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Profi-Radsport

Jonas Deichmanns Panamericana-Tagebuch 3: Regen, Wind und Kälte in Kanada

Jonas Deichmann berichtet hier regelmäßig von seinen Abenteuern während seines Solo-Weltrekordversuchs über die Panamericana.

Aus Jonas Deichmanns Panamericana-Tagebuch:

Tag 10

Regen, Regen und noch mehr Regen. Ein kalter und nasser Start, bis ich mittags den Whatson Lake erreiche. Von hier aus fahre ich nach British Columbia und werde sofort mit starkem Rauch von den Waldbränden um mich herum konfrontiert. Die Autobahn wurde erst vor ein paar Tagen wieder geöffnet, aber der Wind treibt den Rauch über die Straße. Sehr hart, da es meine Lunge und meine Augen betrifft. Nach ca. 100 km wird es besser und ich erreiche das schöne Liard-Tal. Eine riesige Gruppe von Bisons läuft vor mir über die Straße.

Tag 11

Das Wetter ändert sich von schlecht zu sehr schlecht. Starker Regen, Kälte und Gegenwind. Ich fahre 180 km bis zur letzten Tankstelle vor dem Pass über die Rocky Mountains und halte für die Nacht an. Keine guten Bedingunen, um nachts da oben festzusitzen.

Tag 12

Ein miserabler regnerischer Start, aber mir geht das Essen aus und die Tankstelle hat nur Burger und Schokolade. Am Nachmittag hört es endlich auf zu regnen und ich kann eine gute Distanz zurücklegen machen. In den letzten Stunden ist mir das Essen ausgegangen, aber ich schaffe es und komme nach Fort Nelson. Am Abend finde ich einen wunderschönen Campingplatz am See und genieße eine Pause.

Tag 13

Endlich gutes Wetter und die letzte hügelige Etappe vor der Prärie. Nach 100 km hört mein Umwerfer auf zu funktionieren. Ich kann ihn aber manuell einrasten und da es nicht allzu viele Steigungen gibt, funktioniert das tatsächlich ganz gut. Keine langfristige Lösung, ich brauche bald einen Fahrradladen. Am Nachmittag erreiche ich eine Tankstelle und bekomme die öligsten Pommes frites, die ich je hatte. Letztlich schaffe ich heute 270 km.

Tag 14

Ein sehr früher Start vor Sonnenaufgang. Ich habe eine Einladung für heute Abend von Adele, einer Radfahrerin, die ich vor zwei Monaten in Jasper getroffen habe. Sie lebt in Grande Prairie, 300 km entfernt, aber die Möglichkeit einer Dusche, eines Bettes und einer guten Gesellschaft ist Motivation genug. Gegen Mittag erreiche ich Fort St. John und von ab hier ändert sich alles. Es gibt Felder, Dörfer und Brunnen. Zivilisation! Ich habe einen schönen Gegenwind und mache gute Fortschritte. Die letzte Stunde fahre ich im Dunkeln, aber ich schaffe es und werde mit einem leckeren hausgemachten Hühnergericht belohnt.

Tag 15

Endlich Rückenwind und eine perfekte Straße. Ich verabschiede mich morgens von Adele und genieße ein paar hausgemachte Kekse. Von nun an bin ich in besiedeltem Gebiet unterwegs und fahre den größten Teil des Tages durch flaches Ackerland. Ich plante, White Court nachts zu erreichen, da es eine größere Stadt mit Supermärkten und Restaurants ist. Ich bin gegen 10 dort und finde einen schönen Campingplatz am Stadtrand.

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