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Profi-Radsport

Panamericana Solo – Mit dem Rennrad hinauf zu den höchsten Pässen Nordamerikas

Jonas Deichmann berichtet von der Vorbereitung für seinen Weltrekordversuch im August. Dieses Mal stand ein knackiges Höhentraining auf dem Programm.

Zwei Monate sind es noch bis zu meinem Weltrekord entlang der Panamerica und letzte Woche stand das Höhentraining auf dem Programm.

Nachdem ich die letzten Wochen in den Canyons und Wüsten Utahs bereits meist auf 1000 – 2500 Metern Höhe trainiert habe, ging es jetzt ins Hochgebirge. Nach einem Ruhetag in Moab bin ich über die Staatsgrenze nach Colorado geradelt und direkt hinauf auf eine Hochebene in 2300 Metern. Am nächsten Tag stand dann mit dem Monarch der erste 3000-Meter-Pass an. Auch wenn er nicht steil ist, macht sich die Höhenluft bemerkbar.

Weiter unten findest du ein Video mit fantastischen Eindrücken, die Jonas unterwegs gesammelt hat.

In der Abfahrt erwischt mich dann ein Unwetter mit Schneeregen, ein ganz schöner Schock nach zwei Wochen bei 40 Grad. Total durchgefroren erreiche ich Buena Vista und bin froh, dass ich die Nacht nicht im Zelt verbringen muss. Letzte Woche habe ich eine Radlergruppe aus Colorado getroffen und Einladungen in verschiedene Städte entlang meiner Route erhalten.

Am nächsten Tag stand dann mit dem Independence-Pass die erste Härteprüfung an. Der 3687 Meter hohe Pass ist regelmäßig auf dem Program der US Pro Tour Challenge und war bei den Profis oft die entscheidende Stelle. Ich habe Glück und fahre den autofreien Pass, einen Tag vor der offiziellen Eröffnung.

In einer rasanten Abfahrt geht es 80 Kilometer bergab, bis an den Colorado River. Am nächsten Tag folge ich dem Fluss, bevor es über den Veil-Pass zu meinem Nachtlager geht. Nach einer kalten Nacht folgte dann die Königsetappe. Zum Aufwärmen ging es über den 3655 Meter hohen Loveland-Pass bevor es hinauf zum 4350 Meter hohen Mount Evans ging, der höchsten Straße Nordamerikas.

Auch wenn der Anstieg selten steil ist, gehört er zu den schwersten, die ich je geradelt bin. Auf 43 Kilometern müssen über 2000 Höhenmeter überwunden werden und die Höhenluft steigert den Trainingseffekt zusätzlich. Zuerst geht es durch den Wald, bevor sich die Straße oberhalb der Baumgrenze spektakulär an der Felskante entlangwindet und Blicke bis ins entfernte Denver bietet.

Ich fühle mich stark und überhole etliche Radfahrer, die aufgrund der dünnen Luft schieben müssen. In 4000 Metern macht sich dann auch bei mir der mangelnde Sauerstoff bemerkbar und ich muss das Tempo reduzieren. Die Mühe lohnt sich aber, denn der Gipfel bietet einen spektakulären Blick auf die höchsten Berge Colorados. In einer rasanten Abfahrt geht es anschließend hinab zu meinem Nachtlager in Idaho Springs, bevor morgen der nächste hohe Pass wartet.

Hier findest du ein Video vom Mount Evans!

Video – Jonas Deichmann bei der Vorbereitung auf Panamericana Solo

Mehr Infos rund um Jonas Deichmanns Abenteuer kannst du auf seiner Webseite finden:

www.jonasdeichmann.com

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