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3T Strada – erster Eindruck des neuen Aero-Endurance-Bikes

Nach dem Exploro stellt das neue Strada das zweite Rennrad im Portfolio der Italiener dar. Wir haben einen ersten Blick auf den Aero-Renner geworfen.

3T, bekannt als italienischer Hersteller hochwertiger Komponenten fürs Fahrrad, mausert sich zur Schmiede für innovative und mutige Bikes. Nach dem Aero-Gravelbike Exploro stellt 3T für die kommende Saison nun einen besonders komfortablen und optisch ansprechenden Aero-Endurance-Renner vor.

Die Italiener von 3T legen nach der Veröffentlichung ihres richtungsweisenden Exploro Gravelbikes vor ziemlich genau einem Jahr nun mit der Vorstellung des Strada Aerobike auf den Eurobike-Media-Days nach. Auffälligste Features des mit Scheiben ausgestatteten Bikes sind der 1×11-Antrieb und die breite 28-mm-Bereifung. Das nur als Disc-Version erhältliche Strada bietet Reifen bis zu einer Breite von 30 mm Platz und kommt ohne Umwerfer aus.

Weiter unten im Artikel stellt Gerard von 3T im Video das Strada näher vor.

Die Aerodynamik des 3T Strada

Beim Strada hat 3T laut eigener Aussage versucht, sich dem Thema Aerodynamik mit einer atypischen Herangehensweise zu nähern, indem das gesamte Rad um die Reifen herum entwickelt wurde. 3T entwarf für das Strada das spezielle Arcfoil-Rohrprofil, welches am Unterrohr zum Einsatz kommt. Das Unterrohr ist so ausgeformt, dass es den Luftwiderstand an mehreren Punkten minimieren und somit Verwirbelungen auf ein kleinstmögliches Maß reduzieren soll. Auch die Auswirkungen beim Vorhandensein einer Wasserflasche wurden bei der Entwicklung berücksichtigt, indem das Unterrohr so ausgeformt ist, dass der Luftstrom um die Flasche herumgeführt wird.

Laut 3T wirkt sich eine am Unterrohr des Strada angebrachte Trinkflasche optimal auf die Aerodynamik aus. Beim Sitzrohr kommt das bereits bekannte Sqaero-Profil zum Einsatz, welches so nah wie möglich an das Hinterrad gezogen wird. Optisch erinnert das schon stark an die Konstruktion bei Zeitfahrrädern. Wie praxistauglich dieser schon recht knapp bemessene Abstand zwischen Rahmen und Pneu wirklich ist, muss sich in künftigen Fahrtests herausstellen. Die Sitzstreben setzen etwas unterhalb der Schnittstelle von Ober- und Sitzrohr an und sind recht filigran ausführt. Die Sattelstütze, das Oberrohr, die Sattelklemme und sogar die Ausfallenden wurden aerodynamisch optimiert, um den Luftwiderstand zu reduzieren.

Das Sitzrohr schmiegt sich beim 3T Strada mit minimalem Abstand an den Hinterreifen an.

Insgesamt wurden die Spaltmaße zwischen Rahmen und Laufrädern auf ein Minimum reduziert, dies ist allerdings nicht nur, wie bereits erwähnt, am Hinterrad der Fall, sondern auch zwischen Unterrohr und Vorderrad zu beobachten. Laut 3T soll dies Verwirbelungen auf ein Mindestmaß reduzieren und doch noch im Rahmen der UCI-Vorgaben liegen.

Die neue Fundi-Gabel verfügt über ein ausschließlich für Scheibenbremsen ausgelegtes Design, wodurch die Krone auch an dieser Stelle eng an den Reifen gezogen werden konnte, gleichzeitig wurde aber die mögliche Reifenbreite erhöht. Auch hier wirkt sich das aerodynamische Design positiv auf den Luftwiderstand aus. Laut 3T bietet die Gabel aufgrund ihres Designs eine erhöhte Steifigkeit. Die Gabelholme setzen auf das Sqaero-Profil, flache Aufnahmen sind mit 140- und 160-mm-Bremsscheiben kompatibel.

Auch vorne kann man erkennen, wie sorgfältig 3T beim Strada die Gabelkrone und den Abstand zwischen Reifen und Unterrohr aerodynamisch optimiert hat. Aufnahmen für Felgenbremsen gibt es nicht.

Die Bereifung des 3T Strada

Einer der aktuellen Top-Trends im Straßenradsport sind breite Reifen. Überall hört man von den Vorteilen im Bezug auf den Komfort und den Rollwiderstand, welche breite Pneus bieten sollen. Und sogar die Pros springen mit auf den Zug auf. Speziell im Endurance-Bereich können breite Reifen ihre Vorteile voll ausspielen. Das neue Strada ist daher für Reifen mit einer Breite von 25 bis 30 mm. Genau wie beim Exploro hat 3T Rahmen und Gabel des Strada auf die Verwendung mit breiten Reifen hin entworfen und versucht, Luftwiderstand zu minimieren.

Der Antrieb des 3T Strada

Das wohl augenscheinlichste Feature des 3T Strada ist der Einsatz eines 1x11er Antriebs. Aufgrund der Verfügbarkeit von gut abgestimmten 11-fach-Kassetten wie der 1×11 Force-Gruppe von SRAM versuchte 3T mit dem Verzicht auf Umwerfer und zweites Kettenblatt einen Vorteil bezüglich der Aerodynamik zu erreichen, ohne Kompromisse bei der Gangwahl eingehen zu müssen. Laut 3T hat man sich mit dem Einsatz eines einfachen Ketteblatts vorne dem beim Design von Aerobikes lange Zeit vernachlässigten Bereich um das Tretlager herum gewidmet, um die Aerodynamik zusätzlich zu verbessern und das Hinterrad noch besser abzuschirmen.

Fazit

Nach dem Erfolg des Exploro war die Entwicklung eines weiteren Bikes für 3T ein gut nachvollziehbarer Schritt. Mit seinen innovativen Features wie dem 1×11-fach Antrieb, den schon an Zeitfahr-Maschinen erinnernden minimalen Spaltmaßen zwischen Rahmen und Reifen und den selbst entwickelten Rohrprofilen wird das 3T Strada ebenso viele Bewunderer finden, wie es Fahrer geben wird, die ein klassischeres Bike bevorzugen werden. In jedem Fall ist das 3T Strada ein spannendes Fahrrad für die kommende 2018er-Saison.

3T Strada – Video

Abschließend geht Gerard von 3T Cycling auf das Strada und das dahinterstehende Entwicklungskonzept ein:

Fotos und Video: Arian Schlichenmayer

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