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Rennberichte & Analysen

Thibaut Pinto gewinnt Il Lombardia

Mit einem späten Angriff beschlagnahmt der Franzose den Sieg des Monuments

Thibaut Pinot (Groupama-FDJ) ging auf dem vorletzten Anstieg der Il Lombardia 2018 zum Angriff über und holte sich den Sieg des letzten der fünf Monumente der Klassiker. Titelverteidiger Vincenzo Nibali (Bahrain-Merida) konnte dem Franzosen nichts entgegensetzen. 

Der Italiener kam 32 Sekunden nach Pinot als zweiter ins Ziel, gefolgt von Dylan Teuns (BMC Racing, der 43 Sekunden hinter dem Sieger mit einem Sprint von der Verfolgungsgruppe den dritten Platz holte.

Thibaut Pinot (Groupama-FDJ) sicherte sich mit einem starken Soloritt 14 Kilometer zum Ziel den Sieg bei Il Lombardia. Für den Franzosen ist es der erste Sieg bei einem der Monumente. (Foto: Sirotti)

„Für mich ist Il Lombardia das schönste der fünf Monumente“, sagte Pinot im Ziel. „Ich wollte dieses Rennen schon immer gewinnen. Ich habe derzeit die beste Form meiner Karriere, aber Nibali zu schlagen hat schon etwas sehr besonderes. Als ich sah, dass er zum Angriff überging, dachte ich ‚Jawohl, das ist die richtige Taktik‘. Ich bin froh, dass er am Sormano angriff. Das war der Schlüssel zum Erfolg.“

Es war ein Quartett von namenhaften Fahrern, die sich absetzen konnten: Nibali, Roglic, Pinot und Bernal formten eine starke Ausreißergruppe. Letztendlich mussten Roglic und Bernal den Titelverteidiger Nibali und Pinto ziehen lassen. (Foto: Sirotti)

Primož Roglič (LottoNL-Jumbo) war derjenige, der auf dem Sormano zum Angriff überging, was die Szene für das weitere Renngeschehen setzte. Der Angriff des Slovenen verleitete Nibali und Pinot, ihm zu folgen und zu dritt ließen sie das Hauptfeld hinter sich und überquerten den Pass.

Egan Bernal (Team Sky) gesellte sich nach einer furchtlosen Verfolgungsjagd auf der Abfahrt zu den drei Fahrern. Als das Quartett 19 Kilometer vor dem Ziel den Civiglio Anstieg erreichten, führten die vier Fahrer mit 40 Sekunden. Roglič und Bernal konnten auf dem Anstieg mit Pinot und Nibal nicht mithalten und fielen zurück und überließen den Kampf um den Sieg zwischen dem Franzosen und dem Titelverteidiger.

Nachdem Pinot wiederholte male versuchte, Nibali abzuhängen, war er auf dem Civiglio schließlich erfolgreich. Es waren noch 14 Kilometer zum Ziel und der FDJ-Groupama Fahrer konnte sich von Nibali absetzen und fuhr seinen Soloritt zum Ziel. Nibali konnte dem Angriff nichts entgegensetzen und Pinot holte sich seinen ersten Monument-Sieg seiner Karriere, nur ein paar Tage nach seinem Erfolg bei Milano-Torino.

Der Titelverteidiger Vincenzo Nibali (Bahrain-Merida) konnte sich den zweiten Platz sichern. Nach einer schweren Saison, die von einem Sturz bei der Tour de France und dem daraus folgenden Wirbelbruch unterbrochen wurde, gab sich der Italiener mit seinem Ergebnis zufrieden. (Foto: Sirotti)

Nibali wurde auf den letzten Kilometern von den Verfolgern eingeholt, aber konnte sich den zweiten Platz sichern.  Der Italiener gab sich um Ziel philosophisch und zufrieden nachdem seine Pläne durch einen Wirbelbruch nach einem Sturz während der Tour de France umgeworden worden waren.

„Meine Kondition ist so wie sie ist“, sagte Nibali nach dem Rennen. „Sie verbesserte sich rechtzeitig für Il Lombardia, was für mich ein sehr schönes Rennen ist. Es liegt mir viel an diesem Rennen, aber ich konnte nicht mehr leisten – Pinot hat bei Milano-Torino gewonnen und war in Top-Form. So wie ich letztes Jahr. Ich habe es mit meiner Entschlossenheit immerhin auf einen guten zweiten Platz geschafft. Das war für mich als Athlet wichtig. Das ist eine Art Wiedergutmachung nach allem, was passiert ist. Ein guter Erfolg.“

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