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Ratgeber

Die richtige Kleidung für deine Fahrten im Regen – ein Ratgeber

Mit der richtigen Ausrüstung wird dich der Regen nicht vom Radfahren abhalten

Wir können das Wetter nicht beeinflussen und Regen gehört zum Wetter wie die Sonne. Irgendwann ist es so weit, dass du dich auch bei Regenwetter vor die Tür wagen musst.

Das Wetter kann dir in deiner Planung einen gewaltigen Strich durch dir Rechnung machen. Frage einen hartgesottenen Radfahrer, und sie behaupten, dass sie bei Wind und Wetter unterwegs sind. Aber wir wissen auch, dass auch er nur widerwillig auf das Rad steigt oder seine Pläne umschmeißt, wenn er sieht, wie der Regen gegen die Fensterscheiben trommelt.

Vor allem im Herbst und Winter, wenn sich zum Regen die Kälte gesellt, ist es schwierig, sich selber davon zu überzeugen, dem Wetter zu trotzen. Wenn du aber das ganze Jahr durchfährst und dich im Herbst und Winter durch die Wettervorhersage nicht abschrecken lassen möchtest, musst du die richtige Ausrüstung im Kleiderschrank parat haben. Du kannst das Wetter nicht beeinflussen und nicht verhindern, dass es an dem Tag, an dem du unterwegs sein möchtest, stark regnet. Hier listen wird die Teile, die du brauchst, um deine Ausfahrt für dich so angenehm wie möglich zu gestalten. Vielleicht findest du sogar Gefallen am Fahren im Regen.

Die Regenjacke

Die Anschaffung der Regenjacke ist unumgänglich und sie ist eine der wichtigsten Kleidungsstücke, in die du als Radfahrer investieren solltest. Wenn du erstmal anfängst, dich nach einer passenden Regenjacke umzuschauen, wirst du schnell merken, dass dir eine große Auswahl zur Verfügung steht.

Race Capes gibt es in verschiedenen Ausfuhrungen fur jeden Geldbeutel.

Wie mit allen Anschaffungen für deinen Sport musst du dir im klaren sein, wo und wann die Jacke eingesetzt werden soll und dementsprechen den eine oder anderen Kompromiss eingehen. Die Eigenschaften der Jacke ist die erste wichtige Entscheidung, die dir die Auswahl erleichtern wird. Wenn es dir in erster Linie darum geht, warm und einigermaßen trocken zu bleiben, wenn es den einen oder anderen kurzen Regenschauer gibt, ist eine eine Jacke aus Softshellmaterial  am besten geeignet: Das Material hält warm und den einen oder anderen Schauer ab.

Vielleicht ist es dir wichtiger, dass die Regenjacke wirklich wasserfest ist und du während der Ausfahrt nicht bis die Haut nass wirst. Dann ist ist zum Beispiel ein Racecape, wie zum Beispiel das FS260 Pro Race Cape von Endura , am besten geeignet. Ein Racecape ist aus leichtem Material und lässt sich ohne große Umstände klein zusammenfalten und in deiner Trikottasche transportieren. Falls du während deiner Ausfahrt von einem Wolkenbruch überrascht wirst, kannst du es dir schnell überstreifen. Die meisten Racecapes sind auch relativ atmungsaktiv oder haben Belüftungsschlitze unter den Armen oder hinten am Rücken, die ein Überhitzen einigermaßen verhindern, so dass du von innen nicht genauso nass wirst wie von außen.

In den letzten Jahren erfreuen sich Trikots aus wasserabweisendem Material, wie die Gabba-Serie von Castelli, an wachsender Beliebtheit. Diese Kleidungsstücke wurden mit dem Hintergedanken entwickelt, dass du auch bei größere Anstrengung nicht überhitzt und ein bisschen Regen dich nicht sofort umkehren lässt. Diese Kleidungsstücke sind nicht vollständig wasserfest: Bei strömenden Regen wird auch ein Gabba-Trikot nicht verhindern, dass du bis auf die Haut nass wirst. Durch das dickere Material können diese Trikos auch nicht wie eine Regenjacke in der Trikottasche verstaut und durch eine wasserdichte Regenjacke, die du vielleicht noch zusätzlich dabei hast, ausgetauscht werden.

Wasserdichte Tights oder Shorts

Vielleicht hast du dich schon gewundert, warum die Profis es manchmal vorziehen, im Regen nur in kurz/kurz unterwegs zu sein und ihre Rennen völlig durchnässt, ohne Beinlinge, Knielinge oder Armlinge bestreiten. Mutet uns Hobbyradlern vielleicht etwas ungemütlich an, aber die Profis wissen, was sie tun: Wenn es regnet kann es manchmal angenehmer sein, Shorts anstatt einer langen Bibtight zu tragen, ein kurzes Trikot anstatt Armlinge. Das nasse, kalte Material, das dir an den Beinen und Armen klebt ist nicht nur unangenehm. Es ist schwierig, richtig warm zu werden und die Körperwärme zu halten, die Muskeln werden nicht mehr richtig warm und kühlen auch stark aus. Wenn sich zum Regen noch eine starke Brise dazugesellt, verstärkt sich der Effekt.

Wasserabweisende Tights wie die No-Rain von Sportful halten dich im Regen warm und trocken.

Im Winter ist es nicht so einfach: Der Regen ist sehr kalt, die Außentemperaturen sinken, du willst und musst deine Beine warm halten, um eine schwere Unterkühlung zu vermeiden. Viele Hersteller haben wasserabweisende Bibtights entwickelt, um dem entgegenzuwirken. No Rain Bibtights von Sportful, zum Beispiel, sind aus einem wasserabweisendem Material hergestellt, welches das schlimmste von deinen Beinen abhält, so dass du warm und trocken durch den Regen kommst. Sportful hat sein Sortiment mit den Fiandre Kleidungssücken erweitert: Diese Tights haben an den Knien und Oberschenkeln eine weitere Lage aus wasserabweisendem Material, der Hintern wird noch durch einen zusätzlichen Latz geschützt.

Da das wasserabweisende Material etwas dicker als herkömmliches Material ist, kann es die Bewegungsfreiheit deiner Beine etwas einschränken. Aber wenn es darum geht, warm und trocken durch den kalten Herbst-und Winterregen zu kommen, ist das das kleinste Übel.

Überschuhe

Damit deine Füße warm bleiben, lohnt es sich, in gute  Überschuhe zu investieren: Du kannst zwischen sogenannten “Belgischen Stiefeln” aus Strickmaterial, die deine Füße warm, bis hin zu wasserfesten Überziehern, die deine Füße trocken halten, wählen.

Belgian Bootie Ubeschuhe aus Strickmaterial sehen vielleicht gut aus und halten deine Fusse warm aber im Regen sind sie nicht trocken.

Für mich persönlich ist es am wichtigsten, dass meine Füße warm bleiben. Das Gefühl, dass sie dir vor Kälte absterben und du deine Runde vorzeitig abbrechen musst, ist schmerzhaft und frustrierend.  Dabei ist es egal, ob deine Füße nass oder trocken sind: Warme Füße bedeutet nicht unbedingt trockene Füße – es klingt wie ein Widerspruch in sich, aber ob trocken oder nass, deine Füße können in beiden Situationen kalt werden und dafür sorgen, dass dir der Spaß vergeht.

Überschuhe aus Neopren haben sich die Eigenschaften der Tauchanzüge zu eigen gemacht: Das Material ist wasserdurchlässig und das Wasser wird in den Überschuhen angewärmt. Das Ergebnis sind warme, wenn auch feuchte, Füße. Der Gedanke an, und das Gefühl, der feuchtwarmen Füße behagt nicht jedem, aber dieses Prinzip hat sich am effektivsten bewährt, damit dir die Füße vor Kälte nicht absterben.

Diejenigen, die sich mit dem Gedanken an feuchte Füße nicht anfreunden können, können zwischen diversen Angeboten an Überschuhen aus wasserfestem Material wählen. Das Hauptproblem bleibt der Rennradschuh selbst: Die Überschuhe können nur bedingt das Wasser abhalten, denn durch die Belüftungsschlitze und dem Cleat unter der Sohle dringt schnell Wasser ein. Die S3000R Überschuhe von Shimano sind von einem guten wasserabweisendem Material verarbeitet und von innen insuliert. Deine Füße bleiben warm und trocken. Für diejnigen unter uns, die nicht die Isolierung brauchen, aber trockenen Fußes durch den Regen kommen wollen, können Überschuhe wie die Tall Shoe Covers in Erwägung ziehen, die  wie Schrumpffolie um den Schuh passen.

Shimano’s S3000R Uberschuhe bieten guten Schutz gegen den Regen und den Wind.

Viele Radfahrer verkleben die Belüftungschlitze unter der Sohle zusätzlich mit Klebeband, um das Wasser draußen zu lassen. Vielleicht nicht eine der technisch raffiniertesten Art und Weise, aber es erfüllt seinen Zweck. Aber es kann sein, dass der schöne  Carbon Finish Effekt deiner Schuhsohle zerstört wird, wenn du das Tape wieder entfernst. Aber was nimmt man nicht alles in Kauf, um trockene und warme Füße zu haben.

Für eine komplette wasserdichte Lösung musst du einige Kompromisse eingehen: Überschuhe aus Gore-Tex, zum Beispiel, sind vollends wasserdicht, muten aber auch dementsprechend massig an. DeineFüße sehen nicht nur aus, als seien sie in Gips verpackt. Es kann auch passieren, dass du durch die zusätzliche Masse gegen deine Kettenstrebe streifst. Wenn du aber mit trockenenem und warmen Fuße durch den Regen kommen möchtest, ist das die beste Wahl und vielleicht ein Kompromiss, den du gerne eingehst.

Aeroshell/Aero Helm

Kannst du dich noch an dieses Plastikschild erinnern, das mit deinem teuren Aerohelm geliefert wurde, das aber jetzt im Keller verstaubt? Für die Profis sind Aeroshells entwickelt worden, um um den einen oder anderen klitzekleinen Zeitvorsprung auszuhandeln. Wir Hobbyradler können einen ganz andren Nutzen aus ihnen ziehen:  Mit trockenem Kopf durch den Regen zu kommen.

Im Milan-San Remo 2013 zeigt Ian Stannard wie ein Aerohelm im Regen eingesetzt werden kann.

Dein schicker, teurer Helm mit seinen Belüftungsschlitzen , die dich im Sommer schön kühlen und einen Hitzestau vermeiden ist der Grund, warum dein Kopf bei Regenwetter richtig nass wird. Falls dein Helm mit einem abnehmbaren Aeroshell geliefert wurde, ist es beim Regenwetter an der Zeit, ihn wieder hervorzukramen. Der Aero Victory Vento vom italienischen Hersteller LAS wird aus einem Hauptgrund als Winterhelm vermarktet: Die meisten seiner Belüftungsschlitze sind abgedeckt.

Du musst dir jetzt nicht einen teuren neuen Aerohelm kaufen, um durch den Regen zu kommen. Es geht auch ohne: Mache es wie die Profis und trage eine Cyclingcap (Kappe). Dein Kopf wird zwar immer noch nass, aber nicht ganz so schnell, als ohne Kopfbedeckung. Und der Schirm der Mütze wird dir den schlimmsten Regen aus den Augen halten.

Es gibt auch wasserfeste Überzüge für den Helm. Wie es aussieht, ist natürlich Ansichstssache, aber wenn es dir darum geht, trocken zu bleiben und am Kopf nicht total zu unterkühlen, ist das eine gute Alternative, die du in Erwägung ziehen kannst.

Handschuhe

Mit den Händen verhält es sich wie mit den Füßen: Hauptsache, sie bleiben warm! Vor allem in widrigen Wetterbedingungen ist es wichtig, dass du dein Rad sicher und selbstbewusst kontrollieren kannst.Und das geht am besten mit warmen Händen. Wir haben alle schon die Erfahrung gemacht, mit klammen und kalten Händen bremsen zu müssen. Wir alle wissen, dass es sehr schwierig ist und einem in Bedrängnis bringen kann.

Castelli Diluvio Handschuhe aus Neopren funktionieren wie ein Tauchanzug und sorgen fur warme Hande, selbst bei den kaltesten Temperaturen.

Die Diluvio Handschuhe von Castelli sind aus Neopren und machen sich, wie Neoprenüberschuhe, das Prinzip der Tauchanzüge zu Nutzen: Das Wasser wird angewärmt und dein Hände bleiben, obowhl sie feucht werden, warm. Der Kompromiss ist ein etwas feucht/schleimiges Gefühl, das für einige etwas gewöhnungbedürftig ist.

Handschuhe, die ganz wasserdicht sind, sind aus dickerem Material, was deine Bewegungsfreiheit einschränken kann und dich beim Bremsen und Schalten stören könnte. Aber wenn man den Winter durchfährt, ist man auch bereit einige Kompromisse einzugehen wenn es darum geht, warm und trocken durchzukommen.

Die (Sonnen-)Brille

Es ist nie zu dunkel, um cool zu sein, aber wenn alles grau in grau ist und es in Strömen regnet, sind deine getönten Gläser nicht die beste Wahl. An solchen Tagen kommen die klaren Gläser, die mit deiner Brille geliefert wurden, zum Einsatz.

Einige Radfahrer fahren im Regen ganz ohne, andere wiederum fahren bei jedem Wetter mit Brille. Keiner hat Unrecht, beides hat Vor – und Nachteile. Letztendlich kommt es darauf an, was dir lieber ist.

Brillen mit klaren oder gelbgetonten Glasern eignen sich im Regen am besten.

Die Brille hat zwei große Vorzüge: Sie schützt deine Augen vor kleinen Steinen und anderen Dreck, der von der Straße hochgeschleudert wird. Bei Starkregen verhindert sie, dass dich das Wasser direkt in die Augen trifft, was es unmöglich machen würde, die Augen offen zu halten und die Straße zu erkennen.

Bei leichtem Nieselregen kann die Brille schnell ein Störfaktor werden: Die kleinen Regentropfen sammeln sich auf dem Glas, behindern die Sicht und die Brille nervt – es ist einfacher, in solchen Situationen keine Brille zu tragen. Stattdessen kannst du eine Brille in deiner Trikottasche dabei haben, falls sich das Wetter ändert und du die Brille brauchen solltest.

Die meisten Brillen haben austauschbare Glaser, damit du sie den Bedingungen anpassen kannst.

Beim Brillenkauf für schlechtes Wetter solltest du die Größe der Gläser in Betracht ziehen: Was bringt dir deine schicke Brille, wenn der Regen dich noch in die Augen trifft, weil die Gläser nicht groß genug sind? Je größer und breiter die Gläser der Brille sind, um so mehr bieten sie Schutz vor Regen. Einige Hersteller bieten Brillen mit einer mit hydrophobischen Beschichtung: Das Wasser läuft vom Glas ab,was für Regenfahrten die ideale Lösung ist.

Radfahren im Regen, mit seinen grauen, eintönigen und trüben Lichtverhältnissen kann anstrengend sein: Die Umgebung verschwimmt in eine graue Masse und es ist schwierig, Kontraste wahrzunehmen. Darum haben viele Brillen gelbe oder orangefarbene Gläser. Die gelbe (oder organgefarbenen) Tönung sorgt für, dass der Kontrast zwischen hellen und dunklen Gegenden verbessert wird,  was dir  wiederum mit deiner Tiefenwahrnehmung hilft.

Schutzbleche

Bei Regenwetter wirst du nicht nur nass von oben: Regennasse Straßen sorgen dafür, dass du auch von unten nass wirst, manchmal noch lange, wenn der Regen schon längst weitergezogen ist. Deine Reifen schleudern dir das dreckige Spritzwasser  von der Straße vorne  in dein Gesicht, gegen deine Füße und deine Brust, hinten trifft es deinen Rücken und deinen Hintern. Es hinterlässt nicht nur unansehnliche braune Spuren, sondern du wirst durch das Spritzwasser häufig noch nasser als vom Regen selbst.

Schutzbleche helfen dir und deinen Mitfahrern trockener zu bleiben.

Schutzbleche bringen dir nötige Abhilfe. Sie halten den schlimmsten Dreck und Wasser von dir fern und bei Gruppenausfahrten sorgen sie zusätzlich dafür, dass deine Mitfahrer nicht deinem Spritzwasser ausgesetzt werden und von dir nicht – im wahrsten Sinne des Wortes – die Schnauze voll haben.

 

Für Räder, die mit Halterungen für Schutzbleche ausgestattet sind, steht eine gute Auswahl an günstigen und effektiven Schutzblechen zur Verfügung. Sie bedecken deinen Reifen vollkommen und schützen dich von dem Spritzwasser, wiezum Beispiel die F55 von Flinger.

Für Räder ohne Vorrichtungen gibt es auch gute Möglichkeiten: Zu einem Produkte wie der Ass Saver, der an den Sattelstreben befestigt  wird. Er schützt deinen Rücken und Hintern von der Nässe und dem Dreck, der hinten hochgeschleudert wird, aber nicht die Leute, die hinter dir fahren. Die Hersteller Crud und SKS haben Schutzbleche, die an Rennrädern ohne Vorrichtungen angebracht werden können. Mite in bisschen Nachforschung, Überlegung und Nachlesen wirst du schnell fündig, welche Bleche sich am besten für dein Rad eignen.

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