.

“Das Sitzrohr fungiert als Hebel, so wie beim ursprünglichen Domane. Neu beim SLR ist, dass dabei eine gewisse Einstellmöglichkeit besteht“, beschreibt Coates die neue Konstruktion. „Wird der Schieber nach oben gebracht, wird das System steifer, weil weniger Sitzrohr benutzt wird. Umgekehrt wird mehr Sitzrohr benutzt und das System nachgiebiger, wenn der Schieber weiter unten platziert wird.“

Das Ergebnis ist, laut Trek, 14 % mehr Flex als beim ursprünglichen Domane, wenn der Schieber ganz unten ist. Coates dazu: „Die Einstellbarkeit liegt bei 30 % und deckt die Federung der Madone- und Emonda-Baureihen ab, bis hin zu 14 % mehr Flex als beim alten Madone.“

Front IsoSpeed

Während der hintere Entkoppler die Weiterentwicklung eines existierenden Konzepts ist, ist der vordere IsoSpeed vollkomme neu. „Einer meiner Favoriten unter all den Dingen, die wir jemals entwickelt haben.“, so Coates.

Das zugrunde liegende Konzept ist dabei das gleiche, wie beim hinteren Entkoppler. „Durch das Entkoppeln des Lenkrohrs vom Steuerrohr, können wir den Flex des gesamten Steuerrohrs nutzen, statt nur des kleinen Teils über dem Lenklager“, so Coates.

Neu beim Domane SLR sind der vordere IsoSpeed-Entkoppler und der IsoCore-Lenker

IsoCore Lenker

Die Tests machten Trek auch auf den Beitrag der Lenkerbeschaffenheit zum Gesamtkomfort aufmerksam, und das führte zur Entwicklung des IsoCore-Lenkers. Er greift einige Merkmale des bereits existierenden IsoZone-Lenkers von Trek auf, wie die integrierte Polsterung. Dazu kommt eine intralaminare Gummischicht zwischen den Carbonlagen, die nach den Angaben von Trek dabei hilft, von der Straße herrührende Vibrationen zu dämpfen. Das Ergebnis soll eine 20-prozentige Reduktion der gefühlten Vibrationen an der Hand sein.

Der IsoSpeed-Entkoppler fängt demnach große Stöße ab, während der IsoCore-Lenker hochfrequente Vibrationen mildert. Zusammen mit dem einstellbaren hinteren Entkoppler am Domane SLR ergibt sich laut Coates „ein unglaublich ausgewogenes Zusammenspiel von Front und Heck”

Felgenbremse, Disc und Gabeldurchlass

Wie bei einem Endurance-Bike – oder eigentlich fast jedem 2016er-Rennrad – nicht anders erwartet, bietet Trek das Domane SLR auch in einer Version mit Scheibenbremsen an. Während die Disc-Version Reifen bis zu 32 mm Breite packt, sind es bei der Ausführung mit Felgenbremsen immer noch stattliche 28 mm. Wie das ursprüngliche Domane hat auch das SLR versteckte Befestigungsmöglichkeiten für Schutzbleche.

Das Domane SLR wird in zwei verschiedenen Geometrien angeboten. Endurance und Pro Endurance. Die Endurance-Geometrie wird von Trek so beschrieben: “Stabil, dennoch leichtfüßig, mit einem längerem Steuerrohr für bessere Kontrolle und besseres Handling, perfekt geegnet für lange Strecken.

 

Die Pro-Endurance-Geometrie hingegen sei für Fahrer geegnet, die “eine agressive, frontlastige Position und zuverlässiges Handling über schlechte Straßen schätzen.”. Die Pro-Geometrie zeichnet ein kürzeres Steuerrohr bei gleichbleibend langem Radstand und niedrigerem Tretlager, um beste Kontrolle über Kopfsteinpflaster und Schlaglöcher zu gewährleisten.

 

Das Trek Domane SLR wird zunächst in fünf Versionen erhältlich sein, davon drei mit Felgen-, zwei mit Scheibenbremsen. Ebenso werden beide Bremsversionen als Rahmenset angeboten.

  • Trek Domane SLR 6 (Shimano Ultegra, Gewicht laut Trek 7.46kg) – 4.499 €
  • Trek Domane SLR 6 Disc (Shimano Ultegra, 8.3kg) – 4.999,00 €
  • Trek Domane SLR 7 (Shimano Ultegra Di2, 7.49kg) – 5.499,00 €
  • Trek Domane SLR 7 Disc (Shimano Ultegra Di2, 8.3kg) – 5.999,00 €
  • Trek Domane SLR 9 eTap (SRAM Red eTap, 6.76kg) – 9.499,00 €
  • Trek Domane SLR Rahmenset – 2.999,00 €, bzw. 3.199,00 für die Disc-Version
  • Trek Domane SLR Disc Rahmenset

Website: Trek

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