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Profi-Radsport

Neue UCI-Regeln: Scheibenbremsen ab 1. Juli erlaubt

Umfangreiche Maßnahmen im Rahmen der Agenda 2022 sollen außerdem die Gleichbehandlung von Frauen und Männern im Radsport stärken.

Vor fast drei Jahren begann die UCI mit einer Testphase für Scheibenbremsen bei Profirennen. Nur wenige Fahrer entschieden sich anfangs für die Disc-Option. 2016 machten Scheibenbremsen dann durch den Unfall Francisco Ventosos von sich reden.

Ventoso, der damals für Team Movistar fuhr, zog sich bei der 114. Ausgabe von Paris-Roubaix eine tiefe Schnittwunde am Bein zu, die offenbar von der rotierenden Bremsscheibe eines anderen Fahrers verursacht wurde. Nachdem die UCI die Testphase als Reaktion auf den Unfall kurzzeitig aussetzte, sieht der Verband aktuell keine Bedenken mehr und genehmigt den Einsatz von Scheibenbremsen in Training und Wettkämpfen ab 1. Juli 2018.

Ab 1. Juli 2018 offiziell bei den UCI Straßenrennen erlaubt: Scheibenbremsen

Gleichbehandlung von Frauen und Männern

Neben dieser Neuerung sehen die kommenden UCI-Regeln auch Maßnahmen zur Stärkung der Gleichbehandlung von Frauen und Männern im Radsport vor. Teil dieser Maßnahmen wird eine Charta sein, nach der unter anderem auch innerhalb der Verwaltung der UCI ein stärkeres Gewicht auf gleiche Karriere- und Verdienstchancen für Frauen und Männer gelegt werden soll. Ebenso sollen sich Preisgelder für Fahrerinnen und Fahrer angleichen.

Podiumsfeierlichkeiten werden unter die Lupe genommen. Das Outfit der sogenannten Podiumsdamen muss ab den UCI-Straßen-Weltmeisterschaften, die am 22. September 2018 in Tirol stattfinden, von der UCI genehmigt werden. Zudem sollen zukünftig Frauen und Männer gleichermaßen eine Rolle bei den Feierlichkeiten rund ums Siegertreppchen spielen.

Alle Mitarbeiter von UCI-lizensierten Frauenteams werden nach der Agenda 2022 dazu verpflichtet, einen Verhaltenskodex zu unterschreiben, der das Bewusstsein und die Verantwortung zum Thema Belästigung stärken soll. Verstöße gegen diesen Codex können dann Sanktionen zur Folge haben.

Neuerungen im Weltmeisterschaftsformat

Erstmals in der Geschichte des Radsports sollen ab 2023 die Weltmeisterschaftsveranstaltungen mehrerer verschiedener Disziplinen Während eines 17 bis 19 Tage lang dauernden Events im vierjährigen Rythmus an einem Ort stattfinden. Zusammengefasst werden die Weltmeisterschaften im Straßenradsport, olympisches und Marathon-Cyclo-Cross, Downhill, Bahn, BMX-Rennen, Freestyle-BMX, Trial, MTB-Eliminator, Straßen- und Bahn-Paracycling, Kunstradfahren, Radball und Gran Fondo. Erwartet werden bis zu 120 teilnehmende Nationen und 2.600 Athleten, sowie 6000 Amateure.

Doping: Glucocorticoide und Tramadol

Ab 1. Januar 2019 sollen Injektionen von Glucocorticoiden meldepflichtig werden und zu einer mindestens achttägigen Wettkampfsperre führen. Zusätzlich sollen nach den neuen UCI-Regeln Fahrer von Rennen ausgeschlossen werden, die zu geringe Cortisolwerte, ein Dopingindikator, aufweisen. Das lang umstrittene Schmerzmittel Tramadol soll ab 1. Januar komplett verboten werden.

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