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Rennrad-News

Strade Bianche 2026: Tadej Pogačar triumphiert erneut in Siena und schreibt Geschichte

Paul Seixas wird Zweiter, Isaac Del Toro wird Dritter: Alle Ergebnisse hier

Tadej Pogačar gewinnt Strade Bianche 2026 und baut seinen Status als dominanter Fahrer im modernen Radsport weiter aus. Der Weltmeister aus Slowenien setzte sich beim italienischen Klassiker früh entscheidend ab und fuhr nach einer beeindruckenden Soloattacke zum bereits vierten Sieg seiner Karriere bei diesem prestigeträchtigen Gravelrennen.

Mit seinem Triumph in Siena stellt der Kapitän von UAE Team Emirates–XRG einen neuen Rekord auf und unterstreicht einmal mehr seine außergewöhnliche Klasse auf den legendären weißen Straßen der Toskana.

Frühe Attacke am Monte Sante Marie entscheidet das Rennen

Wie bereits bei seinem Erfolg im Jahr 2024 fiel die Vorentscheidung auf dem berüchtigten Gravelsektor Monte Sante Marie. Dort setzte Pogačar rund 78,5 Kilometer vor dem Ziel seine entscheidende Attacke. Der Slowene erhöhte das Tempo auf dem anspruchsvollen Gravelabschnitt derart, dass keiner seiner Rivalen folgen konnte. Während sich das Feld hinter ihm schnell auflöste, startete Pogačar zu einer weiteren eindrucksvollen Soloflucht Richtung Siena.

Bereits zwei Jahre zuvor hatte der Weltmeister an nahezu derselben Stelle das Rennen entschieden. Damals griff er sogar noch etwas früher an, rund 81 Kilometer vor dem Ziel.

 

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Paul Seixas überzeugt als jüngster Podiumsfahrer der Geschichte

Besonders beeindruckend präsentierte sich der erst 19-jährige Paul Seixas (Decathlon–CMA CGM). Der junge Franzose versuchte zunächst, Pogačars Attacke zu folgen, musste den Weltmeister jedoch schließlich ziehen lassen. Dennoch zeigte Seixas eine starke Leistung und bewies großes Potenzial für die Zukunft. Bemerkenswert: In seinem Alter war Pogačar selbst noch kein Profi, ein Zeichen dafür, wie viel Entwicklungspotenzial beim jungen Franzosen noch vorhanden ist.

Im Finale setzte sich Seixas auf der steilen Schlussrampe der Via Santa Caterina entscheidend von Isaac Del Toro (UAE Team Emirates–XRG) ab und sicherte sich damit den zweiten Platz auf der legendären Piazza del Campo in Siena.

Der Mexikaner Del Toro belegte Rang drei, auf jenem Platz, an dem er im vergangenen Jahr als Giro-d’Italia-Leader im Maglia Rosa gefeiert wurde.

Ausreißergruppe prägt die Anfangsphase

Zu Beginn des Rennens prägte eine Ausreißergruppe das Geschehen. In der frühen Flucht befanden sich:

  • Tibor Del Grosso (Alpecin–Premier Tech)
  • Martin Marcellusi (Bardiani CSF–7 Saber)
  • Jack Haig (Ineos Grenadiers)
  • Patrick Konrad (Lidl–Trek)
  • Samuele Zoccarato (MBH Bank CSB Telecom Fort)
  • Adrien Boichis (Red Bull–Bora–hansgrohe)
  • Anders Foldager (Jayco AlUla)
  • Tim Rex (Visma | Lease a Bike)
  • Davide Toneatti (XDS Astana)

Doch das UAE Team Emirates–XRG kontrollierte das Rennen souverän. Das Team um Pogačar ließ die Ausreißer nie zu weit ziehen und stellte sie noch vor dem entscheidenden Sektor Monte Sante Marie.

Jan Christen sorgt für erste Selektion

Den nächsten entscheidenden Moment leitete Jan Christen, ebenfalls Teamkollege von Pogačar, ein. Mit einer massiven Tempoverschärfung auf den Schotterabschnitten zerlegte er das Hauptfeld. Am Ende blieb nur noch eine neunköpfige Favoritengruppe übrig. Doch auch diese hielt nicht lange zusammen. Rund 80 Kilometer vor dem Ziel startete Pogačar seine Attacke.

Versuche von Paul Seixas, Isaac Del Toro und Matteo Jorgenson (Visma | Lease a Bike), dem Weltmeister zu folgen, scheiterten schnell. Von da an entwickelte sich das Rennen zu einer weiteren beeindruckenden Solo-Demonstration des Slowenen.

Verfolgergruppe zerfällt auf den letzten Schottersektoren

Hinter Pogačar bildete sich zunächst eine größere Verfolgergruppe mit:

Jan Christen, Isaac Del Toro, Pello Bilbao (Bahrain Victorious), Paul Seixas, Paul Lapeira (Decathlon–CMA CGM), Ben Healy, Michael Valgren (EF Education–EasyPost), Clément Braz Afonso, Romain Grégoire (Groupama–FDJ), Quinn Simmons (Lidl–Trek), Tom Pidcock (Q36.5 Pro Cycling), Gianni Vermeersch (Alpecin–Premier Tech), Wout Van Aert, Matteo Jorgenson (Visma | Lease a Bike) sowie Andreas Kron (Uno-X Mobility).

Doch auf den letzten Gravelpassagen zwischen Colle Pinzuto und Le Tolfe zerfiel auch diese Gruppe. Zunächst blieben sieben Fahrer übrig, schließlich kämpften nur noch Seixas und Del Toro um den zweiten Platz.

Historischer vierter Sieg für Pogačar

Mit seinem Erfolg bei den Strade Bianche 2026 feiert Tadej Pogačar bereits seinen vierten Triumph bei diesem Rennen und ist damit nun alleiniger Rekordsieger des Klassikers. Besonders bemerkenswert: Erst einen Tag zuvor wurde der berühmte Schottersektor Colle Pinzuto offiziell nach Pogačar benannt, ein Zeichen für seine außergewöhnliche Bedeutung für dieses Rennen.

Neben dem Sieger sorgten auch Paul Seixas und Isaac Del Toro für Schlagzeilen. Beide gelten als große Zukunftshoffnungen im internationalen Radsport und könnten in dieser Saison noch für weitere Highlights sorgen.

Ergebnis Strade Bianche 2026

  1. Tadej Pogačar (UAE Team Emirates–XRG) – 203 km in 4:45:15 Stunden (Ø 42,699 km/h)
  2. Paul Seixas (Decathlon–CMA CGM) + 1:00 Minute
  3. Isaac Del Toro (UAE Team Emirates–XRG) + 1:09 Minuten

Stimmen zum Rennen

Kurz nach seinem Triumph erklärte Sieger Tadej Pogačar im Ziel:

„Zuerst muss ich meinem Team danken. Meine Teamkollegen haben vom Start weg einen unglaublichen Job gemacht, sie haben die Ausreißer kontrolliert und ein sehr hohes Tempo gefahren. Ich freue mich sehr über diesen Sieg, besonders für sie.

Paul Seixas hat versucht, mir am Monte Sante Marie zu folgen, und es war nicht einfach, ihn abzuschütteln. Ich habe mir gesagt, dass ich bis zum Gipfel voll durchziehen muss, und genau das habe ich getan. Es ist der perfekte Start in die Saison.“ – Tadej Pogačar

Mehr Infos gibt es hier! 

 

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Beitragbild Credit: Tornanti.cc

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