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Messe-News

Eurobike 2016: FSA stellt mit der K-Force WE eine “semi-kabellose” elektronische Gruppe vor.

FSA fordert mit der K-Force WE Gruppe Shimano, SRAM und Campagnolo heraus.

FSA hat auf der diesjährigen Eurobike die elektronische K-Force WE Gruppe vorgestellt. Die Entwicklung der elektronischen Gruppe hat fünf Jahre gedauert und sie wird ab März 2017 erhältlich sein.

Als Hersteller von Komponenten wird dir FSA sicherlich schon bekannt sein. Die Kurbelsätze der Italiener finden sich häufig an Serienbikes neben Komponenten von Shimano, SRAM und Campagnolo, doch FSA träumte schon lange davon, selbst eine komplette Gruppe anbieten zu können.

Eurobike 2016: FSA K-Force WE (Foto: George Scott/Factory Media)

SRAM mischte den Markt für high-end-Gruppen dieses Jahr mit der Vorstellung der kabellosen Red-eTap-Schaltgruppe ordentlich auf. Die FSA K-Force WE wird am besten durch “semi-wireless” beschrieben und platziert sich zwischen Shimano Di2 und Campagnolo EPS (beide kabelbasierend) und SRAM eTap (kabellos).

Die Schalthebel kommunizieren über ANT+ mit Schaltwerk und Umwerfer (Foto: George Scott/Factory Media)

Die beiden Schalthebel kommunizieren kabellos und werden von je einer Knopfzelle gespeist. Umwerfer und Schalwerk nehmen die Schaltbefehle kabellos entgegen, sind jedoch durch ein Kabel miteinander verbunden und werden durch einen gemeinsamen Akku mit Strom versorgt.

Der interne Akku, der über den Umwerfer geladen wird, muss nach Angaben von FSA alle 4000 bis 6000 Kilometer nachgeladen werden. FSA empfiehlt außerdem, die Knopfzellen der Schalthebel, unabhängig von der Fahrleistung, einmal Jährlich zu wechseln.

Umwerfer und Schaltwerk sind durch ein Kabel verbunden, welches auch die Stromversorgung durch den zentralen Akku gewährleistet (Foto: George Scott/Factory Media)

Im Gegensatz zur SRAM eTap, die ein hauseigenes Funkprotokoll verwendet, um Schalthebel und Schaltung miteinander kommunizieren zu lassen, nutzt FSA das verbreitete ANT+-Protokoll, mit dem beispielsweise auch Herzfrequenzsensoren, Fahrradcomputer oder Leistungsmesser funken. Um die Gefahr von Interferenzen zwischen verschiedenen Sensoren und Komponenten zu minimieren, hat FSA einen eigenen Netzwerkschlüssel und ein spezielles ANT+-Protokoll entwickelt.

Durch ANT+ ist es möglich, Schaltdaten mit Geräten von Drittanbietern aufzuzeichnen und auszuwerten, etwa einem Garmin Edge. Außerdem kann die Schaltgruppe durch eine App konfiguriert werden. Beispielsweise ist es möglich, Optionen zum Mehrfachschalten zu konfigurieren und FSA betont, dass dies ein Alleinstellungsmerkmal der K-Force-WE-Gruppe sei.

Auch der Umwerfer kann durch verschieden lange Hebel aus Carbonfaser auf die persönlichen Bedürfnisse angepasst werden. Der Unterschied zwischen den Hebellängen beträgt dabei 6 mm.

Die FSA-K-Force-WE-Kurbel ist vierarmig (Foto: George Scott/Factory Media)

Der K-Force-WE-Umwerfer wirkt klotziger als diejenigen der Konkurrenz, jedoch sind in ihm die Hauptbestandteile der Elektronik untergebracht und es gibt keine externe Junctionbox, wie etwa bei Di2 und EPS. FSA nutzt einen Zahnstangenantrieb für den Umwerfer, was es, laut FSA, erlaubt, die Schaltvorgänge schnell, präzise und leise zu machen. An Zahnkränzen werden 53-39t, 52-36t und 50-34t erhältlich sein. Der Umwerfer verfügt über eine Autotrim-Funktiuon und informiert den Fahrer über LEDs über den Ladestand des Akkus. Über die App lässt sich in Erfahrung bringen, wieviele Schaltvorgänge mit dem Akku noch möglich sind. Ist der Akku leer, schaltet der Umwerfer automatisch auf den kleinen Zahnkranz.

Im Gegensatz zu klassischen Schaltwerken, die über eine Parallelogrammdesign verfügen, wird das Schaltwerk der K-Force WE über ein dreistufiges Getriebe angesteuert, was laut FSA dabei hilft, den Umwerfer kompakt zu halten und die Präzision der Schaltvorgänge zu erhöhen. Der Umwerfer wird kompatibel zu einem 32t-Ritzel sein und FSA wird die Gruppe mit drei verschiedenen Kassetten auf den Markt bringen: 11-25t,11-28t und 11-32t.

Die Kurbel basiert auf den existierenden K-Force-Kurbeln (K-Force ist die Top-Linie von FSA), wurden allerdings optimiert, indem die Kurbeln etwas dünner gestaltet wurden, um den Q-Faktor zu reduzieren, den Abstand zwischen der Außenseite einer Kurbel zur Außenseite der anderen Kurbel. Laut FSA trägt dies zu einer natürlicheren Position des Fahrers bei und soll auch die Aerodynamik verbessern. Die Kurbel besteht aus Carbon und die BB386EVO-Achse aus Aluminium.

Das Schaltwerk beherbergt ein Getriebe mit drei Zahnrädern (Foto: George Scott/Factory Media)

Die Bremsen schließlich wurden ebenfalls aus dem K-Force-Sortiment entnommen und optimiert. FSA hat nicht viel über die neuen Bremsen enthüllt, aber behauptet, dass das WE-Design für mehr Bremskraft sorgt und besser zu breiten Laufrädern kompatibel sein soll.

Das Gewicht für die komplette K-Force-WE-Gruppe soll bei 2090 Gramm liegen. Preise sind noch nicht bekannt, aber FSA will sich diesbezüglich zwischen Shimano Dura-Ace Di2 und SRAM Red eTap ansiedeln.

Die Bremsen basieren auf den existierenden K-Force-Bremsen von FSA (Foto: George Scott/Factory Media)
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