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Profi-Radsport

Jonas Deichmanns Panamericana-Tagebuch 7: Willkommen in Mexico

Jonas Deichmann berichtet bei RCDE regelmäßig von seinen Abenteuern während seines Solo-Weltrekordversuchs über die Panamericana.

Aus Jonas Deichmanns Panamericana-Tagebuch:

Tag 31

Ich mache mich wieder nachts auf den Weg. Endlich gibt es einige Hügel und ich freue mich über die Abwechslung. Gegen Mittag überquere ich die Grenze zu Mexiko. Charly, ein mexikanischer Radfahrer wartet auf der mexikanischen Seite auf mich, er wird die nächsten zwei Tage mit mir fahren. Nach einem schönen Mittagessen gingen wir in den Country Club und verbrachten den Abend im Pool. 150 km heute, der erste Ruhetag – und nach zwei Wochen Gegenwind dringend benötigt.

Tag 32

Heute und morgen fährt Charlie mit mir und wir haben sogar eine Unterkunft. Monclova ist 300 km entfernt und seine Familie hat uns eingeladen, so dass wir um 6:30 Uhr in einen starken Gegenwind aufbrechen. Die ersten 100 km finden auf einer kleinen Straße ohne Verkehr statt. Nach zwei Stunden werden wir von einem Pickup überholt, der nach 100 Metern hält. Charlie wird nervös und sagt mir: „Was auch immer passiert, halt nicht an, hier ist die Grenzregion. Es stellte sich heraus, dass es der Vater eines seiner Freunde war und er versorgte uns mit frischer Limonade und Essen. Am Nachmittag erreichen wir die Bundesstraße. Es gibt kaum Verkehr, einen breiten Straßenrand und anscheinend ist es sehr sicher. Wir pushen hart (natürlich nutze ich nicht Charlies Windschatten), aber wegen des Gegenwindes schaffen wir es erst nachts nach Monclova. Dort warten rund 15 Radfahrer, Zeitungsreporter und eine Polizeieskorte außerhalb der Stadt, um sich für die letzten 30 Kilometer anzuschließen.

Tag 33

Wir übernachten im Haus von Charlies Eltern und wachen auf, als der lokale Fernsehsender für ein Interview an die Tür klopft. So starten wir etwas später und fahren durch die schöne Wüste und dann durch die Berglandschaft. Es ist viel Kletterei, aber der Wind ist schwächer und ich fühle mich ziemlich gut. Wir erreichen Saltillo kurz nach Sonnenuntergang und übernachten bei Charlies Bruder. Zum Abendessen gehen wir in ein nahegelegenes Restaurant mit leckeren Tacos und Mariachi-Musik.

Tag 34

Ich verabschiede mich von Charlie und seiner Familie und beginne direkt mit einem steilen und langen Anstieg bis auf fast 2.000 Meter. Oben angekommen befinde ich mich auf einem Hochplateau, das sich fast bis nach Mexiko-Stadt erstrecken wird. Während die letzte Woche sehr heiß war, ist hier oben eine sehr angenehme Fahrtemperatur. Ohne Gegenwind und Anstiege komme ich schnell voran und schaffe es kurz nach Sonnenuntergang nach Matehuala . Ich genieße die erste Hotelnacht der Reise, und kann meinen Blog weiterschreiben und einige Planungs- und Büroarbeiten erledigen.

Tag 35

Ein völlig flacher Tag bei schönem Wetter. Am Morgen fahre ich an riesigen Kaktusplantagen und Ranches vorbei. Gegen Mittag schließt sich mir Carlos Santamaria an und wir fahren ca. 100 km zusammen. Carlos stellte vor einigen Jahren den Panamerica-Weltrekord auf und lebt auf meiner Route in San Luis Potosi. Es ist toll, einige Abenteuergeschichten auszutauschen und Einblicke in die anstehenden Herausforderungen zu erhalten. Kolumbien und Peru waren die härtesten Etappen für ihn, also kann ich mich auf etwas freuen. Nachdem ich mich von Carlos verabschiedet habe, fahre ich noch 60 km weiter nach Santa Maria del Rio. Eine kleine Stadt mit einem schönen kolonialen Zentrum. Ich bleibe im Zentrum, genieße ein paar Tacos und die nette Atmosphäre.

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