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Profi-Radsport

Jonas Deichmanns Panamericana-Tagebuch 8: Verkehr und Lebensmittelvergiftung in Mexico

Jonas Deichmann berichtet bei RCDE regelmäßig von seinen Abenteuern während seines Solo-Weltrekordversuchs über die Panamericana.

Aus Jonas Deichmanns Panamericana-Tagebuch:

Tag 36

Das Dorf, in dem ich mich befinde, gleicht einem Labyrinth und ich verfahre mich auf den kleinen Straßen, bis ich endlich einen unbefestigten Weg zurück zur Autobahn finde. Ein paar streunende Hunde verfolgen mich. Am Morgen fahre ich über Berge, bevor der Verkehr zunimmt. Nach Queretaro gibt es eine 20 km lange Baustelle und nur eine Spur. Die Trucks fahren nur wenige Zentimeter an mir vorbei. Ein erster Vorgeschmack auf die Bedingungen, die mich morgen in Mexico City erwarten werden.

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Tag 37

Ich bin vor Sonnenaufgang aufgebrochen, um es heute nach Puebla zu schaffen. Ich bin jetzt in der Nähe von Mexico City und der Verkehr ist schrecklich. Nach einer Weile wechsle ich auf die Ringstraße um die Stadt und der Verkehr wird ein bisschen weniger. Ich haue richtig rein und komme gegen 18 Uhr in Puebla an, gerade noch rechtzeitig, um ein tropisches Gewitter mitzuerleben. Es regnet nur 15 Minuten lang, aber mit einer solchen Kraft, dass die Straßen überflutet werden. In der Stadt muss ich mein Fahrrad durch knietiefes Wasser tragen. Ich schaffe es ins Büro meines Werkzeug-Sponsors, der Hoffmann Group. Dort haben sie einen kleinen Empfang und ein fantastisches Abendessen vorbereitet. Wir verbringen einen wunderbaren Abend zusammen und ich freue mich über eine Abwechslung von meiner gewohnten Routine.

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Tag 38

Nachdem ich mich von meinen Freunden bei der Hoffmann Group verabschiedet habe, fahre ich in einer reizvollen, 120 km langen Abfahrt vom Hochplateau auf 2500 Metern Höhe hinunter auf Meeresspiegel. Während es oben angenehm kühl war, ist es am unten heiß und feucht. Am Abend bekomme ich ein Problem mit meinem Schaltwerk. Zum Glück finde ich in Oriza einen guten Fahrradladen, der mir helfen kann.

Tag 39

Es ist völlig flach. Morgens habe ich Rückenwind, bevor der Wind sich dreht. Ich bin jetzt in den Tropen und es ist sehr heiß und feucht. Ich fahre an endlosen Zuckerrohr- und Ananasplantagen vorbei. Kurz vor Sonnenuntergang erreiche ich ein kleines Dorf, aber das einzige Hotel ist geschlossen. Ich muss ca. 10 km herumfahren, bis ich ein offenes finde. Die Straße sehr schlecht und ich erleide fast einen Unfall, als ich in ein Schlagloch fahre, das ich in der Dunkelheit zu spät sehe.

Tag 40

Ich wache mit Fieber und Lebensmittelvergiftung auf. Es stellt sich heraus, dass das leckere Fleisch gestern nicht so frisch war. Den ganzen Tag leide ich und mittags muss ich im Schatten liegen, um mich ein wenig zu erholen. Ich habe noch 315 km geschafft und finde ein anständiges Hotel für die Nacht, in der Hoffnung auf bessere Tage.

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