Die Tour de France 2026 endet mit einem spektakulären Finale auf den Champs-Élysées. Mathieu van der Poel sichert sich nach einem packenden Rennen über den Montmartre den prestigeträchtigen Sieg in Paris, während Tadej Pogačar seinen fünften Gesamtsieg bei der Frankreich-Rundfahrt perfekt macht und damit mit den größten Legenden des Radsports gleichzieht.
Auch Mads Pedersen und Richard Carapaz dürfen jubeln: Der Däne gewinnt das Grüne Trikot, der Ecuadorianer die Bergwertung. Für die deutschen Teams endet die Tour ebenfalls erfolgreich – Red Bull – BORA – hansgrohe stellt mit Remco Evenepoel den Gesamtzweiten, Lidl-Trek gewinnt die Teamwertung.
Etappe 21 | Thoiry → Paris Champs-Élysées (89 km)
Verkürztes Tour-Finale nach Waldbränden
Das Finale der Tour de France musste kurzfristig angepasst werden. Aufgrund der schweren Waldbrände im Südwesten Frankreichs wurden Sicherheitskräfte abgezogen, weshalb die ersten rund 40 Kilometer der ursprünglich geplanten Etappe entfielen. Statt der vorgesehenen 133 Kilometer standen lediglich 89 Kilometer auf dem Programm.
Am spektakulären Finale änderte das jedoch nichts. Nach zwei Runden auf den Champs-Élysées führte die Strecke, wie bereits im Vorjahr, dreimal über den Anstieg zum Montmartre. Damit entwickelte sich die Schlussetappe erneut zu einem Rennen für Klassiker-Spezialisten statt für reine Sprinter. Fahrer wie Mathieu van der Poel, Tadej Pogačar, Remco Evenepoel oder Mads Pedersen gehörten deshalb zu den großen Favoriten auf den prestigeträchtigen Sieg in Paris.
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Frühe Attacken und ein spektakuläres Finale
Nach der traditionellen Ehrenrunde wurde das Rennen schnell eröffnet. Mehrere Fahrer versuchten ihr Glück in Ausreißergruppen, ehe sich am Montmartre eine hochkarätige Spitzengruppe formierte. Mit dabei waren unter anderem Mathieu van der Poel, Tadej Pogačar, Mads Pedersen, Jasper Stuyven und Michael Matthews.
Mit jeder Überquerung des Anstiegs wurde das Rennen selektiver. Auf der letzten Passage zum Montmartre konnten schließlich nur noch Mathieu van der Poel und Tadej Pogačar das Tempo an der Spitze mitgehen. Dahinter formierte sich eine Verfolgergruppe um Remco Evenepoel, Mads Pedersen und weitere Klassiker-Spezialisten.
Kurz vor den Champs-Élysées entschied Van der Poel das Rennen. Während Pogačar nach seiner Attacke die Beine hochnahm und sich auf den sicheren Gesamtsieg konzentrierte, setzte der Niederländer seinen entscheidenden Antritt. Im Sprint rettete er wenige Zentimeter Vorsprung vor seinem Teamkollegen Jasper Philipsen ins Ziel und sorgte damit für einen Doppelsieg von Alpecin-Deceuninck.
Mads Pedersen komplettierte als Dritter das Podium der Etappe, während der deutsche Sprinter Max Kanter mit einem starken vierten Platz nur knapp am Podest vorbeifuhr.