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Rennberichte & Analysen

Giro d’Italia 2018: Chris Froome gewinnt seine dritte Grand Tour in Folge

Sam Bennett (Bora-Hansgrohe) gewinnt die letzte Etappe des 101. Giro d'Italia, Chris Froome (Team Sky) gewinnt die Gesamtwertung.

Sam Bennett (Bora-Hansgrohe) gewann die 21. und letzte Etappe des 101. Giro d’Italia in Rom. Der Ire konnte sich auf den letzten paar Metern gegen Elia Viviani (Quick-Step Floors) durchsetzen und holte sich seinen dritten Tagessieg bei der diesjährigen Italienrundfahrt. Viviani wurde zweiter, Jean-Pierre Drucker (BMC Racing) machte das Trio komplett.

Bennett, der seinen stärksten Mann im Führungszug, Rüdiger Selig, auf der 6. Etappe verlor, und sein Team beeindruckten auch auf der letzten Etappe mit ihrer großartigen Leistung. Bora-hansgrohe wurde stark gefordert, als eine Fluchtgruppe sie dazu zwang, ohne Hilfe von anderen Fahrern auf der letzten Runde die Verfolgungsjagd aufzunehmen.

Sam Bennett (Bora-hansgrohe) gewinnt die 21. Etappe des 101. Giro d’Italia in Rom. (Foto: Sirotti)

In der Gruppe befand sich auch unter anderem Florian Sénéchal (Quick-Step Floors) und das belgische Team übernahm auf den letzten 3 Kilometern die Führung der Gruppe. Vier Fahrer ließen sich zurückfallen, so dass Viviani auf den letzten Metern eine freie Bahn zum Ziel hatte. Hinter ihm entfachte sich ein kleiner Kampf zwischen Bennett und Niccolò Bonifazio (Bahrain-Merida) – beide wollten das begehrte Hinterrad des italienischen Sprinters, um in dessen Windschatten zu gelangen.

Bennett schaffte es auch hier, sich durchzusetzen und nutzte den Sog des Maglia Ciclamino, um auf den letzten Metern an ihm vorbei – und ins Ziel und zum Sieg zu stürmen: Sein dritter Etappensieg beim 101. Giro d’Italia und sein siebter Tagessieg beim Giro insgesamt.

Rom bot den Schauplatz für das Rundenrennen der letzten Etappe des diesjährigen Giro d’Italia. Das letzte mal war Rom 2009 Gastgeber für die italienische Grand Tour. (Foto: Sirotti)

Der Ire war fast sprachlos. „Ich weiß nicht, wie ich das geschafft habe. Ich habe in den letzten zwei Tagen wirklich stark gelitten“, sagte er. „Ich glaube, ich habe mich in der ersten Woche zu stark verausgabt und in der zweiten Woche noch ein bisschen mehr. Dafür musste ich in den letzten zwei Tagen zahlen.“

„Heute ging es um echte Teamarbeit. Als sich auf der letzten Runde die Fluchtgruppe bildete, da sind meine Jungs bis ins Äußerste gefahren und gaben wirklich alles. Ich kann ihnen nicht genug danken. Die Jungs waren großartig. Ich weiß noch nicht, was als nächstes kommt. Mal sehen, wie meine Form für die Irischen Nationalmeisterschaft sein wird. Es wäre ein Traum, die Farben meines Landes auf einer großen Bühne der Grand Touren repräsentieren zu können.“

Ziel erreicht: Nach einem schwierigen Start gewinnt Chris Froome (Team Sky) den 101. Giro d’Italia. Für den Briten ist das der dritte Grand-Tour-Sieg in Folge. (Foto: Sirotti)

Die letzte Etappe einer Grand Tour dient den Sprintern und einer Parade der Fahrer und des Siegers und die 21. Etappe in Rom machte hier keine Ausnahme. Jedoch wurde früh klar, dass Fahrer und Teams mit der Strecke nicht zufrieden waren, als mehrere bei den Organisatoren vorstellig wurden, um ihren Unmut auszudrücken.

Die Fahrer waren überrascht über den Zustand der Strecke, die auch teilweise über Kopfsteinpflaster führte und als „unsicher“ und „baufällig“ beschrieben wurde. Einige Renndirektoren waren davon überzeugt, dass es nicht ausreichend Streckenposten gab. Die Fahrer hatten noch 75 Kilometer bis zum Ziel, als bekannt gegeben wurde, dass das Rennen für das Gesamtklassement nach drei Runden neutralisiert und jegliche Zeitgutschriften annulliert werden würden. Während sich 18 Fahrer als eine Fluchtgruppe vom Peloton absetzten, ließ sich eine Gruppe von Fahrern des Gesamtklassement nach hinten fallen und formten ein Gruppetto.

Vorne entbrannte der Kampf um den letzten Etappensieg. Die Fahrer des Gesamtklassement rollten recht entspannt das Feld von hinten auf und Chris Froome (Team Sky), dem am letzten Tag des Giro d’Italia – ganz nach Tradition und Etikette – keiner das Maglia Rosa mehr streitig machen würde, kam 16 Minuten nach dem Etappensieger Sam Bennett ins Ziel.

Am Ende der drei Wochen voller Drama, Spannung und überraschenden Kehrtwendungen wurde Chris Froome als Sieger des 101. Giro d’Italia gekürt. Auch erhielt der Brite das blaue Trikot der Bergwertung. Miguel Ángel López (Astana) erhielt das weiße Trikot des Jungprofi und Viviani das Maglia Cyclamen der Sprintwertung.

Das Podium des 101. Giro d’Italia: Chris Froome (Team Sky)< Tom Dumoulin (Team Sunweb), Miguel Angel Lopez (Astana) (Foto: Sirotti)
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