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Hobby-Radsport

Die besten Tipps für die optimale Kurventechnik

Mit der richtigen Kurventechnik bist du sicherer unterwegs und kannst bei einem Rennen wertvolle Sekunden sparen.

Ob bei der Ausfahrt auf der Straße, oder auf dem Rollentrainer: Bei vielen Fahrern liegt der Trainingsschwerpunkt oft darin, die Kondition zu verbessern, die Fahrtechnik wird hierbei oft ein wenig vernachlässigt. Doch mit der richtigen Technik, beispielsweise beim Kurvenfahren, lassen sich bei einem Rennen wertvolle Sekunden sparen.

Manchmal versuchen wir uns das Leben leicht zu machen. Wir wählen die Route für die anstehende Ausfahrt, die über möglichst lange Geraden verfügt, auf denen wir ordentlich Tempo machen können, um auf einen respektablen Schnitt zu kommen. Auf Kurven, die uns als Hindernis in die Quere kommen könnten verzichten wir gerne, diese bremsen uns nur aus und versauen uns den Schnitt.

In diesem Artikel geben wir dir wertvolle Tipps für deine Kurventechnik.

Aber nachdem wir außerhalb unserer eigenen Trainingsstrecke auch auf die eine oder andere Kehre treffen werden, sollten wir wissen, worauf es beim Fahren von Kurven ankommt. Mit der richtigen Kurventechnik lässt sich nämlich einiges an Zeit und Energie sparen, was beispielsweise beim Fahren in einer Gruppe hilft, nicht den Anschluss zu verlieren. Und mit der richtigen Fahrtechnik steigt auch die eigene Selbstsicherheit. Und die wertvollen Glykogenspeicher werden nicht durch zusätzliches Beschleunigen unnötigerweise verschwendet.

Kratz die Kurve

Wenn es um die eigene Kurventechnik nicht zum Besten bestellt ist, dürfte einem das höchstwahrscheinlich bereits bewusst sein. Und das kann durchaus frustrierend sein. Bei der Fahrt in einer Gruppe mit der man konditionell gut mithalten kann, fällst man jedes Mal, wenn es in die nächste Kurve geht zurück. Danach kostet es stets eine zusätzliche Anstrengung um die entstandene Lücken wieder zu schließen und den Anschluss behalten.

Das Problem zu erkennen und sich vor Augen zu halten, dass man an der Kurventechnik wie an jeder anderen Fähigkeit beim Radfahren arbeiten kann, um sie zu verbessern ist der erste Schritt. Das Ganze dann während der Fahrt umzusetzen, der zweite. Idealerweise sollte man anfangen, an der Technik zu arbeiten, wenn man alleine unterwegs ist.

Hierbei ist man weniger durch die anderen Fahrer abgelenkt, muss sich nicht auf den Vordermann konzentrieren, kann sein eigenes Tempo machen und sich voll und ganz auf die persönliche Fahrtechnik konzentrieren. Wenn sich die Bewegungsabläufe etwas eingespielt haben, kann man anschließend zuerst in kleineren Gruppen und dann wieder im kompletten Rudel auf Tour gehen.

Die Fahrposition bei Kurven

Die richtige Kurventechnik erfordert etwas mehr an Kontrolle über das Rad, als es bei der Fahrt in der geraden Ebene der Fall ist. So soll die Fahrtrichtung mit Präzision geändert werden, ohne dass die Stabilität und Kontrolle leidet. Erreicht wird dies, indem man den Körper etwas weiter nach vorne über die Front des Bikes positioniert. Hiermit wird der Schwerpunkt etwas nach unten verlagert.

Der veränderte Schwerpunkt sorgt für verbesserte Lenkeigenschaften, während das Vorderrad satt auf dem Boden lastet. Die Hände greifen bei der Fahrt durch die Kurve leicht angewinkelt den Unterlenker und dienen somit als Dämpfer, die ohne Mühe Unebenheiten im Straßenbelag absorbieren.

Die Entspannung

Wer noch nicht die optimale Kurventechnik gefunden hat, ist beim Fahren von Kurven oft ein wenig angespannt. Wie so oft im Sport, spielt auch hier der mentale Aspekt eine nicht unbedeutende Rolle. Angst ist beim Erlernen der richtigen Fahrtechnik häufig nicht der richtige Berater und hat schon das eine oder andere Mal die besten Pläne zunichte gemacht. Geduld und Entspannung sind hier meist der Schlüssel zum Erfolg. Als erfolgversprechend können sich auch Rituale erweisen. Bei der Fahrt in die Kurve vergewissert man sich der richtigen Fahrposition, atmet tief ein und in der Kurve dann wieder aus.

Die Wahl der Ideallinie

Den meisten von uns ist bewusst, dass wir, wenn wir es sportlich angehen wollen, eine Kurve schneiden müssen, statt einfach nur dem Straßenverlauf zu folgen. Meistens lässt es die Verkehrssituation allerdings nur zu, dieses Prinzip in eher moderater Ausführung bei angepasster Geschwindigkeit anzuwenden. Trotzdem lassen sich dabei die persönlichen Fähigkeiten verbessern, ohne ein erhöhtes Risiko einzugehen. Und wenn man dann einmal auf weniger befahrenen Straßen unterwegs ist, kann man die persönlichen Grenzen bei höherer Geschwindigkeit und aggressiverer Linie ausloten.

Die Annäherung an die Kurve

Wenn man sich einer Kurve nähert, sollte man diese auf der Grundlage des Eintritt- sowie des Austrittpunkts beurteilen. Hierbei sollte man die zu fahrende Linie und Geschwindigkeit in Betracht ziehen. Ein abruptes Einlenken sollte zugunsten eines geschmeidigen Einstiegs in die Kurve vermieden werden.

Die Geschwindigkeit sollte bereits vor der Fahrt in die Kurve an die jeweilige Situation, sprich Radius, Beschaffenheit des Straßenbelages und Witterung angepasst werden. Beim Einlenken und der Fahrt durch die Kurve werden die Bremshebel losgelassen. Wenn man zur besseren Kontrolle in der Unterlenkerposition fährt, ist man gleichzeitig in der besten Position, um mit den Bremsen lediglich leicht dosiert einzugreifen.

Optimalerweise gewöhnt man sich das Bremsen während der Fahrt durch die Kurve aber gar nicht erst an. Vor allem bei nasser Farbahn können die Reifen hierdurch leicht an Haftung verlieren, ins Rutschen kommen und man selbst die Kontrolle über das Rad verlieren.

Eine gute Idee ist es, vor der Fahrt in die Kurve ein oder zwei Gänge runter zu schalten. Da man nach der Kurve zwangsläufig etwas an Geschwindigkeit verloren haben wird, kann man anschließend ohne Zeitverlust durch Schaltvorgänge beschleunigen, ohne in Gefahr zu geraten, den Anschluss an die anderen Fahrer aus der Gruppe zu verlieren.

 

Der Scheitelpunkt

Wenn man den Scheitelpunkt der Kurve erreicht und durchquert, befindet sich die der Kurve abgewandte Kurbel in Sechs-Uhr-Stellung und damit die kurveninnere Kurbel in 12-Uhr-Stellung. Dadurch erreicht man möglichst viel Bodenfreiheit und läuft nicht Gefahr, mit dem Pedal am Boden zu schleifen. Hilfreich kann es zudem sein, die kurveninnere Schulter ein wenig einzusenken. Der Körper sollte mit dem Fahrrad eine Linie bilden und der Blick dabei auf den Ausgangspunkt fokussiert sein.

Der Kurvenausgang

Wenn man aus der Kurve ausfährt und sich das Fahrrad aufzurichten beginnt, sollte man, sobald man dazu die Möglichkeit hat, in die Pedale treten. Wenn nötig kann man aus dem Sattel gehen und einen kurzen Sprint einlegen, um die verlorene Geschwindigkeit wieder gutzumachen. Wenn man vor der Kurve bereits wie zuvor erwähnt in den passenden Gang geschaltet hat, hat man es hierbei leichter.

Fahren in der Gruppe

Bei der Fahrt in kleineren und später größeren Gruppen, ist anfangs immer eine Hürde vorhanden, die Kurventechnik so einzusetzen, wie man sie bei der Fahrt alleine bereits angewendet hat. Essenziell ist bei der gemeinsamen Ausfahrt die Rücksichtnahme auf die anderen Mitfahrer. Als Gruppe geht man immer Kompromisse ein und fährt eine gemeinsame Linie.

Im Pulk sieht man eine kommende Kurve vielleicht gar nicht und kann sie mindestens nicht in der Weise beurteilen, wie dies bei der Solofahrt der Fall ist. Man muss Vertrauen in die Fahrer vor einem haben und die eigenen Entschlüsse anhand deren Reaktionen ziehen.

Auf eine Verlangsamung der Gruppe reagiert man am besten, auch wenn man eine potentielle sich anbahnende Kurve noch nicht im Sichtfeld hat, damit, in den Unterlenker zu gehen und ein oder zwei Gänge runter zu schalten. Gleichzeitig lässt man den Fahrern neben sich etwas mehr Raum und versucht die Position in der Gruppe zu halten.

Fazit

Es lohnt sich, die eigene Kurventechnik während der nächsten Ausfahrten ein wenig zu analysieren. Als Ergebnis wird man entweder feststellen, dass man die meisten der genannten Aspekte intuitiv, ohne allzu viel darüber nachzudenken richtig macht, oder aber wird man erkennen, dass die Kurventechnik die Ursache für gewisse Defizite ist. So oder so kann dies dabei helfen, den Fokus auf eine Steigerung der persönlichen Leistung zu setzen.

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