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Rennberichte & Analysen

Tour de France 2014: 15. Etappe – Kristoff gewinnt finalen Sprint

Die tolle Erfolgsserie von Alexander Kristoff (Katusha) geht weiter. Mit seinem 2. Tour de France Etappensieg gewinnt er die 15. Etappe der Tour 2014.

Der Norweger konnte kurz vor der Ziellinie alle Ausbrecher einholen und gewann ein dramatisches Finale.

Kristoff gewinnt die 15. Etappe der Tour de France 2014. (Foto: Sirotti)

Peter Sagan (Cannondale) hat es wieder nicht geschafft eine Etappe zu gewinnen und fuhr als 3. über die Ziellinie. Dafür konnte er sich einige nützliche Sprintpunkte sichern.

An der Gesamtwertung hat sich mit dieser Etappe nichts geändert. Vincenzo Nibali (Astana) behält das Gelbe Trikot und wird weiterhin von Valverde und Bardet verfolgt.

Die Etappe im Detail

Relativ schnell setzen sich Elmiger (IAM) und Bauer (Garmin-Sharp) vom Peloton ab und starten ihre Flucht.

Die beiden Fahrer teilen sich die Arbeit fast über die kompletten 222km der Strecke. Experten rechnen mit einem Zielsprint, doch Elmiger und Bauer können etwas über 9 Minuten Vorsprung herausfahren. Das könnte sogar reichen.

Langsam reagieren einige Teams. Das Tempo im Hauptfeld wird angezogen und der Vorsprung der beiden Ausreißer schwindet rapide. Doch damit nicht genug. Das Finale wird von Regen begleitet. Der Himmel hat es schon länger ahnen lassen, aber nun wird es nass.

Nibali und sein Astana-Team lassen sich genauso wenig wie die anderen Fahrer im Peloton von den Wetterumständen aus dem Rhythmus bringen und verkleinern den Vorsprung zum Führungsduo.

Bauer und Elmiger scheint der Regen auch nicht stark zu stören. Dennoch ist ihnen bewusst, dass ihr Vorsprung schwindet.

30km vor der Ziellinie wird das Wetter wieder etwas besser und die Ausbrecher können ihren Vorsprung auf 2 Minuten halten. Das liegt aber vor allem daran, dass im Hauptfeld zu diesem Zeitpunkt niemand das Tempo anzieht. Erstaunlich wie konstant die beiden Führenden trotz dem Wetter vorne gearbeitet haben.

Zu früh gefreut. 5 Kilometer später wechselt das Wetter schlagartig von aufheiternd in grauenhaft. Elmiger und Bauer müssen nun massiv Tempo rausnehmen, um sicher um die vielen Kreisverkehre zu fahren. Das kostet kostbare Zeit und das Peloton schläft nicht. Auch hier wird vorsichtiger gefahren, aber insgesamt schneller. Damit schwindet der Vorsprung.

20 Kilometer vor dem Ziel bereiten sich die Teams schon auf das Finale vor. Lotto-Belisol beginnt sich im vorderen Bereich des Peloton zu positionieren und auch Giant-Shimano versucht sich ein gutes Plätzchen zu sichern.

Das Wetter schlägt wieder um und die Straßen trocknen schnell. Damit erhöht das Hauptfeld wieder das Tempo und der Vorsprung des Ausreißerduos schmilzt weiter.

7,5km vor dem Ziel versucht sich Andre Greipel (Lotto Belisol) etwas vom Hauptfeld  abzusetzen. Die beiden Ausreißer haben nur noch 35 Sekunden Vorsprung und Fahrer wie Tony Martin versuchen auch diese letzte Lücke zu schließen.

Giant-Shimano will auch vorne mitzufahren, aber die Bemühungen kommen zu spät und dafür viel zu schwach. Wir befinden uns 1km vor dem Ziel und 25 Sekunden zum Führenden. Jetzt wird es eng.

Alle Ausreißer werden nun eingeholt und im Zielsprint setzt sich Kristoff (Katusha) durch, der den besten Sprint hinlegen kann. Auch Peter Sagan fuhr noch vorne mit, aber hat es wieder nicht geschafft einen Etappensieg einzufahren und beendet das Rennen als 3.

Bauer ist sichtlich enttäuscht von seinem 10. Platz. Vor allem, nachdem er so lange vorne gearbeitet hat, schmerzt diese knappe Niederlage.

Kristoff sprintet zum Sieg der 15. Etappe der Tour 2014. (Foto: Sirotti)

Tour de France 2014: 15. Etappe – Ergebnisse

1) Alexander Kristoff – Katusha – 4.56.43
2) Heinrich Haussler – IAM Cycling – ST
3) Peter Sagan – Cannondale
4) Andre Greipel – Lotto-Belisol
5) Mark Renshaw – Omega Pharma-Quickstep
6) Brian Coquard – Europcar
7) Ramunas Navardauskas – Garmin-Sharp
8) Roman Feillu – Bretagne Seche Environment
9) Michael Albasini – Orica-GreenEDGE
10) Jack Bauer – Garmin-Sharp

Gesamtwertung

1) Vincenzo Nibali – Astana – 66.49.37
2) Alejandro Valverde – Movistar +4.37
3) Romain Bardet – Ag2r-La Mondiale +4.50
4) Thibaut Pinot – FDJ.fr +5.06
5) Tejay Van Garderen – BMC Racing +5.49
6) Jean-Christophe Peraud – Ag2r-La Mondiale +6.08
7) Bauke Mollema – Belkin +8.33
8) Leopold Konig – NetApp-Endura +9.32
9) Laurens ten Dam – Belkin +10.01
10) Pierre Rolland – Europcar +10.48

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