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Profi-Radsport

Jonas Deichmanns Panamericana-Tagebuch 6: Nachtfahrten

Jonas Deichmann berichtet bei RCDE regelmäßig von seinen Abenteuern während seines Solo-Weltrekordversuchs über die Panamericana.

Aus Jonas Deichmanns Panamericana-Tagebuch:

Tag 26

Ein früher Start aus Colorado Springs. Bereits gestern hatte ich zwei Platten, heute Morgen habe ich drei, die alle durch kleine Metalldrähte am Autobahnrand verursacht wurden. Ich habe genug und halte in einem Fahrradgeschäft in Pueblo an, um ein Pannenschutzband zwischen Schlauch und Reifen installieren zu lassen. Am Nachmittag fahre ich durch schöne hügelige Landschaften und genieße die Fahrt trotz Hitze und Gegenwinds. Es it bereits dunkel, als ich den 2.400 Meter hohen Raton-Pass überquere und zum Abendessen und einer kalten Nacht nach New Mexico hinunter fahre.

Tag 27

Am Morgen fahre ich durch wunderschöne Tafelberge in New Mexico und mache gute Fortschritte, bis ich mittags die texanische Grenze erreiche. Die Straße wird zu einer geraden, flachen Linie durch endlose langweilige Felder und der Gegenwind weht mit 35 km/h. Mir geht das Wasser und das Essen aus und ich kämpfe schwer, um es vor Sonnenuntergang nach Dalhart zu schaffen. 210 km sind es heute gewesen, aber es fühlt sich an wie eine Königsetappe in den Bergen. Die Windvorhersage sieht schlecht aus, also werde ich jetzt komplett auf Nachtradeln umsteigen, um dem Gegenwind zu entkommen.

Tag 28

Ich starte im Dunkeln, um den Gegenwind zu vermeiden und mache einiges an Strecke, bevor der Wind stärker wird. Gegen Mittag ist der Wind so stark, dass ich kaum vorwärts komme. Ich halte früh an und schlafe. Werde komplett auf das Nachtradeln umstellen.

Tag 29

Ich starte um 1 Uhr morgens und fahre die ganze Nacht auf einer kleinen geraden Straße. Der Himmel ist so hell, dass ich gut sehen kann. Um sechs Uhr erreiche ich die erste Stadt und finde eine offene Tankstelle für einen Kaffee und ein zweites Frühstück. Als der Wind gegen 10 Uhr auffrischt, habe ich bereits 190 Kilometer zurückgelegt. Ich fahre noch ein Wenig weiter und schaffe insgesamt 230 km. Das hat heute gut funktioniert.

Tag 30

Ein noch früherer Start heute. Ich fahre unter einem perfekten Himmel durch riesige Gasfelder. Die brennenden Feuer der Öltürme um mich herum bei Nacht schaffen eine seltsame Atmosphäre. Ich muss ein paar Mal ein Nickerchen machen, aber 320 km schaffe ich. Jetzt bin ich in der Nähe von Mexiko.

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