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Rennberichte & Analysen

Giro d’Italia 3. Etappe – Elia Viviani holt sich seinen zweiten Etappensieg

Viviani gewinnt die zweite Etappe in Folge beim Giro d'Italia 2018, Rohan Dennis trägt das Maglia Rosa nach Italien.

Der italienische Sprinter vom Team Quick-Step Floors gewann den Sprint in Eilat auf der dritten Etappe des 101. Giro d’Italia mit einer überzeugenden Leistung. Viviani nutzte seine Fahrkünste, um Sam Bennett (Bora-Hansgrohe) zurück- und sich nach vorne zu drängen, als dieser versuchte an der Absperrung dem Italiener regelrecht den Riegel vorzuschieben.

Unter Einsatz seines Armes verteidigte Viviani seine Position und holte dann zum Schlusssprint aus, den er überzeugend gewann. Sacha Modolo (EF Education First-Drapac) holte sich den zweiten Platz und Bennett gab sich wieder mit dem dritten Rang zufrieden, konnte aber eine Verwarnung oder oder Verweisung für eine gefährlich Fahrweise vermeiden.

Elia Viviani (Quick-Step Floors) siegt auf der 3. Etappe des Giro d’Italia zum zweiten Mal in Folge. (Foto: Sirotti)

Bei Temperaturvorhersagen bis zu 35 Grad im Schatten rollte das Peloton in der Morgensonne in Be’Er Sheva über die Startlinie, um die 229 Kilometer durch die israelische Wüste in Angriff zu nehmen. Die Hitze war für die Fahrer das kleinste Problem, vielmehr sorgte sich das Feld um die Wahrscheinlichkeit von Seitenwinden, die durch die Wüste fegen konnte, was Echelons und ein Auseinanderbrechen des Feldes zur Folge haben könnte.

Die endlosen Weiten der Wüste machten die dritte Etappe des Giro d’Italia aus. (Foto: Sirotti)

Daher war es absehbar, dass sich eine kleine Ausreißergruppe, Guillaume Boivin (Israel Cycling Academy), Marco Frapporti (Androni Giocattoli-Sidermec) und Enrico Barbin (Bardiani-CSF) bei der ersten Möglichkeit, die sich ihnen bot, vom Peleton absetzen konnte und das Hauptfeld sie in aller Ruhe ziehen ließ. Schon bald hatte sich das Trio einen Vorsprung von 7:20 ausgebaut. BMC Racing übernahm dann im Peloton die Kontrolle, um Rohan Dennis und seine Führung in der Gesamtwertung zu verteidigen.

Als das Peloton schließlich die Negev-Wüste erreichte, beruhigte sich das Renngeschehen, mit dem Trio vor dem Hauptfeld und um die Zwischensprints kämpfend und dem Hauptfeld dahinrollend hinter ihnen. Wenn die Fahrer Kibbuzim und Dörfer erreichten, kamen Zuschauer an den Straßenrand, aber im Großen und Ganzen waren die Kamele in der Überzahl.

Die Strecke führte über die weiten, ungeschützten Straßen und verschlungenen Auf-und Abfahrten der Negev-Wüste, die Fahrer waren der Hitze und der Wüstensonne unbarmherzig ausgesetzt. Das Trio blieb 200 Kilometer vor dem Hauptfeld, das ein unermüdliches Katz und Maus Spiel mit den drei Ausreißern spielte. Die größte Sorge des Peloton war das Risiko der Seitenwinde und die Teams waren sehr darum bemüht, die Favoriten zu beschützen. Aber die Gefahr blieb aus: Der Wüstenwind war nie stark genug, um eine echte Gefahr darzustellen.

Rohan Dennis (BMC) liegt weiterhin in Führung der Gesamtwertung. Er wird das Maglia Rosa bei der Ankunft in Sizilien tragen. (Foto: Sirotti)

Fünfzig Kilometer vor dem Ziel zog das Tempo langsam aber sicher an und es wurde offensichtlich, dass es wieder zu einem Showdown der Sprinter kommen würde. Das Peloton reagierte mit einer steigenden Spannung und Nervosität, immer noch sehr darauf bedacht, die Favoriten vor dem leichtesten Seitenwind zu schützen. Letztendlich war es wieder Viviani, der sich mit einer starken Leistung und seinem Fahrinstinkt den Tagessieg der dritten Etappe beim Giro d’Italia sicherte.

Rohan Dennis (BMC) ist weiterhin der Träger des Maglia Rosa und Tom Dumoulin (Team Sunweb) liegt mit einer Sekunde Rückstand auf dem zweiten Platz. Victor Campenaerts (Lotto Fix All) verlor seinen dritten Platz and José Gonçalves (Katusha-Alpecin), der mit 13 Sekunden Rückstand hinter Dennis liegt. Der Australier wird das Maglia Rosa nach Sizilien nehmen, wo der Giro d’Italia am Dienstag weitergehen wird. Die erste Etappe nach der Rückkehr aus Israel ist eine 198 Kilometer lange Strecke nach Caltagirone.

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