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Rennberichte & Analysen

Giro d’Italia 2018 – Etappe 17: Viviani sprintet zum vierten Etappensieg

Simon Yates (Mitchelton-Scott) weiterhin in Führung mit 56 Sekunden Vorsprung vor Tom Dumoulin.

Elia Viviani (Quick-Step Floors) holte sich seinen vierten Tagessieg auf der 17. Etappe des 101. Giro d’Italia. Der Italiener ließ sich von den regennassen, glatten Straßen auf den letzten Kilometern nicht einschüchtern, als er sich gegen Sam Bennett (Bora-Hansgrohe) und Niccolo Bonifazio (Bahrain-Merida) im Schlusssprint in Franciacorta durchsetzte.

Anders als bei anderen Etappen, fuhr Quick-Step Floors auf der 17. Etappe eher verhalten und überließ anderen Teams die Führung an der Spitze des Pelotons. Viviani verhielt sich ruhig und fuhr in der Gruppe mit, sehr darauf bedacht, Kraft zu sparen. Erst auf den letzten zwei Kilometern übernahm das belgische Team die Führung. Danny van Poppel (LottoNL-Jumbo) war der erste, der zum Sprint überging, aber Fabio Sabatini lieferte seinen Landsmann im perfekten Moment in den Zielsprint, und Viviani hatte klare Linie zum Ziel.

Auf regennassen Straßen siegt Elia Viviani (Quick-Step Floors) im Massensprint auf der 17. Etappe des 101. Giro d’Italia. Für den Italiener ist das der vierte Etappensieg beim diesjährigen Giro (Foto: Sirotti)

Die 17. Etappe versprach ein ziemlich lebhafter und fordernder Tag des Giro d’Italia zu werden, aber keiner hatte damit gerechnet, wie lebhaft es auf den 155 Kilometern von Riva del Garda nach Iseo zugehen würde. Kaum fiel der Startschuss mussten die Fahrer einen Anstieg fahren, den viele als gute Chance sahen, sich vom Hauptfeld abzusetzen. Eine Gruppe nach der anderen zog davon, aber keine Ausreißerversuch war von Dauer.

Es war eine unnachgiebige Verfolgungsjagd, sie das Peloton auf den 155 Kilometern durchführte und es fast unmöglich machte, dass sich Fluchtgruppen bilden konnten. (Foto:SIrotti)

Bora-hansgrohe stellte die Anführer der unerbittlichen und wiederholten Verfolgungsjagden, mit Unterstützung von UAE Team Emirates, die das Interesse ihres Fahrer Diego Ulissi vertreten wollten. Luis Leon Sanchez (Astana) war einer der Fahrer, die sich darum bemühten, vom Peloton wegzukommen. Er machte aus seiner Frustration keinen Hehl, als seine Versuche vereitelt wurden.

Nach ungefähr 100 Kilometern schaffte es eine 22-Mann starke Gruppe, sich vom Hauptfeld abzusetzen. Unter ihnen war Sanchez, Davide Villella (Astana), Alessandro De Marchi (BMC Racing) und Giovanni Visconti (Bahrain-Merida). Aber der Erfolg der Gruppe war nicht von langer Dauer, schon bald war sie wieder eingeholt worden, nur damit sich eine weitere Gruppe bilden und vorne absetzen konnte.

Schließlich schafften es Ben Hermans (Israel Cycling Academy), De Marchi, Sanchez und Wout Poels, dem Hauptfeld davonzufahren und einen Abstand von 1:20 auf das Peloton auszubauen, was für die 17. Etappe einen ziemlichen Erfolg darstellte. Poels war der erste, der sich von der Fluchtgruppe verabschieden musste und Bora-hansgrohe setzte immer noch ein unerbittliches Tempo an der Spitze des Pelotons, diesmal mit der Unterstützung von LottoNL-Jumbo. Auf den letzten Kilometern kam es immer wieder zu Angriffen, aber die Teams der Sprinter waren sehr darauf bedacht, keinen Angriff geltend zu machen.

VIviani siegt, Sabatini feiert. Der Teamkollege hatte seinen Landsmann perfekt in den Zielsprint geführt. (Foto: SIrotti)

Die Fahrer erreichten die letzten zwei Kilometer, als das Wetter umschlug und ein Wolkenbruch auf Fahrer und Fans niederging, was glücklicherweise keine negativen Folgen hatte, auch wenn die Straßen in kürzester Zeit von trocken auf regenglatt verwandelt wurden.

Sabatini führte die Gruppe auf die Zielgerade, aber Van Poppel war der erste, der zum Sprint überging. Sabatini bewahrte die Ruhe und machte für seinen Landsmann und Teamkollegen Platz, der an dem Holländer vorbeizog und sich seinen vierten Sprintsieg im 101. Giro d’Italia sicherte.

Im Gesamtklassement hat sich nach der 17. Etappe nicht geändert: Simon Yates erreichte sicher im Peloton das Ziel und liegt weiterhin 56 Sekunden vor dem Titelverteidiger Tom Dumoulin (Team Sunweb).

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