Tadej Pogačar hat sich einen weiteren Traum erfüllt. Auf der legendären Bergankunft in Alpe d’Huez feierte der Slowene auf der 19. Etappe der Tour de France 2026 einen eindrucksvollen Solosieg und baute seine Führung im Gesamtklassement weiter aus. Gleichzeitig übernahm Richard Carapaz nach einem starken Auftritt das Bergtrikot, während Mads Pedersen im Kampf um das Grüne Trikot wichtige Punkte sammelte. Die vorletzten Alpenetappen versprachen damit maximale Spannung, sowohl im Kampf um die Sonderwertungen als auch um die letzten Podiumsplätze.

Etappe 19 | Gap → Alpe d’Huez (127,9 km)
Pogačar erfüllt sich den Traum von Alpe d’Huez
Nur 127,9 Kilometer lang, dafür gespickt mit mehreren schweren Anstiegen und dem legendären Schlussanstieg nach Alpe d’Huez: Die 19. Etappe hatte alles, was eine Tour-de-France-Klassikeretappe ausmacht. Vor tausenden Fans entlang der berühmten 21 Kehren setzte Tadej Pogačar seiner ohnehin beeindruckenden Rundfahrt ein weiteres Ausrufezeichen.
Zwölf Kilometer vor dem Ziel attackierte der Gesamtführende aus der Favoritengruppe. Zunächst schien das Spitzentrio um Richard Carapaz, Lenny Martinez und Sepp Kuss den Etappensieg unter sich auszumachen. Doch Pogačar verkürzte den Rückstand Meter für Meter und schloss kurz vor dem Gipfel tatsächlich zur Spitze auf. Wenige hundert Meter später setzte der Slowene den entscheidenden Antritt und gewann erstmals in seiner Karriere auf Alpe d’Huez.
Früher Kampf um Berg- und Sprintpunkte
Bereits direkt nach dem Start ging es ohne flache Einrollphase bergauf. Schnell bildete sich eine große Ausreißergruppe mit mehr als 40 Fahrern, darunter erneut Felix Engelhardt sowie Mads Pedersen, der trotz des anspruchsvollen Profils wichtige Punkte für das Grüne Trikot sammeln wollte.
Parallel dazu lieferten sich Richard Carapaz und Valentin Paret-Peintre erneut ein packendes Duell um die Bergwertungen. Der Franzose sicherte sich zunächst die meisten Punkte an den ersten Anstiegen und übernahm das Bergtrikot zwischenzeitlich virtuell. Im weiteren Rennverlauf schlug Carapaz jedoch zurück und hielt sich alle Chancen für das Finale offen.

