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Rennberichte & Analysen

Tour de France 2014: 7. Etappe

Eine Etappe wie gemacht für Peter Sagan, am Ende sollten nur Millimeter seinen Sieg verhindern.

Mit Sagan haben heute alle gerechnet. Er scheint der perfekte Mann für diese kupierte Sprintetappe mit einem Hügel vor dem Ziel.

Die heutige Etappe ist zwar im Vergleich zu richtigen Bergetappen vollkommen flach, für Fahrer wie Kittel oder Greipel mit einigen Hügeln und vor allem einem Zielanstieg aber wohl ungeeignet. Uns fällt spontan Peter Sagan oder auch Alexander Kristoff ein die heute evtl. etwas reißen könnten.

Angriff ist die beste Verteidigung

Wie efreulich, der heutige Tag beginnt mit einem wirklich gemächlichen Einrollen ohne Überraschungen. Die Ruhe trügt aber wieder einmal und schon nach einigen Kilometer machen sich Alexandre Pichot (Europcar), Matthew Busche (Trek), Nicolas Edet (Cofidis), Martin Elmiger (IAM), Bartosz Huzarski (NetApp) und Anthony Delaplace (Bretagne-Séché) auf die Socken um mit Siebenmeilenstiefeln dem Peloton zu enteilen. Abgesehen vom Wetter ähnelt der Etappenstart heute jenem von gestern.

Die Ausreißergruppe macht enorm schnell Boden gut und hat schon nach wenigen Kilometern fast 2 Minuten Vorsprung herausgearbeitet. Nach weiteren 20km sind es schon 4 Minuten. Sieht so aus als ob heute Narrenfreiheit herrscht.

Stef Clement (Belkin) stürzt schwer und beendet seine Tour de France.

Cannondale und Peter Sagan haben jetzt genug Abstand gesehen. Ab sofort übernimmt das Team Cannondale die Verfolgungsarbeit. Der Vorsprung schwindet, meine Güte gibt Cannondale nun Gas. Aus den 4 Minuten sind schnell 2:30 geworden.

Nach der Versorgungsstelle bei 109km ist es nun endgültig vorbei mit der Führungsgruppe. Sieht so aus als ob man die Arbeit eingestellt hat. Lustlos wird herumgekurbelt, man wartet auf den Eilzug von hinten.

Nur noch 90 Sekunden Vorsprung, das Feld rauscht förmlich heran.

Cannondale zieht das Tempo an und verkürzt sehr schnell den Abstand zur Führungsgruppe.

Beim Zwischensprint wird Peter Sagan 9., immer noch muss er die Punkte mit den Ausreißern teilen. Das ändert aber nichts wesentliches an seinem Vorsprung.

Danny van Poppel (Trek Factory Racing) muss das Rennen nach Sturz aufgeben. Nach Andy Schleck ist er schon der zweite Trek-Fahrer der vorzeitig aus dem Rennen scheidet.

Eingerollt und abgefrühstückt

Bei Kilometer 169 ist der Vorsprung der Führungsgruppe unter eine Minute gefallen und nur Nicolas Edet (Cofidis) scheint sich mit der Situation nicht abfinden zu wollen. Während seine Kollegen schon ein Plätzchen im Peloton  vor Augen haben, versucht er es nun alleine. Das Einzige was er damit vielleicht gewinnen kann wäre die Wertung des kämpferischsten Fahrers. Ins Ziel kommt er zu 100% nicht alleine.

Nicolas Edet bei seinem Solo-Ausflug – er sollte nicht von langer Dauer sein.

Schon nach wenigen Kilometern ist der Plan gescheitert. Seine 5 Kollegen hatten doch noch keine Lust ihren Mitfahrer ziehen zu lassen. Endes des Solos.

Kwiatkowski, Contador und Valverde lassen bisher noch nichts von sich sehen. Der heutige Tag könnte eine Möglichkeit sein mit einer guten Attacke den Abstand auf Nibali zu verkürzen. Wir warten weiter.

40km vor dem Ziel ist die Ausreißergruppe endgültig eingerollt. Edet und  Huzarski haben den Schuss immer noch nicht gehört und wehren sich noch einmal verzweifelt. Wir wissen alle wie das endet. Den Sponsor wirds trotzdem freuen.

Aus und vorbei mit dem Ausflug. Cannondale führt das Feld endgültig an die Ausreißer heran.

Fabian Cancellara, Jens Voigt (Trek Factory Racing) und Geraint Thomas (Team Sky) sind unter den ganze Sprintern an der Frontlinie. Chancen haben sie nicht, das wissen sie auch. Gleich kommt der finale Hügel vor dem Ziel.

Peter Sagan ist ebenfalls ganz vorne mit dabei, sicher hat er sich für heute etwas ausgerechnet und geht mit Greg van Avermaet (BMC Racing) in eine Attacke über. Tejay van Garderen (BMC Racing) hängt an Sagans Hinterrad der ihn stinkig dazu auffordert auch Führungsarbeit für diese Attacke zu machen.

Jetzt geht das große Hauen und Stechen los, die Ellbogen werden ausgefahren. Von hinten rauscht Matteo Trentin (Omega Pharma-Quickstep) heran und setzt zu einem langen Sprint an. Andrew Talansky (Garmin-Sharp) fällt hinter ihm, das sieht gar nicht gut aus. Sagan bleibt dran, aber dieser Zielsprint ist wirklich lang. Es entscheidet sich  nun zwischen den beiden und nur das Zielfoto kann entscheiden das es Matteo Trentin ist – um Zentimeter oder gar nur Millimeter.

Zielfoto der 7. Etappe – Matteo Trentin ist vorne.

 

Tour de France 2014: 7. Etappe

1) Matteo Trentin (ITA) – Omega Pharma-Quickstep – 5.18.39hrs
2) Peter Sagan (SVK) – Cannondale – ST
3) Tony Gallopin (FRA) – Lotto-Belisol
4) Tom Dumoulin (NED) – Giant-Shimano
5) Simon Gerrans (AUS) – Orica-GreenEDGE
6) Daniel Oss (ITA) – BMC Racing
7) Cyril Gautier (FRA) – Team Europcar
8) Sylvain Chavanel (FRA) – IAM Cycling
9) Sep Vanmarcke (BEL) – Belkin Pro Cycling
10) Greg van Avermaet (BEL) – BMC Racing

Rangliste

1) Vincenzo Nibali (ITA) – Astana – 29.57.04hrs
2) Jakob Fuglsang (DEN) – Astana +2”
3) Peter Sagan (SVK) – Cannondale +44”
4) Michal Kwiatkowski (POL) – Omega Pharma-Quickstep +50”
5) Tony Gallopin (FRA) – Lotto-Belisol +1.45
6) Richie Porte (AUS) – Team Sky +1.54
7) Andrew Talansky (USA) – Garmin-Sharp +1.56
8) Alejandro Valverde (ESP) – Movistar +2.11
9) Romain Bardet (FRA) – Ag2r-La Mondiale – ST
10) Rui Costa (POR) – Lampre-Merida

 

 

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