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Profi-Radsport

UCI zieht Zulassung von Scheibenbremsen im Pro-Peloton zurück

Nach der schweren Verletzung Francisco Ventosos durch einen Scheibenbremsenrotor reagiert die UCI mit dem Verbot von Disc-Brakes bei den Profirennen.

Die UCI hat den Gebrauch von Scheibenbremsen bei Profirennen mit sofortiger Wirkung ausgesetzt, nachdem Francisco Ventoso durch den Rotor einer Scheibenbremse bei einem Unfall bei Paris-Roubaix schwer verletzt wurde.

Nachdem sich Francisco Ventoso bei Paris-Roubaix schwer an einer Scheibenbremse verletzte, nahm die UCI diese mit sofortiger Wirkung aus dem Verkehr.

Francisco Ventoso, Team Movistar, erlitt bei Paris-Roubaix eine schwere Schnittverletzung am Bein, nachdem er auf die rotierende Bremsscheibe eines anderen Fahrers auffuhr. In der Folge wurde der zunächst auf diese Saison beschränkte Probeversuch, Scheibenbremsen bei professionellen Fahrradrennen zu verwenden, mit sofortiger Wirkung beendet. Das bestätigt Harald Tiedemann Hansen laut der norwegischen Website Procycling.no.

Ein Statement der UCI dazu: “Die Union Cycliste Internationale (UCI) gibt bekannt, dass sie, mit sofortiger Wirkung, den Testversuch von Scheibenbremsen in Rennradrennen aussetzt. Die UCI folgt damit einer Empfehlung der Association Internationale des Groupes Cyclistes Preofessionels (AIGCP), die die Profiteams repräsentiert, nach dem Unfall Francisco Ventosos bei Paris-Roubaix am vergangenen Sonntag. Diese Entscheidung wird von der Cyclistes Professionnels Associés (CPA) unterstützt, die die Fahrer repräsentiert.”

Laura Mora, Pressesprecherin der CPA, zu Procycling.no: “Wir wollen den Fortschritt nicht aufhalten, aber wir wollen Lösungen finden, neue Technologien in den Radsport einzuführen, ohne dass dabei Risiken für die Fahrer entstehen.

Das Statement der UCI bestätigt, dass Gespräche über Scheibenbremsen weiterhin stattfinden, jedoch mit der Sicherheit der Fahrer als oberste Priorität.

“Die UCI wird ihre Überlegungen zu Scheibenbremsen fortführen im Rahmen der Equipment-Kommison, die aus Vertretern der Teams, Fahrer, Mechaniker, Fans, Kommisionären und der Fahrradindustrie – in Gestalt der World Federation of the Sporting Goods Industry (WFSGI) –, alles jedoch unter der Prämisse, dass die Sicherheit der Fahrer die absolut oberste Priorität hat.”

Ventoso schrieb in einem Statement: “Hat wirklich jemand geglaubt, dass etwas wie diesen Sonntag nie passieren würde? Glaubte niemand, dass Scheibenbremsen gefährlich sind? Dass sie schneiden können, riesige Messer sind?”

Der Spanier wurde von anderen Fahrern unterstützt. Sein Teamkollege Rory Sutherland schrieb auf Twitter: “Wieviele Fahrer wollten Scheibenbremsen? Fast keiner!”

Alex Dowsett, Britischer TT-Meister und ebenfalls Teamkollege Ventosos nannte die Aussetzung des Scheibenbremsentests “gute Neuigkeiten”.

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